Hertha BSC: Glücklicher Sieg nach glücklichem Tor

Vorgestern, am 03. März 2012, gelang Hertha BSC endlich wieder ein Sieg in der Bundesliga, im heimischen Olympiastadion gegen den SV Werden Bremen mit 1:0. Es ist auch der erste Sieg unter Otto Rehagel – ausgerechnet gegen die Bremer. Hinter Hertha liegt eine Durststrecke von 12 in Folge nicht gewonnenen Spielen in der Bundesliga, davon nur vier Unentschieden. Den letzten Sieg errang Hertha am 29.10.2011 beim VfL Wolfsburg.

Auch am Sonnabend merkte man der Mannschaft die Verunsicherung an. Vieles lief nur mit Krampf statt mit Spielwitz, und so konnte sich Hertha nur sehr wenige erfolgversprechende Torchancen erspielen. Immerhin, die Defensive wirkte nicht annähernd so desolat wie beim VfB Stuttgart (0:5) und in der zweiten Halbzeit beim FC Augsburg (0:3). Thomas Kraft im Tor der Hertha konnte mehrfach glänzen, aber einiges (noch zu wenig) wurde bereits vor ihm geklärt. Vor allem Roman Hubnik, Christoph Janker und Levan Kobiashvili (im defensiven Mittelfeld) brachten etwas mehr Stabilität hinein als zuletzt. Allerdings: der SV Werder bereitete auch keine übermäßigen Schwierigkeiten. Claudio Pizarro war schon wesentlich treffsicherer als in diesem Spiel. Werder-Manager Allofs beklagte hinterher eine schwache Leistung seiner Mannschaft.

In der 62. Minute gelang es den Herthanern tatsächlich erstmals nach langer Zeit, mal wieder in Führung zu gehen. Ein glückliches und kurioses Tor gelang Nikita Rukavytsya aus halbrechter Position mit links, als er einen Diagonalpass von links (Absender war Felix Bastians) bekam und direkt vollstreckte. Dabei traf er den Ball jedoch nicht richtig, weshalb dieser aufschlug und – vom Boden reflektiert – in hoher Bogenlampe, für Tim Wiese unerreichbar, unter der Latte einschlug.

Danach ließ Rehagel seinen berühmt-berüchtigten Beton anrühren (wir kennen das von Griechenland) und wechselte zwei Abwehrspieler ein. Mit Erfolg: Die Angriffsbemühungen von Werder wurden spätestens vor der Strafraumgrenze gestoppt, nur einmal noch musste Kraft (gegen Pizarr0) klären, und einmal traf Pizarro aus Abseitsposition.

Hertha hat sich mit diesem Sieg im Abstiegskampf zunächst etwas Luft verschafft, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nun muss die Mannschaft beweisen, dass das keine Eintagsfliege war, sondern Hertha in die Bundesliga gehört. Am 10.03. spielt Hertha in Köln. Die Geißböcke stecken ja durchaus auch noch im Abstiegssumpf, ein Sieg dort würde also sehr wertvoll sein. Und dann kommt der FC Bayern nach Berlin …

 

Bei Youtube gefunden: „Hertha BSC – SV Werder Bremen 1:0, 03.03.2012“, hochgeladen von „ILLUMINATIVIDEOS2012“; das 1:0 nach 2:20 in diesem Bericht

 

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