Okt 14 2018

Ausflug ins untere Odertal

Gestern habe ich mal wieder einen Ausflug in das Untere Odertal gemacht, und wie immer, zahlreiche Vogelfotos geschossen 🙂

Meine Radtour führte mich von Eberswalde aus entlang des Finowkanals bis Niederfinow, und dann durch das nördliche Oderbruch über Bralitz, Schiffmühle, Hohenwutzen, Hohensaaten, über die Polder des südlichen Unteren Odertals bis nach Schwedt. Das sind knapp 70 km. Beim Durchqueren der Kanalbrücken am Schiffshebewerk musste ich feststellen, dass das neue Hebewerk, das schon seit etlichen Jahren in Bau ist, immer noch nicht fertig ist.

 

Kraniche bei Bralitz

 

 

Hausschaf bei Bralitz

 

 

Kolkraben bei Neutornow

 

 

Rotmilan bei Neutornow

 

 

Blässgänse zwischen Gabow und Altglietzen

 

 

Mäusebussard zwischen Gabow und Altglietzen

 

 

Graureiher auf der polnischen Seite der Oder gegenüber von Hohensaaten

 

 

Möwen an der Schleuse in Hohensaaten

 

 

Kormorane

 

 

Kiebitze

 

 

Dieses Bild ist aus mehreren Einzelfotos montiert.

 

Ein Star unter Kiebitzen

Was macht denn der Star unter den Kiebitzen ? Der kiebitzt doch nicht etwa ? 😉

 

 

Gänsesäger

Auch zwei Gänsesäger-Weibchen hatten sich unter die Kiebitze gemischt.

 

 

Höckerschwan

 

 

Graugans

 

 

Stockenten

 

 

Grau- und Silberreiher

 

 

Gänsegewusel nahe des Beobachtungsturms bei Stützkow

Alle drei heimischen Feldgans-Arten haben sich hier miteinander gemischt:

die ganzjährige Graugans und die Wintergäste Saatgans und Blässgans.

 

 

Sonstige Gänse und Enten bei Stützkow

 

 

Seeadler bei Criewen

 

 

Gänse im Flug bei Zützen

Saat- und Blässgänse sind – im Gegensatz zu den Graugänsen – bei uns i. d. Regel nur Wintergäste. Sie halten sich oft zusammen auf und fliegen auch oft gemeinsam. Im Vergleich zu den Flugformationen der Graugänse sehen die Flugformationen der Saat- und Blässgänse etwas „unordentlich“ aus.

Das Geschnatter von Saat- und Blässgänsen ist ähnlich, ich kann sie diesbezüglich nicht auseinander halten. Sie schnattern aber wesentlich heller (in der Tonlage höher) als die Graugänse.

 

 

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Sep 06 2018

Ein Graureiher macht Gymnastik

Gestern Abend beobachtete ich am Rummelsburger Ufer des Rummelsburger Sees (Berlin) einen Graureiher bei einigen Dehn- und Streckübungen sowie einbeinigen Stehversuchen mit Kinn- und Schnabelmassage. Es sah schon irgendwie witzig aus, was er da tat 🙂

 

 

Auch ein paar andere Vögel, wie einen weiteren Graureiher, zwei junge Bachstelzen, Kormorane und eine Höckerschwanfamilie mit sieben Jungen konnte ich beobachten.

 

 

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Aug 25 2018

Ausflug ins Kirnitzschtal

Am 23.08.2018 habe ich einen Tagesausflug in das Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz gemacht. Die Kirnitzsch ist ein rechter Nebenfluss der Elbe, der in der Böhmischen Schweiz entspringt und bei Bad Schandau mündet. Auch an der Mündung ist sie eher ein größerer Bach als ein Fluss. Neben der herrlichen Landschaft (Sächsische Schweiz) hat das Kirnitzschtal noch zwei Schmankerl zu bieten:

Das ist zum einen die Kirnitzschtalbahn, eine historische Straßenbahnlinie, die in Meterspur von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall entlang der Kirnitzsch auf der Kirnitzschtalstraße geführt wird.

