Beunruhigende Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland

Vor allem im August und im September haben wir in Deutschland wieder einen beunruhigenden Anstieg der Neuinfektionszahlen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 zu verzeichnen. Inzwischen wissen wir, dass bei schwerwiegenden Verläufen der durch dieses Virus ausgelösten Erkrankung COVID-19 weit mehr als nur die Atemwege schwer geschädigt werden können, eine Vielzahl von Körperorganen kann davon betroffen sein. Selbst, wer eine schwerwiegende Erkrankung überlebt, kann unter Umständen lebenslang schwerwiegende Gesundheitsprobleme davon tragen.

Ich habe heute mal wieder meine Zahlen mit den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (für Deutschland) und der Senatsgesundheitsverwaltung (für Berlin) abgeglichen und die wöchentlichen Zahlen der Neuinfektionen in den Säulendiagrammen dargestellt.

Entwicklung der Neuinfektionszahlen mit dem Corona-Virus in Deutschland
Entwicklung der Neuinfektionszahlen mit dem Corona-Virus in Berlin

Diese Grafiken zeigen deutlich: Seit August gibt es wieder einen systematischen Anstig der Neuinfektionszahlen.

In Deutschland gab es in der Kalenderwoche (KW) 38 wieder mehr als 12 000 Neuinfektionen, dreimal so viele, wie im Schnitt von der 21. bis zur 30. KW und ein Drittel des Höchstwertes in der 14. KW.

In Berlin hat die Zahl der Neuinfektionen in KW 38 sogar die Hälfte des Höchstwertes in der 13. KW überschritten.

Die Grafiken zeigen auch, dass die Mitte März eingeführten massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben ab Anfang April zu einem systematischen Rückgang der Neuinfektionszahlen geführt hat und somit erfolgreich und – entsprechend dem damaligen Kenntnisstand zum Corona-Virus – vollkommen gerechtfertigt war.

Dass es nun wieder zu massiven Anstigen der Neuinfektionszahlen kommt, liegt selbstverständlich an unserem Verhalten – am Verhalten der Bürger unseres Landes und teilweise auch an dem Verhalten unserer Gäste.

Ich kann daher keinerlei Verständnis dafür aufbringen, dass es eine Menge Leute gibt, die gegen die Corona-bedingten Einschränkungen protestieren, demonstrieren und dabei selbst die banalen Sicherheitsvorkehrungen wie Abstand und Schutzmaskentragepflicht ignorieren.

Und schlimmer noch: Ihnen haben sich Trittbrettfahrer aus dem braunen Milieu hinzugesellt.

Natürlich leben wir nicht unter einer Käseglocke. In all unseren Nachbarländern hat die Anzahl der Neuinfektionen in den letzten Wochen ebenfalls deutlich zugenommen, in Tschechien ganz besonders dramatisch. Die Entwicklung der Neuinfektionen kann man sich auf der Webseite der Johns-Hopkins-Universität anschauen. Und selbstverständlich bleiben diese Entwicklungen nicht ohne Auswirkungen auf uns.

Aber wir selbst – die Menschen in unserem Land – haben es in der Hand, durch unser rücksichtsvolles Verhalten zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen. Die meisten Menschen tun das auch, aber es gibt eben jene, die rücksichts- und verantwortungslos die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ignorieren und damit sich und andere gefährden.

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Wieder eine Woche Kummerower See

Der Kummerower See, seine Umgebung und insbesondere der Peenepolder links des Peene-Ausfluss aus dem Kummerower See (genannt: Große Rosin) gehört sicherlich zu den schönsten Ecken Mecklenburg-Vorpommerns und Norddeutschlands und ist vogelkundlich außerordentlich interessant. Ich war jetzt vom 08.08 bis 15.08.2020 mal wieder dort. Unterkunft hatte ich wieder – wie vor einem Jahr – in Verchen gebucht.

Es war sehr heiß (täglich um die 35°C), und insbesondere am Beobachtungsturm Aalbude wüteten die Bremsen – Ihhhhhhhhhhhhh ! Und so habe ich eine ganze Menge Sonnenschutzmittel und Mückenschutz verbraucht. Aber die vielen schönen Vogelbeobachtungen lassen mich das vergessen.

