Jürgen Klinsmann neuer Hertha-Trainer

Ante Covic, der bei Hertha BSC erst vor Beginn der aktuellen Saison das Amt des Cheftrainers übernahm, ist heute beurlaubt worden. An seine Stelle tritt jetzt – zunächst bis Saisonende – Jürgen Klinsmann. Die Beurlaubung von Covic war eine logische Konsequenz seiner bisherigen Erfolgsbilanz (11 Punkte aus 12 Bundesligaspielen) und vor allem nach dem erbärmlichen Auftrtitt der Mannschaft beim 0:4 am letzten Sonnabend in Augsburg.

Doch mit dem Scheitern von Ante Covic ist auch Manager Michael Preetz gescheitert. Während seiner Amtszeit durchlebte die Mannschaft von Hertha BSC mit den beiden Abstiegen aus der Bundesliga 2010 und 2012, schon zwei weitere heftige sportliche Krisen. Erst in den letzten Jahren – mit Pal Dardei als Trainer – hatte sich der Verein etwas stabilisiert, kam jedoch über das „Graue-Maus-Image“ nie hinaus. Die anvisierten Ziele von Preetz – Etablierung in den europäischen Cup-Wettbewerben – hat der Verein nie erreicht.

Jürgen Klinsmann übernimmt eine keineswegs leichte Aufgabe. Aber er hat sich einen ganzen Stab von Mitstreitern mitgebracht, u. a. Andreas Köpke und Arne Friedrich. Jetzt geht es erst einmal darum, der Mannschaft wieder Leben einzuhauchen, sie zu motivieren, damit sie endlich das spielerische Potential, das sie hat, auch abrufen kann. Klinsmann hatte sich ja als Teamchef der DFB-Auswahl bei der WM 2006 den Ruf eines hervorragenden Motivators erarbeitet. Ich wünsche ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe und auch das nötige Quäntchen Glück, verbunden mit der Erwartung, dass sich Hertha BSC zunächst erst einmal wieder im Mittelfeld der Bundesliga etabliert.

Ante Covic wünsche ich, dass er bald wieder einen guten Job als Trainer – egal ob als Nachwuchstrainer bei Hertha oder als Cheftrainer in einem anderen Verein – bekommt.

HaHoHe

Artikel auf www.kicker.de: „Klinsmann holt Arne Friedrich und Andreas Köpke“

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Eine Woche Kummerower See

Vom 17.08. bis 24.08.2019 habe ich eine Woche Urlaub in Verchen gemacht. Verchen liegt am nordöstlichen Ende des Kummerower Sees, dort, wo die Peene aus dem Kummerower See ausfließt.

Wie immer war ich natürlich viel mit der Kamera unterwegs, um Vögel zu fotografieren 🙂 Eine neue Art habe ich nicht kennen gelernt, aber mit der Bekassine und der Moorente habe ich immerhin zwei Arten beobachten können, die ich äußerst selten sehe.

Ich war viel mit dem Rad unterwegs, habe aber auch eine ausgiebige Fußwanderung und einen Bootsausflug auf der Peene gemacht. Alle drei Varianten der Fortbewegung sind in der Gegend sehr attraktiv.

Das Wetter war anfangs durchwachsen, ab dem dritten Tag aber sehr schön und sehr warm. Die langanhaltende Trockenheit in diesem Sommer hat jedoch dazu geführt, dass die Große Rosin, eine Polderfläche linksseitig der Peene, zu großen Teilen trocken gefallen war und nur noch wenig Wasser vorhanden war. Das führte dazu, dass ich dort lange nicht die Artenvielfalt vorfand, wie im vergangenen Jahr, als ich dort an einem Tag war. Aber statt der Taucher habe ich eben Bekassinen und Kiebitze angetroffen. Beide wühlten im trocken gefallenen Polderboden nach Nahrung.