Desweiteren ist mit der Wasseramsel eine relativ seltene Singvogelart an der Kirnitzsch heimisch.

Ich bin also morgens mit der Bahn mit einem EC nach Prag von Berlin nach Bad Schandau gefahren, habe mittels der Fähre die Elbe überquert und bin dann mit der Kirnitzschtalbahn bis zum Lichtenhainer Wasserfall gefahren. Beim Aussteigen aus der Fähre kamen mir ein paar Stockenten vor die Kamera.

 

 

Die Kirnitzschtalbahn ist eine Straßenbahn und wird mit zweiachsigen Gothaer Wagen aus der Zeit Ende der 50’er bis Anfang der 60’er Jahre betrieben. Die Inneneinrichtung ist, abgesehen von den Sitzpolstern, noch weitgehend im Ursprungszustand. Mir ist besonders der laut röhrende Türantrieb, wie ich ihn von früher in Erinnerung habe, aufgefallen. Bei der Fahrt fühlt man sich sozusagen um 40 Jahre zurück versetzt in eine Zeit, da in der DDR derartige Straßenbahnwagen Standard waren. Die Wagen machten jedoch einen top gepflegten Eindruck, was nicht zuletzt an der gepflegten Lackierung der Wagenkästen lag.

Die Straßenbahnstrecke ist eingleisig mit zwei Ausweichstellen. Sie verläuft (in Richtung Lichtenhainer Wasserfall) unmittelbar an der rechten Fahrbahnkante der Kirnitzschtalstraße, auch alle Haltestellen befinden sich auf dieser Seite. An den Endhaltestellen gibt es keine Wendeschleifen, sondern Umsetzgleise. Die Triebwagen sind Zweirichtungsfahrzeuge, sie müssen ja an den Endstellen jeweils umgesetzt werden. Die Beiwagen sind jedoch Einrichtungsfahrzeuge.

Zur Zugsicherung wird ein antiquiert wirkendes, aber offenbar ausreichend sicheres System mit Staffelstäben angewandt:
Jedem der drei Streckenabschnitte ist ein Staffelstab zugeordnet. Nur der Fahrer, der diesen Stab hat, darf in den Streckenabschnitt einfahren. Hat ein Zug einen der drei Streckenabschnitte verlassen, übergibt er seinen Stab an der Ausweichstelle dem Fahrer, der in diesen Abschnitt einfahren möchte. Umgekehrt erhält er von diesem Fahrer dessen Staffelstab.

 

 

Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein kleiner Wasserfall eines Nebenflusses der Kirnitzsch, der jedoch nicht besonders viel Wasser führt. Zur Zeit führt er wegen der lang anhaltenden Trockenheit besonders wenig Wasser.

 

Lichtenhainer Wasserfall, aufgenommen am 23.08.2018

 

Von Lichtenhainer Wasserfall aus bin ich auf dem Flößersteig, welcher entlang der Kirnitzsch geführt wird, bis Felsenmühle gelaufen.

Der Flößersteig ist auf diesem Abschnitt alles andere als leicht zu gehen, zahlreiche gefährliche Stellen müssen passiert werden. Z. B. kurze, aber sehr steile Steigungen und Gefälle, sehr schmale Wegabschnitte, zahlreiche Baumwurzeln und größere Steine. Das Passieren dieser Hindernisse erfordert die ganze Aufmerksamkeit und Vorsicht.

 

 

Auf diesem Wanderabschnitt habe ich schon mehrere Wasseramseln beobachten können, aber sie waren zu scheu, dass ich sie fotografieren konnte. Desweiteren gibt es hier das Drüsige Springkraut mit zart rosa oder kräftig pinkfarbenen Blüten zu entdecken, welches hier zahlreich vorkommt.

