Manchmal geht es sehr schnell …

… dass ein mit Pauken und Trompeten eingeführter Bundesligatrainer schon wieder nicht mehr Trainer ist.

So wie aktuell im Falle von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC. Gerade einmal 11 Wochen lang war er im Amt, erklärte aber heute von sich aus seinen Rücktritt.

Seine Erfolgsbillanz seit seinem Amtsantritt am 27.11.2019 ist nicht gerade überzeugend, aber auch nicht extrem schlecht. Hertha spielte unter Klinsmann neun Bundesligaspiele, erzielte dabei 3 Siege und 3 Unentschieden (12 Punkte). Der Vorsprung in der Tabelle zum Relegationsplatz 16 wuchs von null auf sechs Punkte. Unter Klinsmann gelang es Hertha also, die akute Abstiegsgefahr zu bannen. Also eigentlich kein Grund für einen Rücktritt.

Jürgen Klinsmanns Rücktrittserklärung wird u. a. wie folgt zitiert:

„Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente. Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.“

Was er damit meinte, darüber wird zur Zeit viel spekuliert, u. a. dass er mehr Befugnisse und Entscheidungsgewalt in Personalfragen, sowie mehr Geld bei einer Vertragsverlängerung über das Saisonende hinaus gefordert haben soll.

Wen er damit meinte, ist wohl, auch wenn er es nicht gesagt hatte, klar: Manager Michael Preetz.

Bei Klinsmanns Rücktritt packt mich das kalte Grausen. Ich bin von ihm maßlos enttäuscht. Als ich heute seine Worte zum ersten Mal vernommen hatte, dachte ich sofort an die sprichwörtlichen Ratten, die das sinkende Schiff verlassen.

Aus meiner Sicht ist aber auch Manager Michael Preetz nicht mehr zu halten. Zu viele Trainer hat er verschlissen. Mit Jos Luhukay und Pal Dardai gab es zwei von ihm verpflichtete Trainer, die 18 Monate oder länger im Amt waren. Alle anderen Trainer spielten bei Hertha nur kurze Episoden. Der Kredit, den Preetz sich als Spieler bei Hertha erworben hat, ist schon lange aufgebraucht – und nun das Desaster mit Klinsmann. Es wird auch für Preetz höchste Zeit, zu gehen.

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