Kurzausflug nach Bernau

27.12.2021

Heute hatte ich eine kurze Stadtbesichtigung über ca. 2 Stunden in Bernau bei Berlin gemacht. Es war schon ein bisschen frostig, und der Himmel war bedeckt. Bei der Farbe der Fotos habe ich durch Kontrastverstärkung im Rohdaten-Format etwas nachgeholfen, sonst wären die Fotos alle ziemlich flau gewesen.

1Bahnhof Bernau, hier bin ich mit der RB24 angekommen (nur 24 Minuten Fahrzeit von Ostkreuz)
2-3Denkmal für die Opfer des Faschismus von 1947
4-5Herz-Jesu-Kirche (katholisch), diese Kirche fällt sofort auf, wenn man aus Eberswalde mit der Bahn in Bernau ankommt.
6Steintor, vom Wilhelm-Külz-Park aus gesehen
7Steintor (rechts) mit Hungerturm (links)
8Fachwerkhaus in der Brüderstraße 14
9Fachwerkhaus in der Louis-Braille-Straße 1
10Fachwerkhaus in der Brauerstraße 9
11-12Adler-Apotheke
13St.-Marien-Kirche
14Mühlentor, mit der St.-Marien-Kirche im Hintergrund
15Kriegerdenkmal, macht auf mich einen ziemlich deutschtümeligen Eindruck
16Deserteur-Denkmal
17Bodenplatte des Deserteur-Denkmals
18Pulverturm
19Blick entlang der Stadtmauer zum Pulverturm
20Kleiner Leckerbissen für Herrn Amsel 🙂
21Altes Rathaus
22Dieser kleine Teich an der Außenseite der Stadtmauer ist zugefroren.

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János Kóbor „Mecki“ gestorben

Heute habe ich erfahren, dass János Kóbor gestern an einer schweren Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Es erfüllt mich mit großer Trauer. Er wurde 78 Jahre alt.

Mecki war einer der Gründer der legendären ungarischen Rock-Band „OMEGA“, die fast 60 Jahre lang aktiv war und im Ostblock unglaubliches zur Entwicklung der Rock-Musik-Szene beigetragen hat, und ihr Sänger.

Ich bin zu einem erheblichen Teil mit der Musik von OMEGA groß geworden, und ich höre OMEGA auch heute noch sehr gerne. Titel, wie

  • „Ismertem egy lányt“ („Ich kannte ein Mädchen“, „Once i knew a girl“),
  • „Nem tilthatom meg“ („Ich kann nicht verbieten“, „There is nothing i can do“),
  • „Varázslatos, fehér kő“ („Magischer weißer Stein“),
  • „Nem tudom a neved“ („Ich kenne Deinen Namen nicht“),
  • „Időrabló“ („Zeiträuber“, „Timerobber“),
  • „Léna“ („Russian Winter“),
  • „Csillagok útján“ („Sternenweg“, „High on the starway“),
  • „Gammapolis I“,
  • die Parodie „Arcnélküli ember“ („Gesichtsloser Mann“, „Man without a face“),
  • „Életfogytig Rock’n Roll“ („Lebenslänglich Rock’n Roll“),
  • „Babylon“ („The Tower of Babel“),
  • „Fekete pillangó“ („Schwarzer Schmetterling“),
  • „Miss World“,
  • „Meghivás“ („Einladung“)
  • und viele andere werde ich wohl immer in Erinnerung behalten und immer wieder hören.

    Sein Versprechen von 1980, „Életfogytig Rock’n Roll“ („Lebenslänglich Rock’n Roll“) zu machen, hat Mecki eingelöst. Das letzte OMEGA-Album wurde 2020 unter dem Titel „Testamentum“ veröffentlicht.

    Ein Geheimnis hat Mecki mit ins Grab genommen: Weshalb glaubte er, dass der Kelch der schweren Covid-19-Erkrankung ungeschützt ausgerechnet an ihm vorübergehen wird ? Er kann es uns nicht mehr sagen. Er war ungeimpft.

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    Ausflug zu den Fischteichen Blumberger Mühle

    Am 02.07.2021 habe ich einen Ausflug zu den Fischteichen Blumberger Mühle bei Angermünde (Brandenburg) gemacht. Die dabei gemachten Fotos will ich hier nun vorstellen.

    Am Nordufer des Wolletzsees beobachtete ich zwei Libellen bei der Paarung. Ich denke, dass das der Große Blaupfeil war.