Dieses mal habe ich gleich fünf Schnepfenvogelarten beobachten können, und zwar Grünschenkel, Bruchwasserläufer, Bekassine, Flussuferläufer und Kampfläufer. Den Grünschenkel und den Bruchwasserläufer hatte ich vorher noch nie bestimmt.

Auch erstmals bestimmt habe ich die Raubseeschwalbe. Vom Aussehen ähnelt sie der Flussseeschwalbe, hat aber einen auffällig kräftigeren Schnabel und schwarze Beine (Flussseeschwalbe: rote Beine). Und sie ist etwas größer als die Flussseeschwalbe.

Ein völlig neues Urlaubsgefühl war es, ständig daran zu denken, die Mund- und Nase-Schutzmaske immer bei sich zu führen. Man braucht sie, wenn man unterwegs essen oder einkaufen geht, aber auch bei der Benutzung der Fähre Aalbude und manchmal auch auf dem Beobachtungsturm, wenn man dort nicht alleine ist.

09.08.2020

10.08.2020

11.08.2020

12.08.2020

13.08.2020

14.08.2020

Seeadler reißt seine Beute (14.08.2020)

Ein Seeadler hat einen Fisch erjagt und setzt sich an einem ruhigen Plätzchen nieder, um die Beute zu reißen. Dabei schaut er immer wieder zwischendurch auf, um zu sehen, dass ihm niemand seine Beute streitig machen könnte. Der Seeadler saß an der Großen Rosin, und zwar ca. hier: Sitzpunkt des Seeadlers

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Harry Jeske ist gestorben

Harry Jeske, langjähriger Bassist und Gründungsmitglied der Puhdys ist gestern im Alter von 82 Jahren gestorben. Die ehemalige DDR-Rockszene verliert damit einen engagierten Rockmusiker der frühen Stunden. Jeske war am 06. Oktober 1937 geboren.

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Cover der ersten Puhdys-LP (1974, von links nach rechts: Gunther Wosylus, Dieter Birr, Dieter Hertrampf, Harry Jeske, Peter Meyer))

Die Puhdys, vor allem durch die Musik zu dem DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“ bekannt geworden, waren in den 70’er Jahren die populärste Rockband in der DDR. Harry Jeske hatte daran wesentlichen Anteil.

Meine Anteilnahme gilt heute den Familienangehörigen von Harry Jeske sowie den Mitgliedern der Puhdys sowie allen, die in Zusammenhang mit der Musik mit Harry Jeske zusammen gearbeitet haben und einen wichtigen Freund und Kollegen verlieren.

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Corona-Pandemie – steigende Anzahl der Neuinfektionen

Die Anzahl der durch Tests bestätigten Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt wieder. Die Statistik des Robert-Koch-Institutes weist seit drei Wochen einen Anstieg der wöchentlichen Neuinfektionen für Deutschland aus, die Statistik der Senatsverwaltung für Gesundheit weist seit zwei Wochen einen Anstieg der wöchentlichen Neuinfektionen für Berlin aus.

Die Ursachen hierfür mögen vielschichtig sein. Einige mögliche Ursachen sind sicher:

  • Die Häufung von Massenaufläufen ohne Einhaltung von Sicherheitsabständen und ohne Tragen der Schutzmasken, wie in Berlin in letzter Zeit wieder vermehrt praktiziert, sind idealer Nährboden zur Ausbreitung des Corona-Virus.
  • Größere Versammlungen von Menschen in Gaststätten, Kirchen, Chorübungsräumen und ähnlichem ohne Abstand und Schutzmasken ebenfalls
  • Prekäre Arbeits- und Wohnbedingungen im Billiglohnsektor (es gibt viele „Tönnies’s“)
  • Nicht zu letzt Reiserückkehrer, die in Gebieten mit hohem Infektionsrisiko unterwegs waren, können das Virus wieder einschleppen

Ich habe wieder meine Statistik-Grafiken zur Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland und Berlin aktualisiert. Die Daten basieren auf den aktuellen Daten des Robert-Koch-Institutes für Deutschland bzw. der Senatsgesundheitsverwaltung für Berlin. Die Säulen-Diagramme zeigen die steigende Tendenz der Neuinfektionen deutlich.

