Sep 20 2017

Der Dom Sankt Marien zu Havelberg und seine kessen Dohlen

 

Der Havelberger Dom weist, insbesondere am Turm, zahlreiche Nischen im alten Backsteingemäuer auf. Ein idealer Tummelplatz für die kleinste mitteleuropäische Krähenart – die Dohle. Ich hatte dort in den vergangenen Jahren mehrfach Dohlen und manchmal auch Turmfalken beobachtet.

Auch gestern war ich dort und traf dort unmittelbar am Dom und in dessen näherer Umgebung wohl mehr als einhundert Dohlen an. Allein auf dem First des Kirchenschiffs saßen wohl mehr als fünfzig Dohlen. Die Dohlen „dohlten“ um die Wette, jede versuchte lauter zu sein als die andere. Ab und an kabbelten sie sich – meist im Fluge.

Turmfalken hatte ich gestern allerdings nicht gesehen.

Eine jedoch mogelte sich unter die Dohlen: eine Straßentaube tat so, als sei sie Dohle und besetzte eine der vielen Mauerwerksnischen. 😉

Fotos aufgenommen am 19.09.2017

 

 

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Aug 04 2017

Diesel-Skandal ohne Ende

War da was ? Haben sich da gerade die Spitzen der drei größten deutschen Autokonzerne und der Chef der Verbandes der Automoblil-Industrie (ex-Bundesverkehrsminister Wissmann) mit den Spitzen aus der Politik getroffen, um über Lösungen zum Diesel-Skandal zu beraten ?

Und was ist bei herausgekommen ?

Juhu, wir machen ein Software-Update. Kostet 50 … 100 € pro Wagen. Bringt knapp eine Hand voll Prozent Stickoxid-Einsparung. Jubel Jubel.

Die deutsche Automobilindustrie hat mit ihrer Geheimkrämerei und einer betrügerischen Motorsteuerung, die dafür sorgt, dass auf dem Prüfstand die Grenzwerte eingehalten werden, im realen Betriebseinsatz jedoch um ein Vielfaches überschritten werden, ihre Kunden, die Kfz.-Käufer, sowie die Öffentlichkeit über zehn oder mehr Jahre betrogen. Und die Politik hat mitgemacht, in dem sie Testbedingungen freigegeben hat, die mit dem Realbetrieb nichts zu tun haben.

Gelackmeiert sind wir alle. Weil unsere Luft in den Städten immer intensiver von Stickoxiden vergiftet wird. Und weil den Autokäufern Eigenschaften zugesichert wurden, die bezüglich des Schadstoffausstoßes im Realbetrieb nicht mal annähernd eingehalten werden.

Wozu diente das alles ? Zur Stickoxidreinigung wäre in jedem dieselgetriebenen Kraftfahrzeug ein SCR-Katalysator erforderlich, der mit Hilfe einer Harnstofflösung (in Deutschland wird dafür die Markenbezeichnung „AdBlue“ verwendet), die Stickoxide in Wasser und Stickstoff, welcher natürlich zu ca. 70 … 80 % in der Luft enthalten ist, umgewandelt. Sowohl der SCR-Katalysator kostet Geld (für PKW werden ca. 3000 € genannt) als auch entstehen durch den Verbrauch der Harnstofflösung zusätzliche Betriebkosten. Damit wäre ein Diesel-PKW in der Anschaffung und im Betrieb deutlich teurer und wohl zum Benziner nicht mehr konkurrenzfähig. Das heißt, der Betrug mit dem Stickoxidausstoß wurde von der Autoindustrie vorsätzlich und deswegen auch geheimniskrämerisch gemacht, um den Dieselwagen marktfähig zu machen.

Fazit: Das jahrelange betrügerische Missmanagement der Autoindustrie ist jetzt endlich ans Tageslicht gekommen (dank der Amerikaner), und die Missmanager tun so, als ginge es immer weiter so, als hätten sie weiter das Recht, unsere Stadtluft zu vergiften. Und die Politik taumelt von einer Ohnmacht zur nächsten.

Einige Lokalpolitiker bringen jetzt (endlich) Fahrverbote für die Dreckschleudern ins Gespräch, doch auch hier sind zunächst erst einmal die Fahrzeughalter die Dummen. Völlig zu Recht werden Bedenken angemeldet, dass z. B. Kleinunternehmer durch solche Fahrverbote ruiniert würden. Auch für Privatpersonen wäre der Schaden immens.

Vorhin habe ich im MDR-Fernsehen einen Beitrag gesehen, bei dem ein MAN-Bus der Dresdener Verkehrsbetriebe bei der Fahrt im Stadtverkehr bezüglich des Stickoxid-Ausstoßes getestet wurde. Fazit: Er stößt genauso viel aus, wie ein Mittelklasse-PKW. Pro Fahrzeuginsasse aber nur 1/25 oder 1/50 des Mittelklasse-PKW. Der Bus war mit SCR-Filter ausgestattet, und der Harnstofftank war gefüllt. Das beweist also, dass das Problem technisch gelöst ist. Hier der Link zu dem Beitrag beim MDR-Fernsehen.