    Zwischen Wolletz und Altkünkendorf hatte ich auch einen Schwarzspecht gesehen. Doch diese sind sehr scheu, und ich entdeckte ihn erst, als er bei meiner Annäherung flüchtete. Jo, so ist das oft bei Vogelarten, die ziemlich scheu sind …

     

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    Fußball-Europameisterschaft: Aus im Achtelfinale

    Das war es. Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und ein Sieg sind einfach zu wenig, wenn man in der europäischen Fußball-Spitze mitmischen will. Gegen England kam nun das Aus nach einer insgesamt eher mäßigen Leistung der DFB-Elf. Dabei waren die Engländer keineswegs unschlagbar. Nur sehr selten kamen sie zu Torgelegenheiten, zwei davon aber nutzten Sie resolut, aber eben auch erst in der Schlussphase des Spiels.

    Thomas Müller hatte die Riesen-Chance zum Ausgleich, als Sterling patzte und Havertz ihn mustergültig bediente. Frei vor dem englischen Keeper Pickfort schoss er knapp am Tor vorbei. Das war wenige Minuten vor dem Spielende. Da war mir klar, dass das das Ende ist, denn eine solche Chance bekommt man nicht zweimal.

    Unter dem Strich hat die DFB-Elf nur ein weitgehend überzeugendes Spiel geliefert, das 4:2 gegen Portugal. Dabei half ihr allerdings das Selbsttorungeschick der Portugiesen (zwei Eigentore).

    Nun ist die Ära von Joachim Löw zu Ende. Dabei hatte eigentlich die Weltmeisterschaft 2018 in Russland das Ende seiner Ära deutlich angezeigt. Für mich war damals unverständlich, weshalb er danach nicht zurück trat.

    Nun drück ich Hans-Dieter Flick die Daumen, dass er die DFB-Elf, was die Spielanlage betrifft, deutlich modernisieren kann und vielleicht wieder zur Weltspitze zurück führen kann.

    Ergänzung um 22:27:

    Ich sehe gerade das andere Achtelfinale von heute: Schweden gegen die Ukraine. Beide Mannschaften zeigen ein völlig anderes Spielniveau als ich im Spiel England gegen Deutschland gesehen habe. Dass es zur Zeit nur 1:1 steht, liegt auch wesentlich am Pfosten-/Lattenpech beider Mannschaften. Das Spiel zeigt, wie weit die DFB-Elf derzeit von der europäischen Spitze entfernt ist.

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    Tagesausflug in das Havelmündungsgebiet in der Prignitz

    27.06.2021

    Am 25.06.2021 habe ich einen Tagesausflug in das Havelmündungsgebiet in der Prignitz mit dem Rad gemacht.

    Ich startete in Wittenberge, fuhr zunächst auf dem Elbdeich bis Hinzdorf, dann auf der Straße über Bälow bis nach Rühstädt. Hinter Rühstädt ging es wieder auf dem Elbedeich weiter bis zum Gnevsdorfer Wehr, wo ich auf die lang gezogene Insel zwischen Elbe und Gnevsdorfer Vorfluter wechselte. Dieser Inselweg ist als „Alternativroute“ für den Elbe-Radweg ausgewiesen und aus meiner Sicht attraktiver als der andere Radweg auf der Landseite an Abbendorf vorbei.

    Weiter ging es über das Havelwehr bei Quitzöbel, hinter welchem die Havel in die Elbe mündet. Auch dieses Gebiet ist eine Insel, zwischen Havel und Elbe gelegen. Schließlich kam ich nach Havelberg, wo ich mal wieder den von mir so geliebten Dohlen am Dom einen Besuch abstattete. 🙂

    Von Havelberg fuhr ich dann nach Breddin, wo die Tour endete. Insgesamt waren es ca. 65 km.

     

    Wittenberge bis Rühstädt

    Eigentlich wollte ich im Storchendorf Rühstädt Mittag essen, doch alle drei Restaurants am Ort waren in der Zeit von 12:00 bis 12:30 geschlossen. Das hat mich maßlos enttäuscht. Der Ort wirbt mit „Storchendorf“ um Touristen und kriegt es nicht auf die Reihe, während der Hauptsaison die Touristen auch zu versorgen. Das zeigt mir, dass der Gastwirtschaft die Besucher scheiß-egal sind. Das werde ich mir merken und in diesem Ort nie mehr ein Restaurant betreten.

    So musste ich dann meine mitgebrachten Stullen essen, was ich dann auf einer Bank auf dem Deich in Gnevsdorf tat.