17.08.2019

18.08.2019

Das interessanteste an diesem Tage war die Entdeckung von in Deutschland seltenen Moorenten. Aber auch der Kaisermantel war sehr schön 🙂

Sowohl für die Moorenten als auch für den Kaisermantel habe ich eine ganze Weile recherchieren müssen, um sie zu identifizieren.

19.08.2019

An diesem Tage bin ich mit dem Rad einmal komplett um den Kummerower See gefahren. Am Morgen hatte ich noch einen ca. 8 cm langen, geflügelten Besucher bei mir in der Unterkunft entdeckt 😉 Am Abend war er allerdings weg, er hatte offenbar den Weg hinaus durch das offene Fenster selbst gefunden.

20.08.2019

An diesem Tage war ich in Demmin und ohne Kamera, weshalb es nur wenige Fotos vom Abend am Ufer des Kummerower Sees gibt.

21.08.2019

An diesem Tage habe ich eine Fußwanderung am Ostufer des Kummerower Sees von Verchen bis zum Campingplatz Sommersdorf und zurück gemacht.

22.08.2019

An diesem Tage war ich mit einem Motorboot auf der Peene (von Verchen bis kurz vor Demmin und zurück) und noch ein kurzes Stück auf dem Kummerower See unterwegs. Die Fotoausbeute war eher mager, ich hatte mir mehr erhofft.

23.08.2019

An diesem Tage war ich nur noch in der Großen Rosin unterwegs. Ich hatte diesmal die einzige Lappentauchersichtung – ein Zwergtaucher. Desweiteren habe ich an diesem Tage ungewöhnlich viele Seeadler gesehen – allein auf einem Baum saßen vier von Ihnen.

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Ein Schwarzstorch gab sich die Ehre …

… mich zu erfreuen, als ich gestern wieder einmal mit dem Rad im Unteren Odertal unterwegs war, Er war gestern ohne jeden Zweifel das ornithologische Highlight. Schwarzstörche sind wesentlich seltener als Weißstörche und zudem extrem scheu. Ich sah ihn rechts von mir auf einem toten Baum sitzen, als ich mit dem Rad auf dem Oderdeich (nahe Stolzenhagen) in Richtung Schwedt fuhr. Ich wandte die erfolgversprechendste Taktik an: Zunächst erst einmal tat ich so, ihn nicht gesehen zu haben und fuhr so ca. 60 bis 70 m weiter, ehe ich anhielt und die Kamera griff. Er war noch da 🙂 . Hätte ich sofort angehalten, wäre er mit Sicherheit sofort geflüchtet.

Aber auch Weißstörche haben mich gestern erfreut, vor allem die vier, die ich in Altglietzen (am Nordrand des Oderbruchs) beobachtet habe. Sie kreisten um einen Storchenhorst, und jeder versuchte den Horst zu erobern. Wer drauf saß, reckte den Schnabel in die Höhe und klapperte nach Storchenart. Aber nur wenige Sekunden später saß schon wieder ein anderer drauf. Und so ging es die ganze Zeit.

Ich bin gestern in Eberswalde gestartet, folgte dem Finow-Kanal bis Niederfinow, unterfuhr die Brücke des Oder-Havel-Kanals am Schiffshebewerk und fuhr über Liepe, Bralitz, Schiffmühle, Hohenwutzen, Hohensaaten, weiter auf dem Oderdeich bis Schwedt.

Das Wetter war recht angenehm, wechselnd bewölkt, mäßig windig und warm, aber nicht ganz so heiß.

Die lang anhaltende Trockenheit im Frühjahr und im Sommer führte zu niedrigem Wasserpegel auf der Oder und zum weitgehenden Austrocknen der Poldergewässer. Nur von einigen Gewässern blieben noch kleine Teiche mit niedrigem Wasserstand zurück. Die Seerosen dort hatten mit dem Wassermangel echt zu kämpfen. Auf einem meiner Fotos sieht man, wie sich die Seerosenblätter hoch gestellt haben – das ist nicht die normale Blattlage.

