Klimawandel schreitet unaufhörlich voran

Der Klimawandel schreitet unaufhörlich voran. Die Alpengletscher und die Polkappen schmelzen. Deutschland versteppt zunehmend.

Das ist in den vergangenen Monaten durch die Corona-Pandemie, die Gesundheit und Leben von uns allen bedroht, in den Hintergrund getreten.

Am Beispiel der Niederschläge kann man die Versteppungstendenz in Deutschland gut nachvollziehen.

Ich habe im Jahr 2020 die Niederschlagsmengen für Berlin-Tegel, Berlin-Tempelhof und Berlin-Marzahn, die bei Wetter-Online anhand von Säulendiagrammen veröffentlicht wurden, ausgewertet. Das Ergebnis ist äußerst beunruhigend. Nach den ebenfalls viel zu trockenen Jahren 2018 und 2019 gab es in Berlin 2020 ein Defizit von 105 mm (Soll: 580, Ist: 475).

Monatliche Niederschlagsmengen in Berlin-Tegel, Berlin-Tempelhof und Berlin-Marzahn 2020 und gemittelt für Berlin insgesamt sowie Vergleich zu den Sollwerten (Quelle Istwerte Wetter-online, Sollwerte Wikipedia, alle Werte in mm bzw. l/m2)

Ich habe nur die Werte von drei Messpunkten ausgewertet. Hätte ich auch die Messwerte von Dahlem, Buch und Flughafen Schönefeld mit berücksichtigt, wäre das Ergebnis sicher kaum anders ausgefallen.

Mit Februar und Oktober gab es zwei Monate, in denen signifikant mehr als der Durchschnittswert gefallen ist. Der September war annähernd ausgeglichen. In allen anderen Monaten gab es ein zum Teil erhebliches Defizit. Das größte Defizit trat im Dezember auf mit 36 mm zu wenig Niederschlag auf.

Auch deutschlandweit gab es 2020 im dritten Jahr in Folge ein im Durchschnitt erhebliches Niederschlagsdefizit, wie uns die Meteorologen zum Jahresende 2020 verkündeten.

Natürlich ist die Jahresniederschlagsmenge nicht das einzige Kriterium, das für den Klimawandel maßgeblich ist. Sie ist jedoch für uns unmittelbar spürbar:

  • Die Wälder vertrocknen immer mehr und werden dadurch leichte Beute der Borkenkäfer.
  • Die Erträge der Landwirtschaft sinken signifikant, manche Ernten gehen durch völlig verdorrte Nutzpflanzen völlig verloren.
  • Die Gewässer führen wochen- oder monatelang Niedrigwasser, einige Gewässer auf Poldern und in Auwäldern trocknen aus.
  • Die Meeresspiegel steigen unaufhaltsam an (siehe Venedig, siehe Malediven)

Soll mir noch einmal jemand sagen, der Klimawandel sei ein Hirngespinst. Nein er ist real, und wir Menschen haben ihn durch das ungenierte Ausblasen von Treibhausgasen, durch massenhafte Oberflächenversiegelungen, durch Raubbau an der Natur usw. verursacht.

Es gab in der Vergangenheit auch schon Klimaänderungen, z. B. die glazialen Serien. Diese Vorgänge vollzogen sich aber über mehrere Jahrhunderte, bezogen sich nur auf einen Kontinent oder Teile eines Kontinents und waren reversibel. Wir haben jetzt einen Klimawandel, der sich innerhalb von wenigen Jahrzehnten vollzieht und weltweit wirkt..

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