Die Kalenderwoche 31 ist die Woche vom 27.07.2020 bis 02.08.2020.

Anzahl der wöchentlich durch Tests bestätigten Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Anzahl der wöchentlich durch Tests bestätigten Corona-Neuinfektionen in Berlin

Diese Tendenz zeigt, dass wir in Deutschland die Corona-Pandemie keineswegs überwunden haben. Es fehlt immer noch der Impfstoff, mit dem wir uns gegen das Corona-Virus immunisieren lassen können. Und solange es diesen nicht gibt und ein Großteil der Bevölkerung sich hat impfen lassen, wird es kein Zurück zu den Zeiten vor Corona geben.

Mitverantwortlich und mitschuldig an der Weiterverbreitung des Corona-Virus und an den durch Corona-Infektionen bedingten Todesfällen (zur Zeit knapp 9200 in Deutschland) macht sich, wer

  • die Existens des Corona-Virus oder der daraus resultierenden Gefahren für die Gesundheit von uns Menschen leugnet
  • gegen die Schutzmaßnahmen öffentlich polemisiert
  • über sogenannte „Impfpflicht“ herumschwafelt
  • Massenveranstaltungen organisiert, ohne die Einhaltung von geeigneten Schutzmaßnahmen durchzusetzen
  • an Massenveranstaltungen ohne Einhaltung der Schutzmaßnahmen teilnimmt

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Die Corona-Pandemie in Deutschland – Rückfall im Juni

Die Corona-Pandemie ist in Deutschland keineswegs überwunden. Nachdem sich im Mai sowohl in Berlin als auch in Deutschland die Zahlen der durch Test bestätigten Neuinfektionsfälle sehr positiv entwickelt hatten, hat es im Juni einen Rückfall gegeben. Berlin hat daran wesentlichen Anteil. Allerdings, anders als im März/April waren die Neuinfektionen nicht flächendeckend zu verzeichnen, sondern konzentrierten sich zumeist auf Hotspots. So musste in Berlin-Neukölln ein mehrere Häuserblöcke unter Quarantäne gestellt werden, das gleiche in Göttingen. Ebenfalls ein Hotspot war der massenhafte Ausbruch von Corona-Infektionen im Schlacht- und Zerlegebetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, wo mehr als 1500 Infektionsfälle durch Test bestätigt wurden. Ich berichtete darüber.

Leichtsinn im Umgang mit den Infektionsrisiken ist also nach wie vor völlig fehl am Platze. Und mir graust es angesichts der Tatsache, dass beispielsweise in der Berliner S- und U-Bahn ca. 1/5 der Fahrgäste das Tragen der Mund- und Nasenschutzmaske verweigern. Allerdings – so scheint es zumindestens – spielen die Corona-Virus-Übertragungen in den öffentlichen Verkehrsmitteln offenbar kaum eine Rolle. Vielmehr sind es prekäre Wohn- und Arbeitssituationen, die zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen.

Angesichts der nach wie vor hohen Infektionsrisiken und der oft schwerwiegenden Krankheitsverläufe ist es absolut unverantwortlich, die nach wie vor geltenden Schutzregeln (Schutzmaskenpflicht, Mindestabstand, Vermeidung größerer Menschenansammlungen) zu ignorieren oder sogar noch dagegen in der Öffentlichkeit zu polemisieren.

Wenn ich das äußere, werde ich manchmal von solchen Leuten gefragt, ob ich irgendjemanden kenne, den es erwischt hat. Ja, ich kenne jemanden. Und den hat es richtig schwer erwischt. Er liegt seit der 3. Märzdekade im Krankenhaus, war wochenlang im künstlichen Koma und hat jetzt, da das Corona-Virus schwerwiegende Schäden in seinem Körper angerichtet hat, noch mehrere Operationen vor sich. Es sieht glücklicherweise derzeit so aus, als könnte er überleben. Aber eine solche Erfahrung geht an niemandem spurlos vorüber. Wenn ich ihn – vielleicht in ein paar Monaten – wieder sehen kann, wird er ein anderer Mensch sein, als er es bisher war.