Allerdings, der Regen in den letzten zwei bis drei Wochen hat dazu geführt, dass die Polder nicht komplett gelb-braun waren, auf großen Teilen der Polder spross frisches Grün.

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Rassismus ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt

Der rassistische Spruch von Clemens Tönnies, Aufsichtsrats-Chef des FC SChalke 04, und die Reaktion des so genannten Ehrenrats des FC Schalke 04 darauf führt uns mal wieder deutlich vor Augen, wie tief verwurzelt der Rassismus in unserer Gesellschaft ist.

Tönnies äußerte sich beim Tag des Handwerks in Paderborn am 01.08.2019 in Zusammenhang mit Diskussionen zum Klimawandel wie folgt (Zitat):

„Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“;

auf Umgangs-Deutsch übersetzt: „Die können ja sowieso nichts anderes als ficken“.

Der Ehrenrat des FC SChalke 04 beschäftigte sich gestern mit dem Fall und wies die Rassismus-Vorwürfe gegen Tönnies zurück. Er folgte Tönnies‘ eigenem Vorschlag, das Amt des Aufsichtsrats-Vorsitzenden für drei Monate ruhen zu lassen. Angesichts der Schwere von Tönnies‘ verbaler Entgleisung eine Lächerlichkeit. Aber das (finanzielle) Abhängigkeitsverhältnis des Bundesliga-Vereins von Tönnies‘ Millionen lässt auch dieser Ehrenrat die kleinste Spur von Menschenwürde außer Acht lassen.

Tönnies‘ Äußerung übertrifft noch jene rassistische Äußerung Alexander Gaulands vom Mai 2016 über Jerome Boateng bei weitem.

Aber dieser verbale Rassismus ist keine Kleinigkeit, er bereitet den Boden für immer wieder kehrende Gewalttaten gegen Andersdenkende, Menschen mit ausländischen Wurzeln, Homosexuelle usw.

Der Rassismus ist allerdings beileibe kein rein deutsches Problem, in vielen Ländern Europas haben wir – mit Sorge – die Zunahme rassistischer Vorfälle beobachten können. Und im Weißen Haus sitzt jemand, der fast täglich irgendwelchen rassistischen Dreck von sich gibt.

Mir macht das große Sorgen um die Zukunft des Friedens und der Menschlichkeit.

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Blog auf gesicherte Verbindung umgestellt

Ich habe jetzt meinen Blog auf gesicherte Verbindung umgestellt („https://“). Das war ziemlich mühselig.

Das erste Problem war, dass die https-Unterstützung durch meinen Hoster eingerichtet werden musste. Es reichte nicht, das „Let’s encrypt“ Zertifikat selbst zu installieren und freizuschalten.

Das zweite Problem war, dass ich ausgerechnet das Tool zur SSL-Unterstützung im WordPress-Plugin „iThemes Security“ deaktivieren musste, damit es überhaupt funktioniert. Mit Aktivierung bildet sich eine Endlosschleife, infolge derer der Browser das Laden abbricht.

In diesem Zusammenhang habe ich auch mein uraltes Webprojekt „Omega und SBB„, welches ein reines html-Projekt ist, auf https umgestellt. Um die Weiterleitung auf https zu erzwingen, falls jemand diese Seite nur mit http aufruft, musste ich eine Datei .htaccess mit dem Code zur Weiterleitung anlegen.

Ein Problem, das dabei gelöst werden muss:
Man kann ja eine Web-Adresse mit oder ohne End-/ eingeben. Damit in beiden Fällen der Aufruf funktioniert, muss auch hierfür Code in der .htaccess eingetragen werden.