     

    Rühstädt bis Gnevsdorf

    Bei Gnevsdorf mündet der Gnevsdorfer Vorfluter in die Elbe. Nur wenige Hundert Meter weiter ist das Gnevsdorfer Wehr.

    Bei dem Foto vom Mäusebussard, der nur wenige Meter von der Deichkrone entfernt auf einer Elbe-Kilometertafel saß, wendete ich die in solchen Fällen erfolgversprechendste Taktik an: Zunächst fuhr ich an ihm vorbei, ohne mir anmerken zu lassen, dass ich ihn entdeckt hatte. Erst mehr als 50 m weiter hielt ich an, um ihn zu fotografieren. So vermied ich seine Flucht.

    In Gnevsdorf machte ich dann eine Ess- und Trinkpause, ehe ich dann über das Gnevsdorfer Wehr weiter fuhr.

     

    Gnevsdorf bis zum Quitzöbler Wehr

    Auf dem Elbe-Vorland zwischen Elbe und Gnevsdorfer Vorfluter ist der Asphaltweg ebenfalls gut befahrbar. Dort hat man auf einer Seite den Blick auf die Elbe und auf der anderen Seite den Blick auf den Gnevsdorfer Vorfluter.

     

    Quitzöbler Wehr bis Havelberg

    Hier geht es zwischen Havel und Elbe entlang. Hier gab es besonders viele Graugänse.

    An einer Stelle habe ich einige Fotos von einer Graugans im Flug gemacht, die ich zu einer eigenen Serie zusammengefügt habe.

     

    Dohlen in Havelberg

    In Havelberg habe ich dann erst einmal das in Rühstädt versäumte Mittagessen nachgeholt, dabei war es schon fortgeschrittener Nachmittag. Danach besuchte ich am Dom meine Lieblingsdohlen 😉 , die immer so schön aufgeregt sind. Ich hatte schon einmal hierüber geschrieben, in meinem Beitrag „Der Dom Sankt Marien zu Havelberg und seine kessen Dohlen„. Auch heute waren sie wieder sehr lebhaft, riefen laut, wobei jede die andere zu übertönen versuchte, und tobten herum 🙂 . Dohlen sind Koloniebrüter und ausgesprochen lebhafte und gesellige Vögel. Mit Schmunzeln sage ich immer über die Dohlen:

    „Die Möchtegern-Krähen – sie möchten gerne Krähen sein, sind dafür aber viel zu klein“ 😉

    Na jedenfalls habe ich mich mal wieder köstlich amüsiert 🙂

    Auf dem Weg von Havelberg nach Breddin, der sich ganz schön lang hinzieht, habe ich dann noch im Stadtgebiet von Havelberg eine Türkentaube aufgenommen.

     

    Vogelstimmen

    Schließlich habe ich noch ein paar Tonaufnahmen von Vogelstimmen gemacht.

     

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    Schwarze Adler – ein engagierter Dokumentarfilm gegen Rassenhass

    Unter dem Titel „Schwarze Adler“ hat das ZDF kürzlich einen Dokumentarfilm von Torsten Körner gesendet, welcher sich mit dem Rassismus im deutschen Fußball – Amateur- und Profifußball – beschäftigt. Dieser Film ist in der ZDF-Mediathek noch bis zum 17.07.2021 ansehbar.

    Verschiedene Akteurinnen und Akteure, wie z. B. Beverly Ranger, Steffi Jones, Shary Reeves, Erwin Kostedde, Jimmy Hartwig, Guy Acolatse, Otto Addo, Ojokojo Torunarigha, Jordan Torunarigha, Jean-Manuel Mbom, Rigobert Gruber, Patrick Owomoyela, Anthony Baffoe, Gerald Asamoah und viele andere mehr kommen in dem Film zu Wort. Sie berichten von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Rassismus in Deutschland, in ihrem Lebensumfeld, auf dem Fußballplatz, in den Massenmedien, in der Werbung usw.

    Einige Beispiele:

    Erwin Kostedde: Vor einem Länderspiel im Londoner Wembley-Stadion wurde er, im Mannschaftsbus der DFB-Auswahl sitzend, von deutschen „Fans“ wegen seiner Hautfarbe gemobbt.

