Frühling in Berlin

Heute ist der 6. April 2021 und es ist Frühling in Berlin. Man sieht es am Wetter 🙁

Kaum über 0°C, kräftig windig, oft wolkenverhangen und Graupel- und Schneeschauer. Gruselig !

Und wie zum Hohn kommt ab und an mal die Sonne zum Vorschein und scheint uns auszulachen, während ich mir gerade den schmelzenden Schnee vom Gesicht wische …

Gestern, am Ostermontag war es ähnlich, und überhaupt zu Ostern war es kalt, windig und teilweise nass.

Vor Ostern hatten wir dagegen wirklich so etwas wie Frühlingswetter – knapp 20°C, nur leicht bewölkt, schwach windig – aber nicht mehr als eine schöne Erinnerung.

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Ach, diese Teichrallen ;-)

Am 31.03.2021 war ich mal wieder entlang der Wuhle in Berlin unterwegs, zu Fuß vom S- und U-Bahnhof Wuhletal bis zum S-Bahnhof Köpenick. Angesichts des Niederschlagsdefizits führte die Wuhle nur wenig Wasser, das nur leicht dahin plätscherte und ein wenig trüb aussah. Dementsprechend waren auch kaum Wasservögel zu sehen, außer ein paar Stockenten und – das hat mich überrascht – vor allem zwischen Wuhlebecken und der Straße Am Bahndamm in Köpenick eine ganze Menge Teichrallen. Am Wuhlebecken hatte ich dann noch flüchtig einen Graureiher gesehen.

Der Weg an der Wuhle entlang ist immer wieder ein interessantes Ausflugsziel für ein paar Stunden, und schnell zu erreichen.

Am Wuhlebecken ging es richtig zur Sache: Gleich vier Teichrallen – offenbar alles Männchen – litten angesichts der anstehenden Paarungszeit offenbar unter Testosteronüberschuss und beharkten sich gegenseitig … In dem unten eingefügten Video, das ich bei Youtube hochgeladen habe, ist eine kleine Sequenz davon zu sehen.

Obwohl ja noch kein frisches Laub an den Bäumen war, habe ich nur relativ wenige Singvögel gesehen, von den allgegenwärtigen Haussperlingen und Nebelkrähen einmal abgesehen. Immerhin – die ersten Weidenlaubsänger (Zilpzalp) habe ich gehört.

Ein paar Teichrallen messen ihre Kräfte, aufgenommen am 31.03.2021 an der Wuhle nahe des Wuhlebeckens

Und hier noch ein paar Tonaufnahmen:

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Ein Hauch von Frühling in Berlin

Vorgestern (25.03.2021) und gestern war endlich ein Hauch von Frühling in Berlin. Die Tageshöchsttemperaturen lagen an beiden Tagen deutlich über 10°C, und zumindest ein bisschen schien die Sonne.

Vorgestern war ich, nach dem ich einen Antigen-Schnelltest an der Max-Taut-Schule in Berlin-Lichtenberg absolviert hatte (negativ !), auf dem Rückweg entlang des Rummelsburger Ufers gegangen. Und – wie erwartet – erlebte ich schon einiges an Vogelgezwitscher von aus den Winterquartieren zurück gekommenen Singvögeln, wie z. B. Buchfink und Grünfink und andere.

Gestern war ich im Tiergarten unterwegs, auch dort konnte ich mich an vielen Vögeln erfreuen.

An beiden Tagen zusammen genommen habe ich folgende Arten beobachtet:

  • Amsel
  • Singdrossel
  • Haussperling
  • Grünfink
  • Buchfink
  • Kleiber
  • Kohlmeise
  • Blaumeise
  • Star
  • Nebelkrähe
  • Zaunkönig (nur gehört, im Tiergarten)
  • Buntspecht
  • Mäusebussard
  • Habicht (nur gehört, im Tiergarten)
  • Stockente
  • Mandarinente
  • Kanadagans
  • Kormoran
  • Blässralle (Blässhuhn)
  • Eichhörnchen

Die Stiefmütterchen und die Krokusse, die ich gesehen habe, waren sicher im Auftrage des Gartenbauamtes gepflanzt worden und nicht wild.

Nachfolgend stelle ich die Fotos vor, die ich gemacht habe.

25.03.2021 (Rummelsburger Ufer)

26.03.2021 (Tiergarten)

Heute hingegen ist sehr lausiges Frühlingswetter: Stürmischer Wind, Temperatur gerade um 10°C und immer wieder Regenschauer. Nicht gerade einladend zum Fotospaziergang 🙁

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Besuch an den Karower Teichen

Die Karower Teiche in Berlin sind, bezüglich der Vogelbeobachtung, immer einen Ausflug wert, dachte ich mir am 06.03.2021 und machte also wieder eine kleine Radtour vom S-Bahnhof Bornholmer Straße entlang der Panke bis Buch.

