Weihnachsfest im Winterchaos

Flughäfen werden über halbe Tage komplett geschlossen, weil Start- und Landebahnen vereist sind oder kein Enteisungsmittel für Flugzeuge bereit steht.

Straßen und Autobahnen verwandeln sich in Eispisten, weil Regen auf die gefrorene Fahrbahn fällt und die Winterdienste mit dem Sprühen von Abtaumitteln nicht nachkommen.

Züge bleiben liegen, weil sich an den Fahrleitungen dicke Eispanzer gebildet haben.

Stundenlange Stromausfälle treten auf, weil sich an Freileitungen ähnlich wie an Fahrleitungen dicke Eispanzer ausbilden und diese die Freileitungen beschädigen.

Fast scheint es so, dass sich das Wetter gegen uns Menschen verschworen hat. Und das unmittelbar vor Weihnachten 2010. Doch, ist das wirklich so ?

Die augenblickliche Situation führt uns Menschen mal wieder vor Augen, wie unwichtig wir doch im Spiel der Natur sind. Wir glauben, das Recht zu haben, die Natur uns Untertan zu machen. Wir glauben, weil es ein paar milde Winter in den letzten Jahren gegeben hat, dass die Natur gefälligst nur noch milde Winter anzubieten hat. Wir sparen – im Interesse des Maximalprofits einiger Maximalbesitzender – an allen Ecken und Enden bei der Vorbereitung auf den Winter.  Und wir beanspruchen für uns das Recht, uns stets und ständig uneingeschränkt bei der Natur bedienen zu können.

Jedes Jahr gibt es weltweit mehrere Ereignisse, die uns zeigen, dass das nicht so ist.  Die Monsunregen in Bangladesch, die Erdbeben in Haiti, der Kollaps der BP-Erdölplattform im Golf von Mexiko, der Zunami im Indischen Ozean vor ein paar Jahren, das Elbehochwasser vor einigen Jahren, oder eben jetzt der heftige Wintereinbruch in Europa; alle diese Ereignisse sollten uns zum Maßhalten und Zurücknehmen eigener Interessen mahnen. Wir Menschen haben weder das Recht noch die Fähigkeit, die Natur zu beherrschen. Jeder Versuch, dies zu tun, löst irgendwann einen Bumerang der Natur aus.

Ganz nebenbei: Unter den Klimaforschern wird die Meinung vertreten, dass der weltweite Klimawandel langfristig den Golfstrom, der Europa mit tropischem Wasser wärmt, versiegen lässt.  Dann bricht über Europa ein Klima ein, zu dem im Verhältnis das derzeitige Winterwetter nur ein harmloser Abklatsch dessen ist. Berlin hat eine mit Edmonton oder der Südspitze von Kamtschatka vergleichbare nördliche Breite.

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