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Zwei Wochen Regen-Urlaub auf der „Sonneninsel“ Usedom

Ich war vom 26.06.2016 bis zum 10.07.2016 zwei Wochen auf der Insel Usedom, in Krummin, zum Urlaub machen. Es hätte ein noch viel schönerer Urlaub werden können, wenn das Wetter einigermaßen mitgespielt hätte. Aber mehr als drei regenfreie Tage (inklusive Anreisetag) hatte ich nicht. An zwei Tagen gab es mehr als 5-stündigen Dauerregen, so dass diese beiden Tage fast verloren waren. An den übrigen Tagen waren mehr oder weniger häufige und meist wenig intensive Regenschauer. Jedoch viel zu viel für mein Fotoequipment. Das heißt, für meine Touren und meine Fotoausflüge musste ich ständig den Regenradar auf meinem Smartphone im Blick behalten.

Das Wetterchaos fing aber schon am Anreisetag gut an: In der Nacht zum 26.06.2016 wütete bei Biesenthal ein Tornado, der, neben diversen anderen lokalen Schäden, die Fahrleitungen der Bahn herunter riss: Kein Zugverkehr zwischen Berlin und Eberswalde am 26.06.2016, jedenfalls vormittags nicht. Ohne ausdrückliche Nachfrage aber auch keine brauchbare Information seitens der DBAG. Nur am sogenannten „Service-Point“ im Berliner Hauptbahnhof gab man mir die Zusage, dass ich den Umweg mit dem RE 5 (Berlin – Neubrandenburg – Stralsund) und dann von Stralsund aus direkt mit der Usedomer Bäderbahn ohne Fahrpreisaufschlag fahren kann. Das sind immerhin ca. 100 km oder noch mehr Umweg.

Der von der DBAG angebotene Schienenersatzverkehr mit Bussen von Bernau nach Eberswalde ist angesichts der Fahrgastmassen ein Witz, zumal die Fahrradmitnahme in Bussen nach meiner Erfahrung ausgeschlossen ist. Auf die Idee, den RE 3 über Neubrandenburg – Pasewalk umzuleiten, kamm die DBAG natürlich – sicher auch mangels Reserve-Kapazitäten im Fahrzeugpark – nicht.

Doch nun zu meinen schönen Erlebnissen:
Die Zeiten zwischen den Regenpausen sowie die wenigen regenfreien Tage habe ich genutzt für Radtouren und Fotoausflüge, meist beides miteinander kombiniert.

Am 30.06.2016 habe ich einen Ausflug mit einem Motorboot gemacht, der mich bis fast an den Ruden führte. Der Ruden ist eine kleine Insel, die der Peenestrommündung vorgelagert ist und den Greifswalder Bodden von der Ostsee abtrennt. Südlich sind dem Ruden ein paar Sandbänke mit insgesamt wohl ca. 1 km Länge vorgeordnet, auf welchen sich Tausende von Kormoranen tummelten. Als ich kurz vor dem Ruden war, war das Boot dem Wellengang der Ostsee ausgesetzt, so dass ich dort echte Mühe beim Fotografieren hatte. Auch aus Sicherheitsgründen musste ich mich da mit dem Fotografieren zurückhalten, denn die Hauptaufmerksamkeit gilt natürlich in solchen Situationen der gefahrlose Steuerung des Bootes. Aber dennoch gelangen mir dort ein paar interessante Fotos. Die schönsten Fotos gelangen mir jedoch am Südostende des Großen Wotigs, einer geschützten Insel im Peenestrom ein paar Kilometer nördlich von Wolgast. Dort posierte ein Seeadler für mich, er wollte mir halt ein schönes Geburtstagsgeschenk machen 😉

Während des Urlaubs lernte ich auch eine neue Vogelart kennen: den Schilfrohrsänger. Ich sah ihn vor allem östlich von Krummin, entlang eines Entwässerungsgrabens an dem Plattenweg nach Neuendorf.

Erstmals habe ich in diesem Urlaub eine Wildtier-Fotofalle eingesetzt, jedoch mit ziemlich mäßigem Ertrag. Immerhin: Einmal habe ich einen nächtlichen Fuchsstreifzug gefilmt, auch ein paar Wildschweine sind früh morgens in die Fotofalle getappt.

 

Fotogalerien:

 

26.06.2016:

 

 

27.06.2016:

 

 

28.06.2016:

 

 

29.06.2016:

 

Nur ein Foto an diesem Tage; daran hatte das Wetter wesentlichen Anteil.

 

 

An diesem Tage, meinem Geburtstag, meinte es das Wetter gut mit mir. Während es nördlich und südlich von mir laut Regenradar wie aus Kannen schüttete, blieb ein Teil der Ostseeküste, unter anderem Usedom, davon verschont. Es war der Tag meines Bootsausfluges. Und ein Seeadler überbrachte mir herzliche Geburtstagsgrüße an der Südostspitze des Großen Wotig, das ist eine Insel im Peenestrom nördlich von Wolgast. Danke lieber Seeadler 🙂

 

30.06.2016:

 

 

01.07.2016

 

An diesem Tage war Dauerregen und deswegen gibt es keine Fotos. Lediglich ein paar Fotos aus der Wildtierfotofalle aus der Nacht vom 01. zum 02.2016 habe ich erhalten.

 

 

03.07.2016

 

Viel Regen am 02. und 03. 07., deswegen (fast) keine Fotos.

 

 

04.07.2916

 

An diesem Tage machte ich eine Radtour über Wolgast, Hohendorf, Lassan, Buggenhagen, Pinnow, Usedom (Stadt), Morgenitz, Mellenthin und Neppermin zum Bahnhof Schmollensee. Bei Johannishof (zwischen Pinnow und Zecheriner Brücke) war ich auf dem nördlichen Peenepolder. Anders als voriges Jahr habe ich diesmal dort keine Seeadler gesehen; aber erstmals eine Seeschwalbenart, von der ich glaube, dass es sich um die Trauerseeschwalbe handelt. Sicher bin ich mir allerdings nicht.

 

 

06.07.2016

 

 

07.07.2016

 

 

08.07.2016

 

 

09.07.2016

 

 

10.07.2016

 

 

Videos, die ich bei Youtube hochgeladen habe:

 

„Fuchs auf nächtlichem Beutezug“, hochgeladen von mir

 

 

„Schilfrohrsänger“, hochgeladen von mir

 

 

„Kraniche beim Frühstück“, hochgeladen von mir

 

 

„Zwei Mantelmöwen am Peenestrom“, hochgeladen von mir

 

 

„Drei Silbermöwen auf einem Rettungsturm am Strand des Ostseebades Zinnowitz“, hochgeladen von mir

 

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