Mund- und Nasenschutzmaske selbst hergestellt

Die Corona-Krise hält die Welt in Atem. immer neue Zahlen über Infizierte werden veröffentlicht. Das Robert-Kochinstitut veröffentlicht mit Stand 04.04.2020 00:00 Uhr die Zahl der Infizierten 85778. Wir wissen nun, dass aufgrund langsamer Bürokratiewege einige Meldungen ein paar Tage dauern. Real dürfte die Anzahl der infizierten mehr als 90000 sein.

Einzig der tägliche Steigerungsfaktor hat sich inzwischen von mehr als 1,3 Mitte März auf jetzt knapp unter 1,1 verringert. Das sind aber immer noch ca. 6000 Menschen, die sich täglich neu infizieren. Kein Grund zur Entspannung also.

Der akute Mangel an persönlicher Schutzausrüstung (Schutzmasken, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung usw.), wie auch Desinfektionsmitteln ist extrem hoch, so dass die Arbeit der Ärzte, Kranken- und Altenpfleger massiv beeinträchtigt ist. NIcht zufällig treten gerade in diesen Berufsgruppen erhebliche Zahlen an Neuinfektionsfällen auf. Eine Folge der weltweiten Globalisierung. Denn wenn man, wie Europa das gemacht hat, die Herstellung derartiger Produkte (wie auch Medikamentengrundstoffe) ausschließlich in Billiglohnländern machen lässt, dann kann man in solchen Krisen nicht angemessen reagieren.

Ich habe mir jetzt, um mich bei Einkäufen und bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln etwas besser schützen zu können, eine eigene Schutzmaske genäht. Das hat mich – ich habe eben kaum Erfahrung mit dem Nähen und schon gar keine Nähmaschine – etwa drei Stunden Zeit gekostet.

Als Ausgangsmaterial habe ich verwendet:

  • ein Baumwoll-Taschentuch (40 x 40 cm)
  • Textilband 15 mm breit, zwei Stücken 20 cm und zwei Stücken 10 cm lang
  • Textiles Gummiband 6 mm breit, zwei Stücken 23 cm lang

Wenn man kein Textilband hat, kann mann sicher auch etwas breitere Schnürsenkel nehmen.

Das Taschentuch habe ich halbiert, so dass ein Tuch mit 20 x 40 cm entsteht. Ich habe es dann doppelt genommen, so dass eine Fläche von 20 x 20 cm übrig bleibt.

An der Oberkante mit den beiden Schnittkanten des Taschentuches habe ich das Textilband (20 cm) um die Schnittkanten herum gelegt und vernäht, so dass das Tuch nach dem Schnitt dort wieder versäumt ist.

An der Unterkante habe ich das Textilband (20 cm) einfach nur plan aufgelegt angenäht.

Für die beiden Seiten ist es wichtig, dass das Tuch 3 bis 5 mal eingeschlagen wird, so dass dann nur ein 10 cm langes Stück Textilband benötigt wird. Dieses Einschlagen an den Rändern ist wichtig, damit bei der angelegten Maske auch die Seitenränder an der Haut anliegen.

Zum Schluss wird links und rechts je ein Textilgummistreifen oben und unten mit ca. 2 cm Überlappung auf das Textilband aufgenäht. Die freie Schlaufe des Gummistreifens sollte im Zweifelsfalle vorher ausgemessen werden, bei mir waren es 18 cm.

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Beim Anlegen der Maske ist darauf zu achten, dass der untere Rand das Kinn umschließt und der obere Rand die Nase weitgehend abdeckt. Durch das Umlegen der Gummistreifen um die Ohren wird die Maske fixiert.

Die Maske muss täglich gewaschen werden.

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