Endlich ist der Spalter und Polarisator weg von der Macht

Donald Trump ist nun endlich nicht mehr USA-Präsident. Joe Biden wurde heute als sein Nachfolger in das Amt eingeführt.

Donald Trump war vier Jahre im Amt. Er wollte die Rolle Amerikas in der Welt stärken und er wollte die Amerikaner zusammenführen. Das sind hehre Ziele gewesen.

Fakt ist, dass er genau das Gegenteil getan hat.

Er hat die USA international isoliert, die traditionellen Partner vor den Kopf gestoßen und die UNO attackiert. Statt dessen ist er Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in den Hintern gekrochen, hat ihn hoffähig gemacht.

Er hat die USA zutiefst gespalten, den Rassenhass forciert, politische Konkurrenten zu Feinden erklärt und Medien pauschal ihre Seriosität abgesprochen.

Er hat wichtige soziale Errungenschaften der Obama-Ära, wie die Krankenversicherung für alle, zerschlagen. Er hat mit seiner Politik dafür gesorgt, dass die Schere zwischen arm und reich massiv weiter geöffnet wurde.

Er hat Lügen und Halbwahrheiten zu einem zentralen Mittel seiner Politik gemacht. Die größte, aber nur eine von tausenden, war die von der Wahlmanipulation.

Er hat bei der Bewältigung der größten Krise seiner Amtszeit – der Corona-Pandemie – jämmerlich versagt:

  • durch Leugnung der Pandemie und der mit ihr verbundenen Gefahren für die Gesundheit und das Leben der Amerikaner
  • durch Zuweisung der Schuld an andere (China, WHO)
  • durch weitgehende Unterlassung von in seiner Verantwortung liegenden Handlungen zur Eindämmung der Pandemie

Er hat durch seine aggressive Rhetorik zu Straftaten aufgerufen – ein Ergebnis dessen war der unsägliche Sturm auf das Capitol am 06. Januar dieses Jahres, bei dem die von ihm selbst angestifteten Rowdys unbeherrscht wüteten, Schäden verursachten, die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter verängstigten – schlichtweg die Demokratie angriffen.

Er hat zu keinem Zeitpunkt bei Konflikten versöhnliche Worte gefunden, sondern das Feuer mit seiner Rhetorik immer weiter angefacht.

Er hat nach der Wahl versucht, verantwortliche Mitarbeiter der Wahlkommissionen massiv unter Druck zu setzen – zu manipulieren, was ihm offenbar jedoch nicht gelungen ist.

Er hat zu keinem Zeitpunkt seine eigene Wahlniederlage oder den Wahlsieg Joe Bidens eingestanden, oder Biden Glück bei der Amtsausführung gewünscht.

Glücklicherweise ist die Amtseinführung Joe Bidens heute ohne späte Störmanöver der Anhänger Trumps abgelaufen. Aber die Tatsache, dass Trump demonstrativ abwesend war, sagt sehr viel über den Charakter Trumps.

Trump hat einen großen Scherbenhaufen hinterlassen. Joe Biden hat sehr viel zu tun, die Scherben zusammen zu kehren, das Land wieder zu einen und die internationale Isolation der USA zu überwinden. Das wird alles andere als leicht für ihn. Bidens Nachteil ist sein Alter: Er ist heute 78 Jahre alt. Aber er macht einen für sein Alter sehr fitten Eindruck. Das gibt mir die Hoffnung, dass er den neuen Anforderungen an ihn gewachsen ist.

Ich jedenfalls wünsche Joe Biden ein gutes Händchen, Intelligenz, Gerechtigkeit, Gesundheit und auch das notwendige Quentchen Glück bei seiner Amtsführung.

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