Am Beobachtungspunkt am Schilfteich musste ich leider feststellen, dass man rein gar nichts mehr sieht. Das Schilfrohr ist mittlerweile so hoch gewachsen, dass jeglicher Blick auf den Teich unmöglich ist.

Und so konzentrierten sich meine Beobachtungen auf den Ententeich und vor allem auf den Inselteich. Am Weidenteich habe ich nur ein paar Blässrallen gesehen.

Immerhin sechs Entenarten habe ich bestimmen können: Stockente, Schnatterente, Löffelente, Tafelente, Reiherente und Schellente. Dazu kamen noch Silberreiher, Höckerschwan, Graugans, Haubentaucher und an der Bucher Moorlinse Kormoran.

Hier also die Fotos:

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Testamentum – das „Testament“ von OMEGA ?

2020 hat OMEGA erneut ein neues Studio-Album unter dem Titel „Testamentum“ veröffentlicht. Das war also nicht weniger als 58 Jahre nach dem ersten Bühnenauftritt der Band 1962 in Budapest. Alle Achtung !

Ich habe bereits vor ein paar Jahren davon gehört, dass OMEGA unter diesem Titel ein neues Album plant (2016 oder 2017?), doch dann kam 2017 das Album „55: Volt Egyszer Egy Vadkelet“, von dessen Erscheinen ich überrascht war.

Ich habe heute „Testamentum“ von Buschfunk geliefert bekommen, und natürlich gleich gehört. Einige neue Titel sowie einige von früheren Alben her bekannte, jedoch neu eingespielte Titel bietet das Album. Die Aufnahmen werden meist ziemlich stark von der Gitarre von Tamás Szekeres dominiert und klingen daher oft hard-rockiger als die ursprünglichen Versionen. Das gefällt mir sehr gut.

Das Album enthält 18 Titel.

Wer – wie ich – mit der Musik von Omega groß geworden ist, für den ist das Album unbedingt eine Kaufempfehlung.

  1. A SÖTÉTSÉG KAPUJA (NYITÁNY)
  2. A FÖLD ÁRNYÉKOS OLDALÁN (Bekannt vom 12. Album, Titelsong)
  3. A LÁNGOLO HUSZADIK SZÁZAD
  4. VARÁZSLATOS FEHÉR KŐ (Bekannt vom 4. Album „Élő Omega“)
  5. MENNYBEN AZ ANGYAL
  6. HUSZADIK SZÁZADI VÁROSLAKÓ (Bekannt vom 6. Album „Nem tudom a neved“)
  7. JÖJJ, SZABADÍTÓ
  8. ÁLOM XXI. SZÁZAD
  9. A HOLLÓ (Bekannt vom 10. Album „Az arc“)
  10. A DÉMON (LILITH)
  11. IDEJE A PONTOT KITENNI
  12. HANGYANÉP (SZÖRNYŰ PORSZEMEK) (Melodie von „200 Évvel az utolsó háború utá“, Titelsong der Re-Master-Edition von „Élő Omega“; allerdings mit neuem Text)
  13. GLORIA ET HONOR DEO
  14. A LÁTOGATÓ (Bekannt vom 10. Album „Az arc“)
  15. LÉGY HŰ MAGADHOZ!
  16. ÁLOMSZÍNHÁZ
  17. HALOTTI BESZÉD
  18. UTOLSÓ ÍTÉLET (ein reines Glockenspiel, es ist nicht der vom 13. Album „Babylon“ bekannte Titel)

Wie ich gerade soeben auf der ungarischen Wikipedia-Seite gelesen habe, sind
  László Benkő, Gründungsmitglied von Omega und langjähriger Keyboarder, am 18.11.2020 im Alter von 77 Jahren an einem Lebertumor und
  Tamás Mihály, langjähriger Bassgitarrist von Omega, am 21.11.2020 im Alter von 73 Jahren an einem Lungentumor
gestorben.
Das erfüllt mich mit Trauer, über zwei Menschen, die für meinen Musikgeschmack jahrzehntelang eine wichtige Rolle gespielt haben und deren musikalisches Schaffen ich sehr schätze.

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Winter in Berlin – Teil 2

Zur Zeit haben wir in weiten Teilen Deutschlands einen Winter, wie er in den letzten 20 Jahren nur selten war. Auch Berlin ist davon betroffen, wenn auch hier die Schneehöhen und die Minustemperaturen im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands noch gemäßigt sind.

