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Wulstlingsverwandte

Die Familie der Wulstlingsverwandten (Amanitaceae) gliedert sich in drei Gattungen, von denen vor allem die Wulstlinge (Amanita) von Bedeutung sind. Zu dieser Gattung gehören mit dem Grünen Knollenblätterpilz sowie einigen sehr nahen Verwandten einige unserer gefährlichsten Giftpilze, aber mit dem Perlpilz auch einer unserer besten Speisepilze. Und natürlich findet sich mit dem Fliegenpilz der wohl schönste wild lebende Pilz in dieser Gattung.

 

 

1. Galerie: Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)
Tötlich giftig !
Bereits geringe Mengen lösen schwerwiegende Organschäden aus, die oft tötlich enden. Die Heimtücke besteht auch in der langen Inkubationszeit (in der Regel mindestens acht Stunden, mitunter mehrere Tage). Bevor man die ersten Vergiftungserscheinungen bemerkt, haben sich die Giftstoffe über den Blutkreislauf bis in alle Organe ausgebreitet und verrichten dort ihr schädliches Werk.

Vom Grünen Knollenblätterpilz gibt es eine weiße Variante (Amanita phalloides alba), die genauso giftig ist.

In Brandenburg sind die Grünen Knollenblätterpilze weit verbreitet und treten zuweilen in Massen auf. Ich kann mich an eine Beobachtung ca. Mitte der 90’er Jahre erinnern, als ich in der Schorfheide in einem Wald bei Liebenwalde einen Hexenring (Durchmesser ca. 6 … 8 m) mit mehreren Hundert Fruchtkörpern gesehen habe.

Die englischsprachige Bezeichnung sagt einiges über die Art aus: „Death cap“

 

 

2. Galerie: Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina)
Roh giftig ! Vor dem Verzehr wird wegen der Verwechslungsgefahr mit dem Grünen Knollenblätterpilz gewarnt.

 

 

3. Galerie: Fliegenpilz (Amanita muscaria)
Giftig !

 

 

4. Galerie: Pantherpilz (Amanita pantherina)
Giftig !

In Berlin / Brandenburg wird er „Sachsentod“ genannt, weil er in einigen Gegenden Sachsens nicht vorkommt und der Legende nach schon manch einen unwissenden sächsischen Pilzfreund vergiftet haben soll, der ihn für den Perlpilz hielt. Ob diese Legende tatsächlich stimmt ? Ich weiß es nicht.

Vor allem südlich von Berlin (LDS) auf magerem Sandboden habe ich schon mal Pantherpilze mit nur blass-bräunlicher Huthautfärbung gesehen, die kann man bei oberflächlicher Betrachtung wirklich leicht mit dem Perlpilz verwechseln.

 

 

5. Galerie: Perlpilz (Amanita rubescens)
Vorsicht vor der Verwechslung mit dem Pantherpilz !

Der Perlpilz gehört zu meinen Lieblings-Speisepilzen 🙂

 

 

6. Galerie: Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)

Als Mischpilz geeignet

 

 

 

 

 

 
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