    Gerald Asamoah: Beim sogenannten Sommermärchen, der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, hatte die DFB-Auswahl wegen ihres Auftretens und ihrer Spielweise viele Sympathien erworben. Gerald Asamoah war einer von ihnen, auch er wurde nach der WM am Brandenburger Tor wie alle anderen DFB-Kicker gefeiert. Nur wenige Wochen später, am 09.09.2006, wurde er beim DFB-Pokalspiel beim FC Hansa Rostock II durch einen Teil der Rostocker „Fans“ durch fortwährendes Affengebrüll gemobbt. Der Schiedsrichter sah keinen Grund zum Eingreifen (Spielunterbrechung). Später wurde Asamoah beim Ende seiner Karriere beim FC Schalke 04 als Held gefeiert.

    Gerald Asamoah und Otto Addo: Bei einem Bundesligaspiel von Hannover 96, wo beide damals spielten, im Stadion der Freundschaft bei Energie Cottbus, wurden beide von einem Teil der Cottbusser Zuschauer mit Parolen wie „Haut die Neger raus“ und Bananenwürfen rassistisch beleidigt. Selbst Kinder, von ihren Eltern „wohlerzogen“, beteiligten sich daran. Der Schiedsrichter (Spielunterbrechung) griff nicht ein.

    Shary Reeves: Während eines Spiels wurde sie fortlaufend mit Äußerungen wie „Du schwarze Sau“ und „Souleyman Sané“ von ihrer Gegenspielerin gemobbt. Als sich Reeves deswegen an den Schiedsrichter wandte, behauptete dieser, dass das nicht stimme und stellte sie vom Platz.

    Vor der Fußball-WM 2006: Die NPD startete eine Kampagne für eine „Nationalmannschft ohne Migrationshintergrund“ und veröffentlichte hierzu einen Flyer unter dem Titel „Weiß – nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft“. Der ebenfalls davon betroffene Patrick Owomoyela berichtet in dem Film davon und davon, was er in dieser Situation fühlte.

    Anthony Baffoe:

    • „Sport im Westen“ (WDR); Fernsehmoderator: „… Sie sehen ein bisschen dunkler aus als andere Leute, das liegt sicher nicht an unserem schönen Wetter hier. Wo sind Sie geboren, Anthony ?“
    • Anthony Baffoe: „Ich bin hier in Bad Godesberg geboren, aber meine Eltern, die kommen aus Ghana.“
    • Eigentlich ist damit die Frage nach der Herkunft beantwortet, wobei die Einleitung der Frage dummdreist rassistisch war.
    • Fernsehmoderator: „Aja, und wieso sind sie dann gerade hier in Bonn geboren?“ Aja, Herr Moderator…

    Jordan Torunarigha: Er hatte als Kind schon erlebt, wie er, sein damals beim Chemnitzer FC spielender Vater Ojokojo und seine Familie in Chemnitz fast täglich den Rassismus hautnah verspürte, bishin zu Gewaltandrohung mit einem Messer. Beim DFB-Pokal-Achtelfinale Schalke – Hertha am 04.02.2020 wurde Torunarigha von einem Teil der Schalker „Fans“ längere Zeit mit Affengebrüll begleitet – was für ein Widerspruch zu der Heldenkrönung Asamoahs wenige Jahre zuvor auf Schalke. Nach einem Foul des Schalkers Mascarell gegen Torunarigha an der Seitenlinie und dem nicht gegebenen Freistoß verlor Torunarigha leider die Contenance, griff eine Getränkekiste und warf sie wutschnaubend zu Boden. Hierfür sah er Gelb-Rot. Auf die Idee, das Spiel wegen der fortwährenden Beleidungen Torunarighas durch die Zuschauer zu unterbrechen, kam der Schiedsrichter Harm Osmars nicht. Unfähigkeit ? Nicht der Situation gewachsen ? Oder eigener Rassismus ?

    Beverly Ranger: In der ARD-Sportschau wird sie für das Tor des Monats Juni 1975 geehrt. Die Einführung in den Beitrag begann der Sportschau-Moderator mit „Schön und kaffeebraun sind alle Frauen aus Kingston-Town“

    Jérôme Boateng: Als National-Spieler hatte Boateng sich etliche Lorbeeren verdient. Bei der WM 2014 galt er als Weltklasse-Verteidiger, und zweimal hat er bei Länderspielen den portugisischen Weltklasse-Stürmer Cristiano Ronaldo so gut verteidigt, dass der überhaupt nicht zum Zuge kam. Im Mai 2016 hat Alexander Gauland, Zweiter Vorsitzender der AfD, sich über Boateng bei der FAZ wie folgt geäußert: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Gauland hat zwar kein Unwort in den Mund genommen, doch die Botschaft ist klar: Boateng gehört nicht nach Deutschland. Und es war eine ganz besonders hintervotzige geschmeidige Beleidigung. Allerdings haben eine ganze Menge Deutscher hierüber ihre Empörung zum Ausdruck gebracht – das ist das Positive daran.