Am 08.02.2021 bin ich nach der Arbeit mal zum Pariser Platz gefahren, um mit meiner Smartphone-Kamera ein stimmungsvolles Bild vom Brandenburger Tor mit schneebedecktem Platz zu machen. Die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 hat mir dabei geholfen.

Ein solches Fotomotiv haben wir in Berlin sehr selten.

Blick auf den schneebedeckten Pariser Platz und das Brandenburger Tor, aufgenommen am 08.02.2021

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Winter an der Greenwichpromenade

Am 01.02.2021 war ich für ein paar Minuten an der Greenwichpromenade in Berlin-Tegel. Hier gibt es immer etwas bezüglich der Wasservögel zu beobachten. An diesem Tage war der Tegeler See, soweit man das von der Greenwichpromenade aus überblicken konnte, von einer dünnen Eisdecke überzogen. Lediglich ein kleiner Bereich, nicht einmal ein Viertel Hektar, der Wasseroberfläche war noch eisfrei. Dort konzentrierten sich die Wasservögel.

Ich habe mit meinem Smartphone ein paar Fotos und ein paar Video-Sequenzen aufgenommen, die ich nun hier vorstellen möchte.

Video „Winter an der Greenwichpromenade, von mir bei Youtube hochgeladen

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Corona-Pandemie – Licht am Ende des Tunnels ?

Seit nunmehr elf Monaten haben wir es mit der Corona-Pandemie in Deutschland zu tun – beginnend zu Anfang März 2020 fingen die Neuinfektionszahlen anfangs explosionsartig zu steigen, was Mitte März zum ersten Lock-Down führte. Aus heutiger Sicht war die erste Welle der Pandemie März/April 2020 nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was uns in diesem Winter überrollt hat.

Bereits im September 2020 begannen die Neuinfektionszahlen wieder deutlich zu steigen, nachdem wir in den Sommermonaten das Infektionsgeschehen einigermaßen unter Kontrolle hatten. Und im Oktober brach die zweite Welle voll über uns herein. Der zweite Lock-Down, der Anfang November 2020 in Kraft trat, kam mindestens zwei Wochen zu spät.

Ich habe mal wieder meine Säulendiagramme aktualisiert, mit denen ich das Neuinfektionsgeschehen für Berlin und Deutschland grafisch aufbereitet habe. Diese basieren auf den Daten bei berlin.de und beim Robert-Koch-Institut von heute Mittag.

Ich habe jetzt die Darstellung dahingehend geändert, dass ich bei der wöchentlichen Darstellung jetzt auf die erste Welle verzichte – das Diagramm würde zu breit werden. Statt dessen habe ich eine monatliche Darstellung der Neuinfektionszahlen, beginnend ab März 2020, ergänzt. Bei dieser Grafik habe ich die Monatssummen wegen der besseren Vergleichbarkeit immer auf 30 Tage umgerechnet, d. h. dass ich die Monatssummen von Monaten mit 31 Tagen mit dem Faktor 30/31 multipliziert habe.

Wöchentliche Darstellung für Berlin und Deutschland KW 36/2020 bis 05/2021

Die Kalenderwoche 36/2020 ist die Woche vom 31.08.2020 bis 06.09.2020, die Kalenderwoche 05/2021 ist die Woche vom 25.01.2021 bis 31.01.2021.

Die Grafiken zeigen bereits für September bereits tendenziell einen massiven Anstieg der Neuinfektionszahlen:

  • in Berlin Verdreifachung innerhalb von fünf Wochen
  • in Deutschland eine Woche verzögert um Faktor 2,7 innerhalb von fünf Wochen

Insofern ist es unverständlich, dass der zwei Lockdown erst Anfang November (KW45/2020) kam – da war schon alles zu spät.

Im Januar fing die Situation langsam an, sich etwas zu entspannen. 3201 Neuinfektionen in Berlin in KW 5/2021 entspricht einer Inzidenz von 87,2; 78365 Neuinfektionen in Deutschland in KW 5/2021 entspricht einer Inzidenz von 94,2.

Monatliche Darstellung für Berlin und Deutschland von März 2020 bis Januar 2021

Diese Grafiken zeigen, dass die zweite Welle viel extremere Neuinfektionszahlen hervorgebracht hat als die erste. In Berlin war der Höhepunkt im November 2020 erreicht, wobei der Dezember kaum Entspannung gebracht hat. Deutschlandweit war im Dezember der Höhepunkt erreicht. Im Januar fing die Situation langsam an, sich etwas zu entspannen.