Und hier nun die aktuellen Säulendiagramme der Wochen-Neuinfektionen von Berlin und Deutschland, basierend auf den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung und des Robert-Koch-Instituts von heute früh (05.07.2020). Der Rückfall spiegelt sich in den Zahlen wider.

Im übrigen können wir uns in Deutschland, wie auch in vielen anderen europäischen Ländern, glücklich schätzen, dass die verantwortlichen Bundes- und Landespolitiker in den vergangenen Monaten überwiegend richtig gehandelt haben und wir deswegen die Corona-Pandemie einigermaßen im Griff haben. Dabei haben sie sich – und das ist ihnen hoch anzurechnen – von kompetenten Fachleuten (Virologen und anderen Medizinern) beraten lassen. Natürlich hat es auch Fehler gegeben, aber überwiegend bleibt ein positiver Eindruck der Politik.

Ganz anders sieht es in einigen anderen Ländern aus, allen voran die USA und Brasilien. In den USA gibt es mehr als 2,8 Millionen bestätigte Infektionsfälle (8,2 je 1000 Einwohner), und der Trend weist immer noch steil nach oben. In Brasilien sind es derzeit mehr als 1,5 Millionen bestätigte Infektionsfälle (7,2 je 1000 Einwohner), auch dort weist der Trend steil nach oben. Das beweist die verantwortungslose Politik der jeweiligen Machthaber Trump und Bolsonaro.

Zum Vergleich: In Deutschland ist der aktuelle Stand der Corona-Infektionsfälle bei knapp 200 000 (2,4 je 1000 Einwohner)

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Corona-Skandal in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück

In dem Schlacht- und Zerlegebetrieb der Tönnies-Holding in Rheda-Wiedenbrück in der Nähe von Bielefeld hat es in den vergangenen Tagen einen Massenausbruch von Corona-Infektionen gegeben. Nach Stand von gestern Abend sollen etwas mehr als 1020 Mitarbeiter Corona-positiv getestet worden sein. Nach den Ausbrüchen bei Westfleisch in Dissen und Coesfeld im Mai (hier: Beispiel 1 und Beispiel 5) ist nun also ein zweiter deutscher Fleischkonzern wegen einer Corona-Katastrophe in die Negativ-Schlagzeilen geraten. Geschäftsführender Gesellschafter ist ein alter Bekannter: Clemens Tönnies. Er war am 01.08.2019 durch eine zutiefst rassistische Äußerung in der Öffentlichkeit aufgefallen, ich berichtete davon. Es handelt sich dabei um genau jenen Clemens Tönnies, der Vorsitzender des Aufsichtsrates des FC Schalke 04 ist.

Die Beispiele Westfleisch und Tönnies zeigen, dass in unserer deutschen Fleischindustrie sehr vieles im Argen liegt:

  • Viele der Beschäftigten arbeiten – von dubiosen Arbeitskräftevermittlern angestellt – unter den Bedingungen von Werksverträgen.
  • Viele der Beschäftigten sind Billigarbeitkräfte, z. B. aus Südosteuropa.
  • Viele dieser Arbeitskräfte arbeiten in Extremakkord, zu viel zu geringen Löhnen.
  • Viele dieser Arbeitskräfte werden in Massenunterkünften zusammengepfercht, wo sie weder persönliche Entfaltung genießen, Privatsphäre haben noch die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln einhalten können.
  • Auch an den Arbeitsplätzen können die Abstandsregeln nicht eingehalten werden.

Und das alles, damit wir 1 kg Schnitzel für nur 5 Euro kaufen können.

Zwar wurde das Werk in Rheda-Wiedenbrück vorübergehend von den Behörden geschlossen, doch es darf davon ausgegangen werden, dass zahlreiche Fleischprodukte, die von Tönnies in den letzten Tagen ausgeliefert wurden, mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das Virus ist zwar nach wenigen Tagen Lagerung vor dem Verzehr inaktiv. Bei Frischfleisch wird es durch Durcherhitzen in jedem Falle inaktiv. Aber der Gedanke, man könnte sich an Rohwursterzeugnissen, wie z. B. an Zwiebelmettwurst, aus dem Hause Tönnies infizieren, lässt mich erschaudern.