Die Wasseramsel ist eine Singvogelart, deren Lebensraum an schnell fließende Bäche oder kleine Flüsse gebunden ist. Sie ist in Deutschland relativ selten und kommt in kleinen verstreuten Populationen vor. Sie ist nicht mit der Amsel verwandt und auch nicht der Drossel-Familie zugehörig. Sie hat dunkles Gefieder (Rücken dunkel-anthrazit; Bauch dunkel-rotbraun, Kopf dunkel-graubraun); lediglich die Brust – und das ist sehr auffällig – ist weiß gefärbt. Die Schwanzfedern sind ziemlich kurz.

Von der Felsenmühle aus bin ich entlang der Kirnitzschtalstraße zurück gelaufen. Dabei habe ich endlich die erste Wasseramsel fotografieren können 🙂

 

Wasseramsel, aufgenommen am 23.08.2018 an der Kirnitzsch zwischen Felsenmühle und Lichtenhainer Wasserfall

 

Desweiteren habe ich auf diesem Abschnitt eine aus dem Sandstein herauswachsende Kiefer gesehen, die so schien es, darüber liegende Sandsteinlappen durchbrochen hatte. Aber der Schein trog wohl.

 

Aus dem Sandstein wachsende Kiefer, das Bild ist aus zwei einzelnen Fotos zusammengesetzt. Aufgenommen am 23.08.2018 im Kirnitzschtal zwischen Felsenmühle und Lichtenhainer Wasserfall

 

Beim Lichtenhainer Wasserfall habe ich dann erst einmal Mittag gegessen. Eine Köstlichkeit war die Vorspeise – eine kalte Gurkensuppe.

Anschließend bin ich dann auf der Kirnitzschtalstraße in Richtung Bad Schandau, also entlang der Straßenbahntrasse, gelaufen. Dort hatte ich dann eine zweite ausgiebige Gelegenheit, eine Wasseramsel zu fotografieren.

 

 

An der Haltestelle Nasser Grund bin ich dann eingestiegen und bis Bad Schandau mit der Straßenbahn zurück gefahren. Während der Fahrt habe ich aus dem Zug heraus weitere Wasseramseln beobachten können.

In Bad Schandau überraschte mich ein kurzer Regenschauer; aber es war nicht mehr als ein paar Tropfen auf den heißen Stein. In der Stadt sah ich mich dann noch ein bisschen um und kaufte etwas Verpflegung für die Rückfahrt.

 

 

Bei der Rückfahrt tat die Bahn mal wieder alles, um ihren Ruf zu ruinieren, und zwar die Tschechische Staatsbahn Hand in Hand mit der DBAG. Der Zug kam aus Tschechien in Bad Schandau mit 162 Minuten Verspätung an. Dieses Theater kenne ich aber schon seit mehr als 40 Jahren.

Die DBAG hielt es nicht für nötig, sich um die Reisenden in Bad Schandau und in Dresden zu kümmern und gar einen Ersatzzug anzubieten.

 

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Mrz 04 2018

Die Reihergang von der Wuhle

Gestern, am 03.03.2018 war ich an der Wuhle zu Fuß unterwegs vom S-Bahnhof Köpenick bis zum S- und U-Bahnhof Wuhletal. Die Wuhle ist ein kleines Flüsschen, das wenige Kilometer außerhalb der Berliner Stadtgrenze auf dem Niederbarnim entspringt und dann durch Berlin-Marzahn/Hellersdorf, Biesdorf/Kaulsdorf, und Köpenick-Nord fließt, und kurz vor ihrer Mündung in die Spree am Stadion an der Alten Försterei (Heimstadion des 1. FC Union Berlin) entlang fließt.

Ich bin also ein Stück flussaufwärts gegangen. Es war winterlich kalt, aber herrlicher Sonnenschein. Auf Grund des üppigen Niederschlags in den vergangenen Monaten führte die Wuhle ziemlich viel Wasser, und der Wasserfluss sorgte dafür, dass die Wuhle nur geringfügig vereist und überwiegend eisfrei war.