Beginn der Impfkampagne zum Jahreswechsel 2020/2021

Zunächst erst einmal muss ich all denen, die an der Entwicklung und Erprobung von geeigneten Impfstoffen beteiligt waren, meinen Dank und größten Respekt zum Ausdruck bringen. Sie haben es geschafft, bereits knapp ein Jahr nach Beginn der Pandemie wirksame Impfstoffe mit überschaubaren Risiken in Verkehr zu bringen. Dafür vielen vielen Dank !

Doch die Impfkampagne läuft in Deutschland bisher sehr schleppend an. Mein Eindruck ist, dass uns die Politiker im 4. Quartal zu große Hoffnungen auf den massenweisen Einsatz der Impfstoffe gemacht haben. Ja, es ist ganz sicher eine riesige Herausforderung für die Pharma-Industrie, innerhalb weniger Wochen die Produktion der Impfstoffe in solchen Mengen anzukurbeln, dass wir kurzfristig die sogenannte Herdenimmunität erreichen können. Unsere Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel hat uns kürzlich versprochen, bis zum Sommerende (21.09.2021) jedem in Deutschland, der es will, eine Erstimpfung zu garantieren. Ich fürchte ja eher, dass das noch bis ins Jahr 2022 hineinreicht.

Es sind noch Fragen offen

In Zusammenhang mit der Impfkampagne sind noch zahlreiche Fragen offen, auf deren Beantwortung wir uns wohl noch eine Weile gedulden müssen.

  • Die erste Frage ist die der Wirksamkeit der Impfung bei Infektion durch mutierte Corona-Viren. Mittlerweile haben sich bezüglich ihrer Infektiosität besonders agressive Mutationen weltweit etabliert. Die bekanntesten sind: die britische Mutation B.1.1.7; die südafrikanische Mutation B.1.351 und die brasilianische Mutation B.1.1.28 P.1. Laut Aussage von Biontek soll deren Impfstoff gesichert gegen die Mutation B.1.1.7 wirksam sein. Aber es sind zahlreiche weitere Mutationen bereits nachgewiesen worden. Und zur Zeit ist unklar, welcher Imfstoff möglicherweise gegen bestimmte Mutanten nur eingeschränkt oder gar nicht wirksam ist. Vermutlich wird man in Zukunft die Corona-Impfstoffe regelmäßig aktualisieren müssen, wie es ja beim Influenza-Impfstoff seit Jahrzehnten gemacht wird.
  • Die zweite Frage ist die nach der Infektiosität von geimpften Patienten für andere. Wer durch Impfung erfolgreich immunisiert ist, kann sich selbstverständlich auch neu infizieren. Er wird nicht oder nur leicht erkranken, weil sein Körper auf die Infektion viel besser vorbereitet ist als ein nicht immunisierter Patient. Aber kann er in der Frühphase seiner Infektion zur Virenschleuder und damit zur Gefahr für andere werden ? Hierzu gibt es noch keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse. Damit ist auch klar, dass sich geimpfte Patienten genauso vorsichtig und rücksichtsvoll bezüglich der Corona-Schutzmaßnahmen verhalten müssen, wie alle anderen auch.
  • Die dritte Frage bezieht sich selbstverständlich auf die Impfkampagne. Kann die Bundesregierung ihr Versprechen einlösen, bis Ende Sommer 2021 jedem Deutschen, der sich impfen lassen will, ein Impfangebot zu machen ? Damit einher geht natürlich auch meine persönliche Frage: Wann kann ich mich impfen lassen ?

Es gibt sicher noch zahlreiche weitere Fragen in Zusammenhang mit Corona und der Impfung.

Was mich anbelangt: Ja, ich will mich auf jeden Fall impfen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass die Chancen, die die Immunisierung durch Schutzimpfung, bei einer Coronainfektion nicht oder nur leicht zu erkranken, deutlich größer sind als eventuelle Risiken (Nebenwirkungen, Unverträglichkeiten).

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Winter in Berlin

Heute hatten wir – wohl nach ziemlich langer Zeit – mal wieder eine geschlossene Schneedecke in Berlin. Der Himmel war grau, aber ich habe heute Vormittag den Winter in Berlin bei einem Spaziergang durch den Treptower Park genossen.