    Werbung für ein Waschmittel „Blanco 73“: Vor der Wäsche sieht man in der Waschtrommel ein schwarzes Gesicht, danach ein weißes.

    Was macht das mit den Menschen ?

    Häufig erlebtes rassistisches Mobbing geht an niemandem, der davon betroffen ist, spurlos vorüber. Die häufigen Kränkungen hinterlassen Spuren, die allerdings, je nach Persönlichkeit, unterschiedlich ausfallen. Jimmy Hartwig z. B. hat bei einem Spiel in München die Mobber bei ihren Sprechchören dirigiert, die Mobber also verarscht. Auch Anthony Baffoe ist sehr offen damit umgegangen und hat sich nicht so leicht unterkriegen lassen. Aber was sich bei ihnen tief im Inneren abspielt, wissen wir nicht. Jordan Torunarigha hat als Ergebnis seines jahrelang erlebten Rassenhass in jener genannten Szene auf Schalke leider die Contenance verloren. Doch wer will es ihm verübeln ?

    Aktionen gegen den Rassismus im Fußball:

    Es gibt eine ganze Reihe von Aktionen gegen den Rassismus im Fußball und im Sport. Eine will ich hier besonders herausstellen, weil sie von den Betroffenen selbst initiiert worden ist.

    „Helft uns! Wir wollen kein Freiwild sein“ – unter diesem Titel veröffentlichten im Mai 1991 die Spieler Souleyman Sané, Anthony Yeboah und Anthony Buffoe einen offenen Brief in der Bild-Zeitung, in dem sie zum Kampf gegen den Rassismus aufriefen. Siehe hierzu auch Bachelor-Arbeit von Alexander Zimmermann (2014).

    Anderer Hass in unserer Gesellschaft:

    Neben dem Rassismus gibt es eine ganze Reihe weiterer Formen des Hasses in unserer Gesellschaft:

    • Antisemitismus und Antiislamismus (ich nenne beide bewusst zusammen, weil ein Teil dessen jeweils auch auf der anderen Seite vorkommt)
    • allgemeiner Fremdenhass
    • Homophobie und Hass gegen Menschen des dritten Geschlechts
    • Hass gegen Alte und Kranke
    • Hass gegen Leute, die sich – zum Teil in ihrer Freizeit – engagieren, dazu gehören z. B. auch die Fußball-Schiedsrichter

    Der Hass ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Es ist eine Minderheit, die hasst. Aber es sind so viele, dass man sie nicht ignorieren kann. Über die Verbreitung des Rassenhass lässt sich einiges aus der Zahl der Wählerstimmen für ultra-rechte Parteien, wie NPD, AfD usw. ablesen.

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    April-Wetter im Mai – auch zu Pfingsten sehr durchwachsenes Wetter

    Über das Pfingst-Wochenende gab es in Berlin nur einen Tag mit recht gutem Wetter, der Pfingstmontag. Kein Regen, vormittags sogar längerer Sonnenschein und Tempereatur am frühen Nachmittag so um die 20°C. Alle anderen Tage warteten immer wieder mit z. T. heftigen Regenschauern und Temperaturen nur um die 15°C auf. Am Sonntag war es zudem stark windig.

    Vorhin gab es sogar einen Schauer mit Hagel, so ca. 1 cm Korngröße, und Gewitter. Brrrrrrrr 🙁

    Gestern, am Pfingstmontag, war ich mit dem Rad in Berlin unterwegs, um zu fotografieren. Es hat schon Tage mit besserer Ausbeute gegeben, aber naja.

    Ich war zuerst im Landschaftspark Johannisthal-Adlershof; das ist das ehemalige Gelände des Flugplatz Johannisthal; dann im Landschaftspark Rudow-Altglienicke und zum Schluss im Volkspark Wuhlheide, nahe des Modellparks.

    Und zum Schluss habe ich mir – vorher ungeplant – am Rummelsburger Ufer eine Crêpes mit Mozarella und Tomaten genehmigt, die gibt es dort am Alice-und Hella-Hirsch-Ring (was für ein Straßennahme !). Hat übrigens sehr gut geschmeckt 🙂

     

    Landschaftspark Johannisthal-Adlershof

     

    Landschaftspark Rudow-Altglienicke

     

    Wuhlheide

     

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    Kleiner Radausflug im Osten Berlins

    Am 19.04.2021 habe ich einen kleinen Radausflug im Osten Berlins gemacht, beginnend am S-Bahnhof Wilhelmshagen bis zu mir nach Hause im Laskerkiez.