So viele Graureiher wie gestern habe ich dort noch nicht einmal annähernd gesehen, Selbst unter Berücksichtigung dessen, dass ich einzelne Individuen mehrfach gesehen haben könnte, waren es wohl weit mehr als zehn. Es fing gleich in Köpenick an, nahe der Straße „Am Bahndamm“ sah ich bereits den ersten Graureiher, als ich vom S-Bahnhof Köpenick kam und auf der Brücke über die Wuhle ankam. Auf den folgenden 300 m folgten zwei weitere Graureiher. Und auf dem weiteren Weg immer weitere von ihnen. Offenbar ist der Fischbesatz zur Zeit so gut, dass es für die Graureiher trotz der Nähe zu den Menschen absolut lohnend ist. Ein paar Kormorane waren auch da.

Einmal konnte ich schön den Abflug eines auf einem Baum sitzenden Graureihers beobachten.

In der Nähe der Bismarcksfelder Straße standen gleich drei Graureiher an einer Stelle auf der Deichböschung und – statt nach Fischen auf Lauer zu gehen – ließen sie sich die Sonne auf den Pelz (sorry: auf das Gefieder) scheinen. 😉 Sie müssen satt gewesen sein.

Auch sonst gab es eine ganze Menge unserer gefiederten Freunde zu sehen. Wie z. B. diese Kormorane, die natürlich nichts sehnlicher wollen als Fisch – genau wie die Graureiher.

Oder wie diese und noch weitere Teichrallen, die sich auch über die gesamte Länge meines Weges verteilten.

Und natürlich auch einige Blässrallen. Eine habe ich dabei beobachtet, wie sie an einem Knäul einer Wasserschlingpflanze versucht, etwas abzuschnäbeln …

Auch waren natürlich Stockenten, und zwar recht viele, vertreten.

Sowie die Mandarinenten, deren Erpel so schön schrill bunt sind 😉 Das von mir fotografierte Weibchen hat übrigens einen roten Schnabel, was eher selten ist.

Auch ein paar Höckerschwäne trieben sich da herum, na klar 🙂

Der Höhepunkt war ohne Zweifel die Eisvogelbeobachtung. An zwei verschiedenen Stellen zwischen Lindenallee und Heesestraße habe ich einen entdeckt. Ob es sich hierbei um zwei verschiedene Individuen handelte, weiß ich allerdings nicht.

Klar auch ein paar Singvögel sind mir vor das Tele gekommen: Blaumeisen, Erlenzeisige, Feldsperlinge, Kohlmeisen

Ein Buntspecht kreuzte ebenfalls meinen Weg – unter lautem Protest flüchtete er aber vor irgendetwas. Und so schnell konnte ich ihn nicht mit meiner Kamera einfangen.

Zum Schluss noch zwei Fotos vom Wuhlelauf. Das erste zeigt einen kleinen künstlichen Wasserfall an der Heesestraße, das zweite das natürliche Flussbett nahe des S- und U-Bahnhofs Wuhletal.

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Jan 06 2018

4-Tages-Sieg von Sven Hannawald bei der Vierschanzentournee geknackt: Kamil Stoch

Die Vierschanzentournee 2017/2018 ist nun Geschichte. Sie brachte ein neues Highlight:

Kamil Stoch (Polen) gewann alle vier Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Vor ihm gelang das nur Sven Hannawald (2001/2002).

Kamil Stoch ist ohne jeden Zweifel ein würdiger Sieger, und für diese Leistung und diesen Erfolg kann man ihm nur gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! Serdeczne gratulacje! 🙂 Bereits nach dem zweiten Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen deutete sich an, dass er rechtzeitig zur Vierschanzentournee in Topform gekommen war und beste Chancen auf den Gesamtsieg hatte. Er lag auf Platz 1 mit ca. 11 Punkten vor Richard Freitag.

Ein feiner Zug war es übrigens von Sven Hannawald, der nach Stochs letztem Sprung zu den ersten Gratulanten gehörte und Stoch entsprechend würdigte.