Neben den zugeschneiten Wiesen im Treptower Park gab es auch eine ganze Reihe von Schneemännern zu bestaunen 🙂 . Nicht alle entsprachen der besten Schneemann-Baukunst; aber allen gemein ist die Lebensfreude ihrer Erbauer. Klar, wenn es so selten Schnee in Berlin gibt, dann nutzt man dieses seltene Ereignis. Vor allem die Kinder werden ihre Freude am Bau der Schneemänner gehabt haben 🙂

Früher, in den 60’er, 70’er und 80’er Jahren waren verschneite Tage in Berlin etwas Normales in jedem Winter. Aber heute ist es schon eine Rarität, in Berlin eine geschlossene Schneedecke zu erleben – auch eine Folge des globalen Klimawandels.

Ich hatte meine Kamera dabei, allerdings nur mit Standard-Objektiv.

Schnee im Treptower Park (Berlin)

Mein lieber Schwan 🙂

Hier demonstriert mir ein Schwanganter, das Schwan auch im Winter mal die Flügel kräftig ausschütteln muss 🙂 Der große Höcker und der kräftige Hals weisen ihn als Ganter aus. Ich mag die Höckerschwäne 🙂

Was sonst noch an Vögeln unterwegs war:

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Endlich ist der Spalter und Polarisator weg von der Macht

Donald Trump ist nun endlich nicht mehr USA-Präsident. Joe Biden wurde heute als sein Nachfolger in das Amt eingeführt.

Donald Trump war vier Jahre im Amt. Er wollte die Rolle Amerikas in der Welt stärken und er wollte die Amerikaner zusammenführen. Das sind hehre Ziele gewesen.

Fakt ist, dass er genau das Gegenteil getan hat.

Er hat die USA international isoliert, die traditionellen Partner vor den Kopf gestoßen und die UNO attackiert. Statt dessen ist er Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in den Hintern gekrochen, hat ihn hoffähig gemacht.

Er hat die USA zutiefst gespalten, den Rassenhass forciert, politische Konkurrenten zu Feinden erklärt und Medien pauschal ihre Seriosität abgesprochen.

Er hat wichtige soziale Errungenschaften der Obama-Ära, wie die Krankenversicherung für alle, zerschlagen. Er hat mit seiner Politik dafür gesorgt, dass die Schere zwischen arm und reich massiv weiter geöffnet wurde.

Er hat Lügen und Halbwahrheiten zu einem zentralen Mittel seiner Politik gemacht. Die größte, aber nur eine von tausenden, war die von der Wahlmanipulation.

Er hat bei der Bewältigung der größten Krise seiner Amtszeit – der Corona-Pandemie – jämmerlich versagt:

  • durch Leugnung der Pandemie und der mit ihr verbundenen Gefahren für die Gesundheit und das Leben der Amerikaner
  • durch Zuweisung der Schuld an andere (China, WHO)
  • durch weitgehende Unterlassung von in seiner Verantwortung liegenden Handlungen zur Eindämmung der Pandemie

Er hat durch seine aggressive Rhetorik zu Straftaten aufgerufen – ein Ergebnis dessen war der unsägliche Sturm auf das Capitol am 06. Januar dieses Jahres, bei dem die von ihm selbst angestifteten Rowdys unbeherrscht wüteten, Schäden verursachten, die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter verängstigten – schlichtweg die Demokratie angriffen.

Er hat zu keinem Zeitpunkt bei Konflikten versöhnliche Worte gefunden, sondern das Feuer mit seiner Rhetorik immer weiter angefacht.

Er hat nach der Wahl versucht, verantwortliche Mitarbeiter der Wahlkommissionen massiv unter Druck zu setzen – zu manipulieren, was ihm offenbar jedoch nicht gelungen ist.

Er hat zu keinem Zeitpunkt seine eigene Wahlniederlage oder den Wahlsieg Joe Bidens eingestanden, oder Biden Glück bei der Amtsausführung gewünscht.

Glücklicherweise ist die Amtseinführung Joe Bidens heute ohne späte Störmanöver der Anhänger Trumps abgelaufen. Aber die Tatsache, dass Trump demonstrativ abwesend war, sagt sehr viel über den Charakter Trumps.

Trump hat einen großen Scherbenhaufen hinterlassen. Joe Biden hat sehr viel zu tun, die Scherben zusammen zu kehren, das Land wieder zu einen und die internationale Isolation der USA zu überwinden. Das wird alles andere als leicht für ihn. Bidens Nachteil ist sein Alter: Er ist heute 78 Jahre alt. Aber er macht einen für sein Alter sehr fitten Eindruck. Das gibt mir die Hoffnung, dass er den neuen Anforderungen an ihn gewachsen ist.

Ich jedenfalls wünsche Joe Biden ein gutes Händchen, Intelligenz, Gerechtigkeit, Gesundheit und auch das notwendige Quentchen Glück bei seiner Amtsführung.

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