Unter diesen Umständen wäre es nur gerecht, allen ohne SCR-Filter ausgestatten Dieselfahrzeuge sofort die Zulassung zu entziehen und allen Fahrzeugeigentümern ein zu Lasten der Industrie finanzierten gleichwertigen Ersatzwagen zu übereignen (natürlich im Tausch gegen die Dreckschleuder). Und die Dreckschleudern – ebenfalls zu Lasten der Industrie – sofort verschrotten zu lassen; nicht dass sie noch jahrelang die Luft in Afrika oder sonst wo auf der Erde vergiften können.

Und was die deutschen Arbeitsplätze betrifft: Hier hilft wirklich nur eine komplette Umorientierung auf umweltfreundliche Antriebstechniken. Auch dort werden Fachleute gebraucht. Diese Umorientierung ist aber in der deutschen Autoindustrie dank unserer klugen Manager so gründlich verpennt worden, dass der technologische Vorsprung anderer Länder wie z. B. Japan oder USA auf Jahre nicht einzuholen ist.

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Jul 01 2017

Extremer Dauerregen in Berlin

Am 29. und 30. 06. 2017 wurde Berlin von einem sintflutartigen Dauerregen über mehr als 24 Stunden heimgesucht. Sie sind noch gut in Erinnerung, die Bilder aus der Berliner Abendschau:

  • Wasser läuft in Sturzbächen die Treppe zur U-Bahn hinaub
  • Einwohner baden in den Sintfluten auf der Straße
  • Wasser dringt in das Innere von BVG-Bussen ein und steht dort mehrere Zentimeter hoch.
  • Unzählige Einsätze der Berliner Feuerwehr, die beim Leerpumpen vollgelaufener Keller nicht hinterher kommen.

Bei www.wetter.com kann man die an verschiedenen Wetterstationen in Berlin an diesen beiden Tagen gemessenen Niederschlagsmengen an Hand von Säulendiagrammen recherchieren. Mit 178,1 mm am 29.06.2017 und 128,5 mm Niederschlag wurde an der Wetterstation Berlin-Tegel der Spitzenwert erreicht; in der Summe beider Tage also 306,6 mm. Berlin hat ein Jahresniederschlagsmittel von knapp 600 mm. Das heißt, in Tegel ist an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zusammen die Hälfte dieses Mittels überschritten worden. Boa !

Niederschlagsdiagramm der Wetterstation Berlin-Tegel für die Zeit vom 24.06.2017 bis 30.06.2017; Quelle: www.wetter.com

Wir haben solche extremen Niederschlagswetterlagen sicher nur extrem selten. Aber in den letzten Jahren häufen sie sich:

  • Oderhochwasser im Juli 1997 und Mai 2010
  • Elbe- und Donau-Hochwasser im August 2002 und
  • Elbe- und Donau-Hochwasser Ende Mai bis Juni 2013
  • Dauerregen in Vorpommern im Juli 2011, ich hatte darüber berichtet

und viele weitere Beispiele.

Nun kann man mir also erzählen, was man will: Diese Häufung sind keine zufälligen Wetterphänomene, sondern Auswirkungen des von uns Menschen gemachten Klimawandels. Auch anderenorts auf dieser Welt sind diese Auswirkungen immer mehr zu spüren:

  • Abschmelzung der Eiskappen an den Polen und damit einhergehend Zerstörung der Lebensräume der Eisbären und anderer Tiere
  • Anstieg des Meeresspiegels, die Malediven versinken jetzt schon allmählich in den Fluten
  • Ausbreitung der Wüsten und mehrjähriger Ausfall von Regenzeiten in tropischen Gebieten (Zur Zeit ist Ostafrika vom Ausfall von vier Regenzeiten betroffen, was zu extremer Dürre und Hungerkatastrophe geführt hat)
  • Anstieg der Hurricane sowohl bezüglich ihrer Anzahl als auch ihrer Größe und Wucht über dem Atlantik und Nordamerika

usw.

Die Weltpolitik ist wirklich endlich an der Reihe, wirksame Maßnamen gegen den Klimawandel zu vereinbaren und – vor allem auch – umzusetzen. Ansonsten graben wir Erdenbewohner unser eigenes Grab.

Die Erde überlebt auch ohne uns, notfalls als anderer Planet als sie jetzt (noch) ist. Wir aber überleben nicht ohne die Erde.

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Jun 30 2017

Neues Ungemach: Weiteres Freihandels-Abkommen, diesmal mit Japan, droht grundlegende Rechte zu untergraben

Die EU-Kommission verhandelt, wie jetzt durch Öffentlichmachung entsprechender Unterlagen durch Greenpeace Niederlande bekannt wurde, seit Jahren ein Freihandelsabkommen mit Japan unter der Kurzbezeichnung JEFTA. Die Bundesregierung, namentlich unsere Kanzlerin, Frau Merkel, ist aktiv daran beteiligt.