Besonders erfreulich ist natürlich das Abschneiden von Andreas Wellinger. In Innsbruck und in Bischofshofen konnte er in der Tageswertung auf Platz 3 springen, und in der Tourneegesamtwertung gar Platz 2 erreichen. Er hat sich an die Weltspitze heran gearbeitet, was nicht zuletz auch sein aktuell dritter Platz in der Weltcup-Gesamtwertung zeigt. Herzlichen Glückwunsch 🙂 Natürlich hat er auch vom Ausscheiden von Richard Freitag profitiert – aber sagen wir es positiv: Er ist für Richard in die Bresche gesprungen.

Aus deutscher Sicht auch sehr erfreulich: Mit Markus Eisenbichler kam der zweite deutsche Athlet auf Platz 7 in der Tournee-Gesamtwertung. Noch fehlt ihm die Konstanz, um ganz vorn dabei zu sein, aber er ist dicht dran. Vielleicht wird es ja noch 🙂

Richard Freitag war nach Garmisch-Partenkirchen noch der einzige Athlet, der Kamil Stoch den Gesamtsieg hätte streitig machen können. Er hatte ca. 11 Punkte Rückstand, das war noch aufholbar. Aber er schied nach dem ersten Durchgang in Innsbruck unglücklich aus. Es hätte ein sehr guter Sprung sein können, doch beim Aufsprung brachte er seine Ski nicht rechtzeitig aus der V-Stellung in die Parallelstellung zurück. Und da der Aufsprunghang infolge des Regens sehr glatt und außerdem huckelig war, riss es ihm den rechten Ski soweit weg, dass er stürzte. Er verletzte sich dabei und trat deswegen zum zweiten Durchgang und in Bischofshofen nicht mehr an. Alles Gute Richard, ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald wieder zurück kommst.

Die Norweger überzeugten, wie schon so oft, mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung. Anders Fannemel belegte Platz 3 in der Tournee-Gesamtwertung, und mit Robert Johansson, Daniel Andre Tande und Johann Andre Forfang belegten drei weitere Athleten eine Top-Ten-Platzierung. Bei folgenden Mannschaftswettbewerben sind die Norweger also Top-Favorit.

Völlig enttäuschend hingegen war das Abschneiden der Österreicher. Die Österreicher gehörten in der Vergangenheit so oft zur Weltspitze im Skispringen. Vor der Tournee galt noch Stefan Kraft als ihr aussichtsreichster Athlet, doch er konnte nicht überzeugen. Zu viele schlechte Sprünge und das Ausscheiden beim zweiten Springen in Garmisch-Partenkirchen nach dem ersten Durchgang bescherten ihm nur Rang 20 in der Tournee-Gesamtwertung. Michael Hayböck hatte nach seiner Verletzung im Oktober 2017 zunächst den Anschluss verloren, kommt aber allmählich langsam wieder heran. Aber es reicht noch nicht für eine Top-Ten-Platzierung. Mit Platz 16 war er der bestplatzierte Österreicher. Möglicherweise „exportieren“ die Österreicher zu viele gute Trainer (z. B. Alexander Stöckl – Norwegen, Stefan Horngacher – Polen und nicht zuletzt Werner Schuster – Deutschland), so dass es ihnen im eigenen Land an guten Trainern fehlt.

In der Weltcup-Gesamtwertung hat Kamil Stoch nun die Führung von Richard Freitag übernommen, Andreas Wellinger belegt zur Zeit Platz 3.

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Okt 28 2017

Air Berlin: Misswirtschaft und Größenwahn …

Gestern Abend sind die letzten öffentlichen Flüge der Air Berlin durchgeführt worden, nun existiert sie nicht mehr als Luftfahrtgesellschaft. Air Berlin ist bankrott. Jahrelanger Größenwahn und Missmanagement haben diese Airline in den Ruin getrieben.

Tausende Beschäftigte der Air Berlin sind die Opfer dieser Unternehmenspolitik. Viele von ihnen stehen jetzt erst einmal vor dem beruflichen Scherbenhaufen und wissen zur Zeit nicht, wie sie zukünftig ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Aber auch die Fluggäste sind jetzt Neese. Durch den Wegfall der Air Berlin als Anbieter

  • fallen wichtige Flugverbindungen vorerst weg
  • baut sich die Lufthansa ihre Vormachtstellung aus
  • hat die Lufthansa mehr Macht beim Preisdiktat.

