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Besuch in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam

02.12.2012

Am ersten Advent (02.12.2012) war ich nicht zu Hause im warmen Stübchen. Nein, mit meinem Lauftrainingspartner zusammen habe ich einen kleinen Ausflug nach Potsdam gemacht. Sven hatte im WWW etwas über die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam gelesen und wollte daher mal dort hin, sich das ansehen.

Die Russische Kolonie Alexandrowka liegt nördlich des Zentrums in der Nauener Vorstadt. Zu Fuß ist sie ca, 1-2 km vom Potsdamer Zentrum aus zu erreichen. Es handelt sich hierbei um eine gartenbaulich geprägte Siedlung aus Holzhütten, die ganz und gar nicht unserem Stil entsprechen, sondern wohl tatsächlich russischen Bautraditionen. In einer dieser Hütten in der Mitte der Kolonie (Russische Kolonie Nr. 1) ist ein kleines Restaurant mit überwiegend russischer, teilweise auch baltischer und ukrainischer Küche. Nördlich der Kolonie, auf dem Wege zum Pfingstberg, kommt man dann auch noch an einer kleinen russisch-orthodoxen Kirche vorbei. In der Russischen Kolonie habe ich dann auch eine Saatkrähe fotografieren können. Diese Krähenart ist ja in Berlin/Brandenburg beileibe nicht so verbreitet wie die Nebelkrähe.

Auf dem Weg zur Nauener Vorstadt hatten wir dann auch noch der St.-Nikolai-Kirche einen kurzen Besuch abgestattet und deren Turm erstiegen. Wie überall auf solchen Kirchtürmen hat man auch von hier aus natürlich einen schönen Blick auf die Stadt. Die St.-Nikolaikirche ist übrigens nach Plänen von Karl-Friedrich Schinkel, und zwar unter der Leitung von Ludwig Perius und von Friedrich-August Stüler errichtet worden; womit also drei der wichtigsten und bekanntesten preußischen Baumeister jener Zeit beteiligt waren.

Am Schluss des Ausfluges, auf dem Rückweg zum Bahnhof, habe ich dann noch eine historische Straßenbahn vor die Linse bekommen. Es handelt sich um einen der beiden Prototyp-Triebwagen des Typs KT4D, der in der ersten Hälfte der 70’er Jahre des 20. Jhdt. von den ČKD-Werken in Prag an die Potsdamer Verkehrsbetriebe geliefert wurde. Mitte der 70’er Jahre begann dann die Serienlieferung in zahlreiche Städte der DDR. Man achte auf die rechteckigen Scheinwerfer sowie auf die Sicken in der Seitenbeblechung; beides auffällige Unterscheidungsmerkmale zur Serie.

 

 

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