Zum Schluss habe ich noch meine SQL-Datenbank umgestellt, das heißt, alle http-Links durch https-Links ersetzt. Im WWW wird hierzu der Einsatz des WordPress-Plugins „Better Search Replace“ empfohlen. Auch ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Nach dem Umstellen der Datenbank leuchtete dann das Schloss in der URL-Zeile des Browsers endlich grün 🙂

Allerdings: Es kann sein, dass man fremde Webseiten verlinkt hat, die über https nicht aufrufbar sind. In diesem Falle muss man dann den Link wieder auf http zurückändern.

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Vogelführung im Landschaftspark Marienfelde

Heute Vormittag nahm ich an einer Vogelführung im Landschaftspark Marienfelde (Berlin) teil. Diese wurde von Herrn Kai Doberstein vom Naturwacht Berlin e. V. veranstaltet. Mit nur drei TeilnehmerInnen war das doch eine sehr kleine Gruppe.

Der Landsschaftspark Marienfelde bietet auf relativ kleiner Fläche eine recht interessante Vielfalt an Lebensräumen, so dass man dort mit ein bisschen Glück interessante Beobachtungen machen kann.

Wir sahen:

Elstern,

Teichrallen,

Goldammern,

Amseln,

Zilpzalpe,

Mäusebussarde,

einen Pirol,

Gartenrotschwanz,

Gartengrasmücke,

Kleiber,

Wildkaninchen,

Eichhörnchen

Außerdem waren zu hören:

Eichelhäher,

Kolkrabe,

Mönchsgrasmücke

und ??

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Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen und ihr Rang in der Presse

Es ist schon erstaunlich: Da hat die Fußballweltmeisterschaft der Frauen begonnen und in der Presse hat sie einen Stellenwert, kaum höher als die Regionalliga der Männer. Die besten Fußballerinnen der Welt treten gegeneinander an. Immerhin im Fernsehen genießt sie einen angemessenen Stellenwert.

In keiner von mir regelmäßig gelesenen Zeitung wurde ein vollständiger Spielplan als Plakat veröffentlicht mit der Möglichkeit zum Eintragen der Ergebnisse. Bei den Männer-Weltmeisterschaften ist das seit Jahrzehnten Gang und Gäbe.

Die Krönung:
Ruft man die Webpage des Kicker auf, so berichtet die Startseite an oberster Position über Spielertransfers der Fußball-Bundesliga der Männer. Das heißt, die zur Zeit pausierende Bundesliga genießt bei den Redakteuren des Kicker einen höheren Stellenwert als die aktuell laufende Fußball-WM der Frauen. Was für ein reaktionäres Ungleichstellungsgehabe der Machos in der Kicker-Redaktion. Nur weit unten auf der Startseite findet man eine kleine Übersicht zu aktuellen Ereignissen der Frauen-WM.

Screenshot des obersten Teils der Startseite von Kicker.de, aufgenommen am 10.06.2019 um 10:20 Uhr

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Himmelfahrtsausflug ins Oderbruch

Vorgestern. am Himmelfahrtstag, den 30.05.2019, habe ich mal wieder eine Radtour auf dem Neiße-Oder-Radweg von Kietz nach Schwedt, der im Wesentlichen auf oder entlang der Oderdeiche führt, gemacht. Diese Tour ist knapp 90 km lang. Ich hatte überwiegend leichten Rückenwind, was die Sache natürlich vereinfachte 🙂 Ansonsten war sehr schönes Wetter, überwiegend sonnig und spätestestens um ca. 11:00 Uhr wurde die Marke 20°C geknackt.
 
Kietz war bis 1945 ein westlich der Oder gelegener Ortsteil von Küstrin gewesen. Infolge des Potsdamer Abkommens von 1945, in welchem der Grenzverlauf zwischen Deutschland und Polen entlang der Oder definiert wurde, wurde Kietz von dem nun in Polen gelegenen Küstrin-Neustadt (polnisch: Kostrzyn) abgetrennt und gehört heute zur Gemeinde Küstriner Vorland.
 