Dass es mit Air Berlin bergab geht, deutete sich schon seit Jahren an. Mehrfache Managment-Wechsel führten zu immer tieferem Absinken in die Unternehmens-Krise. Und seit Frühjahr 2017 brach der Gepäck-Service zusammen, weil Air-Berlin mit einer inkompetenten Firma zusammen arbeitete.

Air Berlin ist ein klassisches Beispiel dafür, dass manche hochbezahlte Manager vielfach nur das eigene Konto im Sinn haben und ihnen die Geschicke der Mitarbeiter am Hintern vorbeigehen.

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Okt 28 2017

Festival of Lights Berlin 2017

Wie in jedem Jahr fand auch in diesem Jahr das Festival of Lights Anfang Oktober in Berlin statt. Zahlreiche Lichtinstallationen unterschiedlicher Art sind zu sehen, davon viele Videoshows. In der Innenstadt ist es dann abends immer voll, Tausende Leute haben unterschiedlich große Kameras dabei und Stative. Und so manch ein Tourist stellt dann die Frage, weshalb so viele Leute mit Kamera unterwegs sind.

Nachstehend eine kleine Nachlese meiner Fotos und Videos, die ich an diesen Tagen aufgenommen habe.

 

Aufnahmen am 03.10.2017

Oberbaumbrücke

Eine eher spartanische Laser-Show.

 

 

Brandenburger Tor

Hier wurden Bilder mit Aussprüchen zum Thema „Freiheit“ am Brandenburger Tor projiziert.

 

 

Gendarmenmarkt

Ein Foto von dem Schillerbrunnen

 

 

Aufnahmen am 06.10.2017

Marienkirche und Dom

 

 

Aufnahmen am August-Bebel-Platz

 

 

Darüber hinaus habe ich am 06.10.2017 Videos aufgenommen und bei Youtube veröffentlicht:

Berliner Dom am Lustgarten

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 1

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 2

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 3

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 4

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 5

Bei diesem Clip ist bei 1:32 sogar eine Sternschnuppe (links von der Kuppel) zu sehen 🙂

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 6

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 7

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 8

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 9

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 10

 

Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin – „Creating tomorrow“ – Clip 11

 

Schauspielhaus am Gendarmenmarkt

 

Schauspielhaus am Gendarmenmarkt – „Berliner Wasser“ Clip 1

 

Schauspielhaus am Gendarmenmarkt – „Berliner Wasser“ Clip 2

 

 

Links

 

Festival of Lights

 

Berlin leuchtet

 

Offizielle Homepage von Berlin

 

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Sep 20 2017

Der Dom Sankt Marien zu Havelberg und seine kessen Dohlen

 

Der Havelberger Dom weist, insbesondere am Turm, zahlreiche Nischen im alten Backsteingemäuer auf. Ein idealer Tummelplatz für die kleinste mitteleuropäische Krähenart – die Dohle. Ich hatte dort in den vergangenen Jahren mehrfach Dohlen und manchmal auch Turmfalken beobachtet.

Auch gestern war ich dort und traf dort unmittelbar am Dom und in dessen näherer Umgebung wohl mehr als einhundert Dohlen an. Allein auf dem First des Kirchenschiffs saßen wohl mehr als fünfzig Dohlen. Die Dohlen „dohlten“ um die Wette, jede versuchte lauter zu sein als die andere. Ab und an kabbelten sie sich – meist im Fluge.

Weiter lesen …

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Aug 04 2017

Diesel-Skandal ohne Ende

War da was ? Haben sich da gerade die Spitzen der drei größten deutschen Autokonzerne und der Chef der Verbandes der Automoblil-Industrie (ex-Bundesverkehrsminister Wissmann) mit den Spitzen aus der Politik getroffen, um über Lösungen zum Diesel-Skandal zu beraten ?

