↑ Zurück zu Vogelwelt Fotografie

Rabenvögel (Corvidae)

(Ordnung: Sperlingsartige)

Die Familie der Rabenvögel gehört, auch wenn es viele nicht glauben, zu den Singvögeln. Rabenvögeln wird besondere Intelligenz und Lernfähigkeit nachgesagt. Vielleicht sind es gerade die Intelligenz und daraus resultierende Verhaltensmuster, mit denen mich diese Vögel immer wieder beeindrucken. Manchmal habe ich so den Eindruck, Raben und Krähen halten uns Menschen mit ihrem Verhalten einen Spiegel vors Gesicht ;-).

Ganz unten auf dieser Seite habe ich zwei Literaturempfehlungen zu Rabenvögeln gemacht.

 

1. Galerie: Kolkraben (Corvus corax) (en: Common raven)

 

Kolkraben sind die größten Rabenvögel und die größten Singvögel.

 

 

2. Galerie: Nebelkrähen (Corvus cornix) (en: Hooded crow)

 

Nebelkrähen sind in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sehr weit verbreitet und leben auch im Großstadtgetose. Ihre Fluchtdistanz beträgt – gerade bei in Großstädten lebenden Vögeln – oft nicht einmal 5 Meter. Traditionell werden die Nebelkrähen als Unterart der Aaskrähe angesehen, doch wird sie heute vielfach auch als eigene Art eingestuft. Kreuzungen zwischen Nebel- und Rabenkrähen kommen im Überlappungsgebiet beider Arten vor, z. B. am Prignitzer Elbe-Abschnitt.

In Vorderasien und Ägypten gibt es eine Variante der Nebelkrähe, bei der die bei unseren Nebelkrähen grauen Gefiederanteile weiß sind.

 

 

Stimmen der Nebelkrähen:

 

 

3. Galerie: Rabenkrähen (Corvus corone) (en: Carrion crow)

 

Rabenkrähen sind die engsten Verwandten der Nebelkrähen, sind aber in Berlin und Brandenburg, von einigen elbnahen Gebieten abgesehen, normalerweise nicht anzutreffen.

 

 

Stimmen der Rabenkrähen:

 

 

4. Galerie: Saatkrähen (Corvus frugilegus) (en: Rook)

 

Saatkrähen sind etwas kleiner als Nebel- und Rabenkrähen und – wie die Rabenkrähen – komplett schwarz im Gefieder. Auffällig ist der graue (statt schwarze) Schnabel, besonders hell ist er am Schnabelansatz. In Berlin und Brandenburg ist die Saatkrähe Brutvogel, aber nur in kleineren Populationen. Typischerweise brüten Saatkrähen in Kolonien, man kann das z. B. in Wittenberge (Elbe) in der Straße Sandfurttrift beobachten. Als Wintergäste gibt es mitunter riesige Scharen von in Russland brütenden Saatkrähen.

Unter dem Titel „Die Krähen von Tegel“ veröffentlichte die Berliner Zeitung am 03.09.2013 einen Artikel von Kerstin Viering über Saatkrähen in Berlin.

 

 

5. Galerie: Dohlen (Coloeus monedula) (en: Western jackdaw)

 

Die Dohle ist der kleinste heimische Vertreter der Rabenvögel. Die Wissenschaftler sind sich offenbar nicht einig, ob die Dohlen der Untergattung „Coloeus“ der Gattung „Corvus“ zuzuordnen ist, oder ob, wie es von vielen Wissenschaftlern vertreten wird, „Coloeus“ den Status einer eigenen Gattung hat. Ich schließe mich der zweiten Variante an und verwende daher den wissenschaftlichen Namen „Coloeus monedula“ (statt „Corvus monedula“).

Sie brüten nach meinen Beobachtungen (Altlandsberg, Schwedt, Havelberg) zusammen mit Turmfalken an ein und derselben Kirche.

Bei der Futtersuche halten sich Dohlen oft zusammen mit Saatkrähen auf großen Wiesen, Weiden oder Feldern auf. Beide Arten scheinen sich zu mögen.

 

 

Stimmen der Dohlen:

 

 

6. Galerie: Elstern (Pica pica) (en: Common magpie)

 

Elstern gehören zur Familie der Rabenvögel, obwohl sie doch erheblich anders aussehen als die Kolkraben. Betrachtet man aber Kopf und Schnabel von Elstern, kann man ihre Verwandschaft zu den Raben und Krähen sehr wohl erkennen.

 

 

Stimmen der Elstern:

 

 

7. Galerie: Eichelhäher (Garrulus glandarius) (en: Eurasian jay)

 

Eichelhäher sind wohl die schrillsten und buntesten unserer heimischen Rabenvögel. Im Wald ist sein Ruf oft unüberhörbar. Aber auch Eichelhäher verstädtern zunehmend, und so sind sie oft auch in städtischen Parkanlagen zu hören und zu sehen.

 


Literaturempfehlungen:

  1. Josef H. Reichholf: „Rabenschwarze Intelligenz – Was wir von Krähen lernen können“ – Piper-Verlag München, 5. Auflage 2013
  2. Cord Riechelmann: „Krähen – Ein Proträt“ – Matthes & Seitz Berlin, 2. Auflage

 

 

 

Zuletzt überarbeitet: 20.02.2016

 

110

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?page_id=7462