Im April 1945 entstand hier einer der wichtigsten Brückenköpfe der Roten Armee in Vorbereitung der Schlacht um Berlin. Auf den Seelower Höhen, nur wenige Kilometer von Küstrin entfernt, fand eine der blutigsten Schlachten des 2. Weltkrieges auf deutschem Boden statt.
 
Heute herrscht hier seit 74 Jahren Frieden, und man kann nur hoffen, dass das immer so bleibt.
 
Gleich nach dem Aussteigen aus dem Zug hatte ich schon eine sehr interessante Beobachtung gemacht: noch in Kietz sonnte sich eine Ringelnatter auf dem Asphalt an der Einmündung der kaum befahrenen Zufahrtsstraße zum Bahnhof. Und sie ließ sich durch meine Annäherung zum Fotografieren nicht beeindrucken.
 
Ansonsten war es wie immer, wenn ich solche Ausflüge mache: Viele Vögel, die mir vor die Kamera kamen, fing ich mit dieser ein 🙂 Auch zwei Hasen und zwei Rehe hatte ich beobachten können.
 
Was den Bierkonsum anbelangt: Während der Tour war ich da ganz eisern. Erst, nachdem ich in Schwedt angekommen war, genehmigte ich mir zwei Himmelfahrts-Biere 🙂
 


 
An dieser Stelle fand ich die Ringelnatter: Fundort der Ringelnatter in Kietz
 
Immer wieder beeindruckend ist es, Höckerschwäne im Flug zu beobachten. Ihr langsamer, aber kräftiger Flügelschlag mit dem im Flügelschlagrhythmus singenden Luftgeräusch ist schon ein beeindruckendes Naturschauspiel 🙂
 

 

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Kleines Hausrotschwanz-Konzert

Heute, am späten Nachmittag, gab bei mir auf dem Hinterhof, auf einem Schornsteinkopf sitzend, ein Hausrotschwanz (Männchen) ein kleines Konzert 🙂

 

Klar, dass ich die Chance nutzte, ihn zu fotografieren und seinen Gesang zumindest kurzzeitig aufzunehmen.

 

 

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Foto-Vorschau mit der Windows-Fotoanzeige (Windows 10)

Aufgrund der vielen Fotos, die ich für meinen Blog erstelle, verwende ich sehr gerne die Windows-Fotoanzeige zur Vorauswahl der tatsächlich zu verwendenden Fotos. Diese ermöglicht, alle Fotodateien eines Ordners nacheinander anzuzeigen, von Foto zu Foto zu blättern und bei Bedarf auszusortierende Fotos direkt zu löschen. Auch das Drehen der Fotos in 90°-Schritten ermöglicht die Windows-Fotoanzeige.

Bei Windows Vista konnte man, wenn man eine Fotodatei im Explorer markiert hat, die Windows-Fotoanzeige über das Kontext-Menü „Vorschau“ öffnen.

Bei Windows 10 fehlt dieser Kontext-Menü-Eintrag. Warum die Windows-Macher das heraus genommen haben, bleibt deren Geheimnis. Nachvollziehbar ist das nicht.

 

Auch unter Windows 10 ist die Windows-Fotoanzeige verfügbar. Sie muss nur aktiviert werden. Hierzu sind zwei Schritte notwendig:

1. Schritt: Änderung der Windows-Registry (mit Administrator-Rechten)

2. Schritt: Auswahl der Windows-Fotoanzeige zum Öffnen des jeweiligen Dateityps (in jedem Benutzerkonto separat)

 

1. Schritt: Änderung der Windows-Registry (mit Administrator-Rechten)

Achtung: Für alles, was ich nachfolgend schreibe, übernehme ich keine Gewähr und keine Haftung, wenn bei der Änderung der Windows-Registry etwas schief geht.

Wie bei jeder Registry-Änderung sollte diese unbedingt vorher gesichert werden. Windows 10 bietet die hierfür erforderlichen Tools an. Falls beim Editieren der Registry etwas schief geht, kann man sie so wieder herstellen.