Und was ist bei herausgekommen ?

Juhu, wir machen ein Software-Update. Kostet 50 … 100 € pro Wagen. Bringt knapp eine Hand voll Prozent Stickoxid-Einsparung. Jubel Jubel.

Die deutsche Automobilindustrie hat mit ihrer Geheimkrämerei und einer betrügerischen Motorsteuerung, die dafür sorgt, dass auf dem Prüfstand die Grenzwerte eingehalten werden, im realen Betriebseinsatz jedoch um ein Vielfaches überschritten werden, ihre Kunden, die Kfz.-Käufer, sowie die Öffentlichkeit über zehn oder mehr Jahre betrogen. Und die Politik hat mitgemacht, in dem sie Testbedingungen freigegeben hat, die mit dem Realbetrieb nichts zu tun haben.

Gelackmeiert sind wir alle. Weil unsere Luft in den Städten immer intensiver von Stickoxiden vergiftet wird. Und weil den Autokäufern Eigenschaften zugesichert wurden, die bezüglich des Schadstoffausstoßes im Realbetrieb nicht mal annähernd eingehalten werden.

Wozu diente das alles ? Zur Stickoxidreinigung wäre in jedem dieselgetriebenen Kraftfahrzeug ein SCR-Katalysator erforderlich, der mit Hilfe einer Harnstofflösung (in Deutschland wird dafür die Markenbezeichnung „AdBlue“ verwendet), die Stickoxide in Wasser und Stickstoff, welcher natürlich zu ca. 70 … 80 % in der Luft enthalten ist, umgewandelt. Sowohl der SCR-Katalysator kostet Geld (für PKW werden ca. 3000 € genannt) als auch entstehen durch den Verbrauch der Harnstofflösung zusätzliche Betriebkosten. Damit wäre ein Diesel-PKW in der Anschaffung und im Betrieb deutlich teurer und wohl zum Benziner nicht mehr konkurrenzfähig. Das heißt, der Betrug mit dem Stickoxidausstoß wurde von der Autoindustrie vorsätzlich und deswegen auch geheimniskrämerisch gemacht, um den Dieselwagen marktfähig zu machen.

Fazit: Das jahrelange betrügerische Missmanagement der Autoindustrie ist jetzt endlich ans Tageslicht gekommen (dank der Amerikaner), und die Missmanager tun so, als ginge es immer weiter so, als hätten sie weiter das Recht, unsere Stadtluft zu vergiften. Und die Politik taumelt von einer Ohnmacht zur nächsten.

Einige Lokalpolitiker bringen jetzt (endlich) Fahrverbote für die Dreckschleudern ins Gespräch, doch auch hier sind zunächst erst einmal die Fahrzeughalter die Dummen. Völlig zu Recht werden Bedenken angemeldet, dass z. B. Kleinunternehmer durch solche Fahrverbote ruiniert würden. Auch für Privatpersonen wäre der Schaden immens.

Vorhin habe ich im MDR-Fernsehen einen Beitrag gesehen, bei dem ein MAN-Bus der Dresdener Verkehrsbetriebe bei der Fahrt im Stadtverkehr bezüglich des Stickoxid-Ausstoßes getestet wurde. Fazit: Er stößt genauso viel aus, wie ein Mittelklasse-PKW. Pro Fahrzeuginsasse aber nur 1/25 oder 1/50 des Mittelklasse-PKW. Der Bus war mit SCR-Filter ausgestattet, und der Harnstofftank war gefüllt. Das beweist also, dass das Problem technisch gelöst ist. Hier der Link zu dem Beitrag beim MDR-Fernsehen.

Unter diesen Umständen wäre es nur gerecht, allen ohne SCR-Filter ausgestatten Dieselfahrzeuge sofort die Zulassung zu entziehen und allen Fahrzeugeigentümern ein zu Lasten der Industrie finanzierten gleichwertigen Ersatzwagen zu übereignen (natürlich im Tausch gegen die Dreckschleuder). Und die Dreckschleudern – ebenfalls zu Lasten der Industrie – sofort verschrotten zu lassen; nicht dass sie noch jahrelang die Luft in Afrika oder sonst wo auf der Erde vergiften können.