    Wegen der Corona-Pandemie und den aktuell sehr hohen Infektionszahlen vermeide ich nach wie vor die Benutzung von Regionalzügen und benutze nur in Berlin S- und U-Bahn, da diese Fahrten meist nur bis ca. 20 min dauern und an allen Bahnhöfen alle Türen ferngesteuert geöffnet werden.

    Die Tour führte mich von Wilhelmshagen über Hessenwinkel vorbei an Müggelheim, entlang des Müggelsee-Südufers, durch Alt-Köpenick, an der Alten Försterei vorbei, durch den Freizeitpark (ehem. Pionierpark) Wuhlheide, entlang des Rummelsburger Ufers bis zu mir nach Hause. Es sind ca. 30 km.

    An diesem Tage war das Wetter recht schön nicht all zu kalt.

    Am Südufer des Müggelsees, in der Nähe von Rübezahl, hüpfte ein Buchfink ziemlich nahe an der Bank vorbei, auf der ich saß 🙂 Na klar, habe ich ihn fotografiert 🙂

    Fotos vom Südufer des Müggelsees:

    Fotos aus der Wuhlheide (nahe des Modellparks):

    Fotos vom Rummelsburger Ufer:

    In der Wuhlheide hatte ich einen Turmfalken beim Rütteln beobachtet. Meist wurde er sogleich von einer Nebelkrähe attackiert. Ja Nebelkrähen und Turmfalken werden wohl nie Freunde …

    Einmal jedoch gelang es mir, den Turmfalken im Rüttelflug zu filmen:

    Turmfalke im Rüttelflug, aufgenommen am 19.04.2021 in der Wuhlheide, Berlin

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    Frühling in Berlin

    Heute ist der 6. April 2021 und es ist Frühling in Berlin. Man sieht es am Wetter 🙁

    Kaum über 0°C, kräftig windig, oft wolkenverhangen und Graupel- und Schneeschauer. Gruselig !

    Und wie zum Hohn kommt ab und an mal die Sonne zum Vorschein und scheint uns auszulachen, während ich mir gerade den schmelzenden Schnee vom Gesicht wische …

    Gestern, am Ostermontag war es ähnlich, und überhaupt zu Ostern war es kalt, windig und teilweise nass.

    Vor Ostern hatten wir dagegen wirklich so etwas wie Frühlingswetter – knapp 20°C, nur leicht bewölkt, schwach windig – aber nicht mehr als eine schöne Erinnerung.

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    Ach, diese Teichrallen ;-)

    Am 31.03.2021 war ich mal wieder entlang der Wuhle in Berlin unterwegs, zu Fuß vom S- und U-Bahnhof Wuhletal bis zum S-Bahnhof Köpenick. Angesichts des Niederschlagsdefizits führte die Wuhle nur wenig Wasser, das nur leicht dahin plätscherte und ein wenig trüb aussah. Dementsprechend waren auch kaum Wasservögel zu sehen, außer ein paar Stockenten und – das hat mich überrascht – vor allem zwischen Wuhlebecken und der Straße Am Bahndamm in Köpenick eine ganze Menge Teichrallen. Am Wuhlebecken hatte ich dann noch flüchtig einen Graureiher gesehen.

    Der Weg an der Wuhle entlang ist immer wieder ein interessantes Ausflugsziel für ein paar Stunden, und schnell zu erreichen.

    Am Wuhlebecken ging es richtig zur Sache: Gleich vier Teichrallen – offenbar alles Männchen – litten angesichts der anstehenden Paarungszeit offenbar unter Testosteronüberschuss und beharkten sich gegenseitig … In dem unten eingefügten Video, das ich bei Youtube hochgeladen habe, ist eine kleine Sequenz davon zu sehen.

    Obwohl ja noch kein frisches Laub an den Bäumen war, habe ich nur relativ wenige Singvögel gesehen, von den allgegenwärtigen Haussperlingen und Nebelkrähen einmal abgesehen. Immerhin – die ersten Weidenlaubsänger (Zilpzalp) habe ich gehört.

    Ein paar Teichrallen messen ihre Kräfte, aufgenommen am 31.03.2021 an der Wuhle nahe des Wuhlebeckens

    Und hier noch ein paar Tonaufnahmen:

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