2. Skispringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde das Feld gehörig durcheinander gewirbelt. Ständig wechselnde Windbedingungen und längere Unterbrechungen machten den Wettkampf zum Lotteriespiel. Der zweite Durchgang konnte wegen der fortgeschrittenen Zeit und der nahenden Dunkelheit nicht mehr gestartet werden. Die Bedingungen verschlechterten sich, als die Schanzenanlage mehr und mehr in den Schatten der Berge versank und sich somit die Lufttemperaturen änderten.

Die erste Hälfte des gesprungenen Durchganges lief noch unter nahezu regulären Bedingungen ab. Aber als Ville Larinto als 26. Athlet sprang, erwischte ihn eine kräftige Windböe, die ihn auf 140,5 m trug. Aber er behrrschte den Aufsprung nicht mehr und stürzte unglücklich. Seine Ski lösten sich nicht, so dass er sich dabei verletzte. Immerhin, er konnte auf eigenen Beinen gehend, den Auslauf verlassen. Ich wünsche ihm alles Gute, dass er ohne schwere Verletzung davon gekommen ist.

Aufgrund der überraschend großen Sprungweite von Larinto kürzte die Jury die Anlauflänge ein. Nach den erstmals geltenden Wettkampfregeln ist das möglich, ohne den Durchgang neu starten zu müssen. Für die Einkürzung erhielten die folgenden Springer Bonuspunkte. In der Folge gab es ständig wechselnde Windbedingungen, von denen einige Springer profitieren konnten, andere jedoch nicht.

Aber es gab auch gute Sprünge zu sehen. Vor Beginn der Windturbulenzen konnten Stephan Hocke (130,0 m, Platz 13), Björn Einar Romoeren (129, 5 m, Platz 9), Kamil Stoch (131,5 m, Platz 8), Martin Schmitt (134,5 m, Platz 7) sowie die beiden Finnen Anssi Koivuranta (134,0 m, Platz 6) und der Altmeister Janne Ahonen (134,0 m, Platz 5) gute Sprünge zeigen.

Nicht profitieren von den späteren Windböen konnten vor allem die Österreicher Martin Koch (123,0 m, Platz 10), Thomas Morgenstern (124,0 m, Platz 14) und Manuel Fettner (113,0 m, Platz 29). Besonders hart traf es Andreas Kofler, der nur 100,5 m erzielte. Der Trainer der Österreicher, Alexander Pointner, war wegen dieser Fehlschläge sehr niedergeschlagen. Thomas Morgenstern nahm es relativ gelassen und cool, ein echter Profi eben 😉

Auch andere Springer wurden Opfer der Windböen. Neben Ville Larinto waren das z. B. Tom Hilde (115,0 m, Platz 36), und Matti Hautamäki (122,0 m, Platz 34).

Einige Athleten konnten aber die schwierigen Bedingungen für sich ausnutzen. Zu ihnen gehören der Tagessieger Simon Amman (131,0 m), der damit den Rückstand in der Tourneewertung zu Thomas Morgenstern deutlich verkürzen konnte, Pavel Karelin (132,5 m, Platz 2), Adam Malysz (132,0 m, Platz 3) und Anders Jacobsen (127,5 m, Platz 4).

Ergebnisse

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