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Sperlinge (Passeridae)

(Ordnung: Sperlingsartige)

Zu den Sperlingen gehören eine ganze Reihe zum Teil sehr ähnlicher Arten, die weltweit verbreitet sind. Der bekannteste Vertreter dieser Familie ist wohl ohne Zweifel der Haussperling.

1. Galerie: Haussperling (Passer domesticus) (en: House sparrow)

Der Haussperling ist wohl – zumindest bei den Vögeln – das typischste Beispiel dafür, wie sich Wildtiere an das Leben mit den Menschen angepasst haben. Der ist der Inbegriff des Kulturfolgers, er lebt nur in menschlichen Siedlungen. Er ist in verschiedenen Unterarten weltweit verbreitet. Seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete sind Eurasien und Teile Nordafrikas, durch den Menschen wurde er aber auch nach Australien, Amerika und Südafrika gebracht. Sperlinge genießen den Ruf, frech zu sein. Abgesehen davon, dass eine solche Charakterisierung für Wildtiere eher ungeeignet ist, sind aber wir Menschen es, die wesentlich zur Formung der Verhaltensmerkmale des Sperlings beigetragen haben. In Berlin kann man als Besucher eines Straßen-Cafes öfters beobachten, dass Sperlinge vom Kuchen auf dem Teller picken. Dabei scheinen sie (in unserer menschlichen Phantasie) ganz unschuldig dreinzublicken 😉 In solchen Situationen schrumpft die Fluchtdistanz auf unter einen Meter. Vor allem für Haussperlinge wird oft auch der Begriff „Spatz“ gebraucht, der dann auch als liebevolle Bezeichnung für Kinder verwendet wird („Mein kleiner Spatz“). Ich mag die Haussperlinge sehr und muss oft über deren Verhalten schmunzeln 🙂

Beim Haussperling gibt es deutliche äußerliche Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen, weshalb es für einen geübten Laien kein Problem ist, das Geschlecht zu bestimmen. Jungvögel sind wie Weibchen gefiedert, haben aber etwas andere Proportionen als erwachsene Vögel.

 

 

Gezwitscher des Haussperlings:

 

 

2. Galerie: Feldsperling (Passer montanus) (en: Eurasian tree sparrow)

Der Feldsperling ist dem Haussperling sehr ähnlich, aber z. B. ist der Oberkopf komplett braun (beim Haussperling-Männchen teilweise grau). Auch weißt der Feldsperling typische schwarze Wangenflecke auf, die es beim Haussperling nicht gibt. Der Feldsperling lebt überwiegend nur außerhalb von Siedlungen, oder bestenfalls an deren Rand. Allerdings gibt es auch beim Feldsperling Verstädterungstendenzen, in Berlin jedenfalls habe ich ihn schon desöfteren auch in Wohngebieten (mit allerdings großen Grünanteil) gesehen.

Anders als bei Haussperling gibt es beim Feldsperling keine auffälligen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen.

 

 

 

 

 

 

 

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