Die Tönnies Holding ist übrigens in der Vergangenheit wiederholt durch äußerst fragwürdige Machenschaften aufgefallen (siehe Wikipedia-Artikel):

  • Manipulation von Waagen
  • Flächendeckende Video-Überwachung der Mitarbeiter
  • Schmiergeldzahlungen an Tönnies und Steuerhinterziehung durch Subunternehmer
  • Bei der Tönnies-Tochter Zur Mühlen Gruppe wurde versucht, gewerkschaftliche Strukturen zu zerschlagen. Die gewerkschaftliche Organisation von Arbeitnehmern gehört zu den Grundrechten in Deutschland.
  • Rassistische Äußerung von Clemens Tönnies über Afrikaner am 01.08.2019
  • Jetzt also der Corona-Skandal unter Verletzung des Infektionsschutzgesetzes.

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Die Corona-App und das Risiko Bluetooth

Ja, eine Corona-App soll demnächst veröffentlicht werden. Zweck dieser App ist es, dass jeder Benutzer benachrichtigt werden kann, wenn er eine längere Begegnung mit einem anderen, Corona-positiv getesteten Benutzer Kontakt hatte bzw. sich in dessen Nähe aufhielt. Eine ganz nützliche App, könnte man meinen. Sie erleichtert in jedem Falle die Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten.

Voraussetzung für das Funktionieren sind:

  • dass möglichst viele Handy-Benutzer die App installieren (mindestens 60 … 70 % der Bevölkerung)
  • dass diese Benutzer diese Corona-App auch ständig aktiv halten
  • dass diese Benutzer auch ständig ihre Bluetooth-Schnittstelle am Handy eingeschaltet lassen

Und genau das ist der kritische Punkt.

Die Bluetooth-Schnittstelle ist, wie jede andere Schnittstelle auch, ein potentielles Sicherheitsrisiko, insbesondere wenn sie

  • dauerhaft eingeschaltet ist
  • der Benutzer von vielen anderen Menschen mit vielen anderen Handys mit eingeschalteter Bluetooth-Schnittstelle umgeben ist.

Machen wir uns nichts vor: Sobald die App im Umlauf ist, werden Hacker Schadsoftware in Umlauf bringen, um genau dieses Einfallstor für ihr düsteres Treiben zu missbrauchen. Und die meisten von uns Handy-Nutzern werden das nicht oder erst nach längerer Zeit bemerken. So könnten auf diesem Wege z. B.

  • private Daten geklaut werden (Adressbücher, SMS, E-Mails, Dateien aller Art)
  • Viren installiert werden
  • Geldtransaktionen manipuliert werden
  • Telefonate mitgehört werden (z. B. wenn ein Bluetooth-Headset benutzt wird
  • usw.

Natürlich gibt es Schutzmöglichkeiten. Aber außer dem Abschalten der Bluetooth-Schnittstelle gibt es keine solche, die nicht doch ein paar Lücken aufweist. Und nur sehr versierte Handy-Benutzer sind evtl. in der Lage, diese Lücken ausfindig zu machen und etwas dagegen zu tun.

Die großen Propagierer dieser App in der Politik erwähnen mit keinem einzigen Wort, dass es diese Risiken gibt. Man schwärmt nur immer von den riesigen Möglichkeiten, die diese App bei der Eindämmung der Corona-Pandemie bieten soll.

Ich werde diese App auf gar keinen Fall installieren, genauso wie ich meine Bluetooth-Schnittstelle ständig ausgeschaltet lasse, es sei denn, ich will mit einem mir gehörigen Gerät, wie z. B. meiner Uhr, Daten austauschen. Ich bin unter keinen Umständen bereit, die o. g. Sicherheitsrisiken auf mich zu nehmen.