Und was die deutschen Arbeitsplätze betrifft: Hier hilft wirklich nur eine komplette Umorientierung auf umweltfreundliche Antriebstechniken. Auch dort werden Fachleute gebraucht. Diese Umorientierung ist aber in der deutschen Autoindustrie dank unserer klugen Manager so gründlich verpennt worden, dass der technologische Vorsprung anderer Länder wie z. B. Japan oder USA auf Jahre nicht einzuholen ist.

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Jul 01 2017

Extremer Dauerregen in Berlin

Am 29. und 30. 06. 2017 wurde Berlin von einem sintflutartigen Dauerregen über mehr als 24 Stunden heimgesucht. Sie sind noch gut in Erinnerung, die Bilder aus der Berliner Abendschau:

  • Wasser läuft in Sturzbächen die Treppe zur U-Bahn hinaub
  • Einwohner baden in den Sintfluten auf der Straße
  • Wasser dringt in das Innere von BVG-Bussen ein und steht dort mehrere Zentimeter hoch.
  • Unzählige Einsätze der Berliner Feuerwehr, die beim Leerpumpen vollgelaufener Keller nicht hinterher kommen.

Bei www.wetter.com kann man die an verschiedenen Wetterstationen in Berlin an diesen beiden Tagen gemessenen Niederschlagsmengen an Hand von Säulendiagrammen recherchieren. Mit 178,1 mm am 29.06.2017 und 128,5 mm Niederschlag wurde an der Wetterstation Berlin-Tegel der Spitzenwert erreicht; in der Summe beider Tage also 306,6 mm. Berlin hat ein Jahresniederschlagsmittel von knapp 600 mm. Das heißt, in Tegel ist an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zusammen die Hälfte dieses Mittels überschritten worden. Boa !

Niederschlagsdiagramm der Wetterstation Berlin-Tegel für die Zeit vom 24.06.2017 bis 30.06.2017; Quelle: www.wetter.com

Wir haben solche extremen Niederschlagswetterlagen sicher nur extrem selten. Aber in den letzten Jahren häufen sie sich:

  • Oderhochwasser im Juli 1997 und Mai 2010
  • Elbe- und Donau-Hochwasser im August 2002 und
  • Elbe- und Donau-Hochwasser Ende Mai bis Juni 2013
  • Dauerregen in Vorpommern im Juli 2011, ich hatte darüber berichtet

und viele weitere Beispiele.

Nun kann man mir also erzählen, was man will: Diese Häufung sind keine zufälligen Wetterphänomene, sondern Auswirkungen des von uns Menschen gemachten Klimawandels. Auch anderenorts auf dieser Welt sind diese Auswirkungen immer mehr zu spüren:

  • Abschmelzung der Eiskappen an den Polen und damit einhergehend Zerstörung der Lebensräume der Eisbären und anderer Tiere
  • Anstieg des Meeresspiegels, die Malediven versinken jetzt schon allmählich in den Fluten
  • Ausbreitung der Wüsten und mehrjähriger Ausfall von Regenzeiten in tropischen Gebieten (Zur Zeit ist Ostafrika vom Ausfall von vier Regenzeiten betroffen, was zu extremer Dürre und Hungerkatastrophe geführt hat)
  • Anstieg der Hurricane sowohl bezüglich ihrer Anzahl als auch ihrer Größe und Wucht über dem Atlantik und Nordamerika

usw.

Die Weltpolitik ist wirklich endlich an der Reihe, wirksame Maßnamen gegen den Klimawandel zu vereinbaren und – vor allem auch – umzusetzen. Ansonsten graben wir Erdenbewohner unser eigenes Grab.

Die Erde überlebt auch ohne uns, notfalls als anderer Planet als sie jetzt (noch) ist. Wir aber überleben nicht ohne die Erde.

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