Zunächt ist der Registrierungseditor mit Adminitrator-Rechten aufzurufen.

  • Als Administrator unter Windows 10 anmelden
  • Erste Möglichkeit zum Aufrufen des Registrierungseditors: Über die Tasten [Windows] + [R] das „Ausführen“-Fenter öffnen und mit „regedit“ den Registrierungseditor von Windows öffnen

  • Zweite Möglichkeit zum Aufrufen des Registrierungseditors: In der „Suche“-Zeile links an der Taskleiste (rechts neben den „Windows“-Button) „regedit“ eingeben, Windows bieten dann das Öffnen des Registrierungseditors an.
  • In beiden Fällen die Sicherheitsabfrage der Benutzerkontensteuerung, ob Änderungen am Gerät zugelassen werden sollen, mit „Ja“ quittieren; der Registrierungseditor öffnet sich.
  • Achtung! Öffnet man den Registrierungseditor nur als Standard-Benutzer (ohne Administrator-Rechte), können keine Änderungen in der Registry vorgenommen werden! (Fehlermeldung: „Wert kann nicht erstellt werden. In die Registrierung kann nicht geschrieben werden.“)

  • In der linken Browserspalte des Registrierungseditors den Eintrag „HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows Photo Viewer\Capabilities\FileAssociations“ auswählen

  • In der rechten Spalte des Registrierungseditors können nun die fehlenden Einträge ergänzt werden. Im Mindesten empfiehlt es sich, je einen Eintrag für die Datei-Endung „jpg“, „jpeg“ und „png“ zu ergänzen. Wer will, kann auch noch weitere Einträge, z. B. für die Dateiendung „bmp“ vornehmen.
  • Zur Ergänzung eines Eintrages in der rechten Spalte mit Rechtsclick –> „Neu/Zeichenfolge“ erstellen und als Namen des Eintrages die gewünschte Datei-Endung mit Vorpunkt eingeben; z. B. „.jpg“

  • Durch Doppelclick auf den Namen des neu erstellten Eintrages wird das Bearbeitungsfenster „Zeichenfolge bearbeiten“ geöffnet, in das man als Wert „PhotoViewer.FileAssoc.Tiff“ einträgt.

  • Diese beiden Schritte für alle weiteren Datei-Endungen von Dateitypen, die man mit der Windows-Fotoanzeige anschauen will, wiederholen.
  • Nachdem man alle gewünschten Einträge ergänzt hat, ist der Registrierungseditor über Menü „Datei/Beenden“ zu schließen, die Änderungen werden dabei gespeichert.
  • Empfehlung: Registrierungseditor erneut öffnen und die neu erstellten Einträge noch einmal auf korrekte Syntax und Vollständigkeit prüfen.

Die so vorgenommene Änderung der Registry ist für alle angemeldeten Benutzer wirksam.

 

2. Schritt: Auswahl der Windows-Fotoanzeige zum Öffnen des jeweiligen Dateityps (in jedem Benutzerkonto separat)

  • Durch Rechtsclick auf eine Fotodatei (z. B. JPG-Datei) das Kontextmenü öffnen und unter „Öffnen mit/Andere App auswählen“ die jetzt angebotene „Windows-Fotoanzeige“ auswählen und bei „Immer diese App zum Öffnen von JPG-Dateien verwenden“ den Haken setzen.

  • Das selbe für weitere Fotodateien mit anderen Datei-Endungen („JPEG“; „PNG“; „BMP“ usw.) wiederholen.
  • Fortan wird bei Rechtsclick auf eine Datei mit einer solchen Dateiendung die „Vorschau“ zum Öffnen mit der „Windows-Fotoanzeige“ angeboten.
  • Diese Einstellungen sind an den angemeldeten Benutzer gebunden und müssen unter jedem Benutzer separat vorgenommen werden.

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