Webseiten zum Thema:

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cyber-defence/24428-die-top-5-sicherheitsluecken-in-bluetooth

https://www.inside-digital.de/ratgeber/bluetooth-erklaert

https://entwickler.de/online/security/bluetooth-sicherheit-579874978.html

 

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Der Fall George Floyd und Donald Trumps Verhältnis zu Menschenrechten

Offenbar am 28.05.2020 soll der Schwarz-Amerikaner George Floyd angeblich in einem Supermarkt versucht haben, mit einer gefälschten 20-Dollar-Banknote zu bezahlen. Eine Straftat, die überall auf der Welt strafrechtlich verfolgt wird.

Einer der herbei gerufenen Polizisten kniete acht Minuten lang auf Floyds Nacken, in Folge dessen dieser verstarb. Todesursache war nach einer zweiten, von der Polizei unabhängigen Obduktion „Herz-Kreislauf-Versagen infolge des Drucks in den Nacken“. Das heißt, der Polizeibeamte hat durch sein Verhalten den Tod Floyds verursacht und billigend in Kauf genommen.

Rechtfertigt der Versuch, mit einer 20-Dollar-Blüte zu bezahlen, die Tötung eines Straftäters ? Ganz sicher nicht.

Man mag darüber denken, was man will, aber zutiefst rassistische Gefühle bei dem Polizeibeamten sind sehr naheliegend.

Dieser neuerliche Mord eines Polizeibeamten an einem dunkelhäutigen Amerikaner hat natürlich große Unruhen in den USA ausgelöst, für die ich – zumindest solange sie friedlich verlaufen – uneingeschränktes Verständnis habe. Und ich habe auch Mitgefühl mit jenen mehr als 13 % Amerikanern mit dunkler Hautfarbe, die um einen der Ihren trauern und die völlig zu Recht gegen diese brutale Polizeigewalt protestieren.

Und wie reagiert der Präsident aller Amerikaner, Donald Trump ?

Statt den Schwarz-Amerikanern sein Bedauern und Mitleid auszusprechen und schlichtend einzugreifen, droht er den Einsatz des Militärs gegen die protestierenden Schwarz-Amerikaner an. Wie immer: Er vereint Amerika nicht, nein er spaltet es. Und provoziert damit die Aufheizung der Situation. Was für ein übler Kriegstreiber und Rassist !

Aber es ist mal wieder eine ideale Gelegenheit für Trump, um von seinem persönlichen Versagen als US-Präsident bei der Eindämmung der Corona-Pandemie in den USA abzulenken.

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Richie Blackmore ist 75 geworden

Leider komme ich etwas aus dem Mustopp. Doch für einen Glückwunsch ist es nie zu spät.

Richie Blackmore, der Gitarren-Virtuose von Deep Purple, ist am 14. April 2020 75 Jahre alt geworden.

Herzlichen Glückwunsch !

Er ist in zu einer Zeit geboren, da sein Land, das Vereinigte Königreich von Großbritanien und Nordirland, zusammen mit den anderen Alliierten kurz vor der endgültigen Zerschlagung der Nazi-Diktatur in Deutschland stand.

Blackmore wurde als Gitarrist der britischen Hardrockband Deep Purple weltweit berühmt und hatte wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Hardrock Ende der 60’er bis Mitte der 70’er Jahre als neue progressive Stil-Richtung der Rockmusik.

1975 trennte er sich von Deep Purple und gründete seine eigene Band Rainbow. Von 1984 bis 1992 war zum zweiten Male Mitglied von Deep Purple.

Blackmore ist ohne jeden Zweifel einer der besten Gitarristen der Welt, sowohl was seine Kreativität als auch seine handwerklichen Fähigkeiten beim Spielen der Gitarren anbelangt. Hieraus resultierend ist er für viele Rockgitarristen weltweit zum künstlerischen Vorbild geworden.

Titel wie „Highway Star“ , „Child in Time“ , „Burn“ und „Light in the Black“ sind untrennbar mit seinem Namen verbunden.

Ich wünsche Dir lieber Richie, noch viele Jahre Gesundheit und einen erfüllten Lebensabend mit – natürlich – Musik 🙂

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Corana-Pandemie in Deutschland keineswegs überwunden

Ergänzung vom 02.06.2020

Offenbar am 23./24.05.2020 haben sich in Göttingen bei privaten Feiern mindestens 80 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Es wird berichtet, dass

  • am 26.05.2020 die ersten Infektionsfälle festgestellt wurden
  • am 31.05. die zuständigen Behörden dabei waren, die beteiligten Kontaktpersonen zu identifizieren.

Corona-Ausbruch in Göttingen: 310 Personen identifiziert (Mitteldeutsche Zeitung)

Göttingen: Schon 80 Infizierte – Quarantäne-Brechern droht jetzt Einweisung (Focus-Online)

Ursprünglicher Artikel vom 23.05.2020

Die Corona-Neuinfektionszahlen für Deutschland, die vom Robert-Koch-Institut täglich aktualisiert werden, lassen eine deutliche Entspannung des Infektionsgeschehens erkennen. Jedoch haben die letzten Tage gezeigt, dass es nach wie vor Infektionsereignisse gibt, bei denen an einem Ort eine größere Anzahl Menschen mit dem Corona-Virus neu infiziert werden.

Beispiel 1:

Bei der Firma Westfleisch in Dissen werden erst am 19.05.2020 92 Mitarbeiter mit Corona-Infektion festgestellt und am 22.05.2020 weitere 54 Mitarbeiter. Es ist der zweite Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb des Westfleisch-Konzerns, nach Coesfeld (siehe Beispiel 5).

Dissen: Kritik und Proteste nach Coronainfektionen (NDR 1 Niedersachsen)

Dissen: 54 neue Corona-Fälle bei Westcrown (NDR 1 Niedersachsen)

Beispiel 2:

In Rostock muss das unter maltesischer Flagge fahrende Frachtschiff „Kaie“ vorerst im Hafen verbleiben. Die gesamte Mannschaft soll positiv gestestet worden sein.

Corona-Infektionen: Frachtschiff bleibt in Rostock (NDR 1 Radio MV)

Beispiel 3:

In einem Restaurant in Moormerland (Kreis Leer) infizierten sich mindestens 10 Menschen bei einer geschlossenen Veranstaltung, darunter der Gastwirt.

Kreis Leer: Corona-Regeln in Restaurant missachtet? (NDR 1 Niedersachsen)

Corona-Ausbruch in Lokal: Betreiber droht Strafe (Hallo Niedersachsen)

Beispiel 4:

In einer Baptistengemeinde in Frankfurt/Main infizierten sich mehr als 40 Gottesdienstbesucher. Dieser Vorfall soll schon am 10.05.2020 gewesen sein. Es wurden keine Besucherlisten geführt.

Mehr als 40 Gottesdienstbesucher mit Coronavirus infiziert

Beispiel 5:

Coronaausbruch bei Westfleisch in Coesfeld, es sind mindestens 230 Beschäftigte positiv getestet worden.

Corona-Ausbruch in Fleischfabrik – schon 230 Arbeiter positiv getestet (Welt.de)

Coronavirus: Schlachtbetrieb Westfleisch in Coesfeld geschlossen (Stadtspiegel Gelsenkirchen)

Beispiel 6:

Coronaausbruch bei Müller-Fleisch in Birkenfeld bei Pforzheim, es soll „Hunderte“ von Infektionsfällen gegeben haben.

Corona-Ausbruch: Müller-Fleisch beschäftigt Landtag

Beispiel 7:

Coronaausbruch in einem Stützpunkt des Logitik-Unternehmens DPD im Kreis Heinsberg (NRW), mindestens 80 Mitarbeiter positiv getestet

Corona-Ausbruch bei Paketzusteller: Kreis prüft Kontakte

Beispiel 8:

Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau: Eine als gesund entlassene Patientin war doch nicht gesund und steckte andere Patienten und Personal an.

Corona-Ausbruch in Klinik: Zwei Patienten gestorben

Beispiel 9:

Coronaausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin bei Bonn. 130 Menschen wurden positiv getestet.

Corona-Ausbruch in NRW-Flüchtlingsheim

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