Wie schon vorher bei TTIP und CETA wurde seitens der EU-Komission nahezu alles über die Verhandlungen geheim gehalten.

Wie schon bei TTIP und CETA droht durch JEFTA die Untergrabung von nationalem Umweltrecht und Verbraucherschutzrecht durch die multinationalen Riesenkonzerne.

Wie schon bei TTIP und CETA sollen sogenannte Schiedsgerichte auf privater Basis, die keinerlei öffentlicher Kontrolle unterliegen, über Milliarden-„Schadenersatzforderungen“ gegen Länder, die ihre Standards gegen die Riesenkonzerne verteidigen wollen, entscheiden.

Ich habe gerade, weil ich durch eine Bekannte dazu einen Tipp bekommen habe, bei Campact gegen JEFTA gevotet.

Hier geht es zum Votum, und hier gibt es auch entsprechende Informationen:

https://www.campact.de/jefta-stoppen/appell/teilnehmen/

Ich habe durchaus nichts gegen die Erleichterung internationaler Handelsbeziehungen. Aber die nationale Hoheit über geltende Standards bei Umwelt-, Wirtschafts- und Verbraucherrecht darf unter keinen Umständen durch Freihandelsabkommen angetastet werden. Das betrifft auch die Hoheit der nationalen Gerichtsbarkeit über die Zulässigkeit und Rechtskonformität von Projekten internationaler Konzerne in den Ländern. Privatwirtschaftlich organisierte Schiedgerichte sind inkompetent und nicht authorisiert, im Namen des Volkes Recht zu sprechen.

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Jun 21 2017

Erdkröte am Rummelsburger See gesichtet

Am Abend des 20.06.2017 haben wir auf dem Weg entlang des Rummelsburger Ufers (Berlin) eine Erdkröte, wohl ein Männchen, gesehen. Seeseits des Weges ist viel Baum- und Strauchbestand und der Boden ist teilweise sumpfig. Am Ufer des Rummelsburger Sees gibt es einen einige Meter breiten Schilfgürtel, in dem auch Wasservögel brüten. Landseits des Weges sind mehr oder weniger gepflegte Grünanlagen mit Rasen, aufgelockert stehenden Bäumen und Sträuchern.

Die Kröte war also gegen 19:30 Uhr auf dem Weg zum Ufer und überquerte dabei diesen stark von Fußgängern und Radfahrern frequentierten Weg. Um sie vor all zu schnellen Radlern, die die Kröte möglicherweise übersehen könnten, zu schützen, hatten wir uns so gestellt, dass die Kröte bis zum Erreichen der Seeseite des Weges geschützt ist.

 

 

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Jun 05 2017

Ausflug ins Donaudelta

In der vergangenen Woche war ich für sechs Tage Teilnehmer einer Exkursion ins Donaudelta, Rumänien. Lokaler Veranstalter war „Tioc Natur- und Studienreisen“ des rumänischen Biologen, Umweltaktivisten und Avifaunisten Tiberiu Tioc. Die Reise wurde vermittelt durch „Kolibri Reisen“.

Die Anreise erfolgte mittels der Lufthansa mit Umsteigen in Frankfurt/Main nach Bukarest. Von dort aus holte uns Herr Tioc persönlich mit dem Auto ab. Die eigentliche Tour ins Donaudelta mit dem Hotelboot begann dann im 280 Auto-Kilometer vom Flughafen Bukarest entfernten Tulcea, das Tor zum Donaudelta.

Ich habe auf dieser Tour wieder so einige Vogelarten neu kennengelernt, u. a. Blauracke, Nachtreiher, Rallenreiher, Purpurreiher, Seidenreiher und Braunsichler.

Am Anreisetag (28.05.2017) hatte ich abends noch die Gelegenheit, in der Umgebung des Liegeplatzes des Hotelbootes ein paar Vögel zu beobachten, u. a. ein paar Dohlen, Rauch- und Mehlschwalben, Bachstelzen und Flussseeschwalben. Nachts habe ich dann Sprosser gehört, deren Gesang dem der Nachtigall ähnlich, aber eben doch ein bisschen anders ist. Die Dohlen schienen sich an einem alten, längst stillgelegten Hafenkran besonders wohl zu fühlen.

Am 29.05. wurde unser Hotelboot dann mit einem Schlepper, der uns die ganze Tour begleitete, auf dem Sulinaarm nach Maliuc befördert, das wir gegen Mittag erreichten. Nachmittags gab es dann den ersten Ausflug mit kleinen Motorbooten in den „Dschungel“ des Donaudeltas, nördlich von Maliuc, und abends noch einen kleinen Spaziergang bei Maliuc, bei dem ich erstmals in meinem Leben Europäische Sumpfschildkröten in freier Wildbahn zu Gesicht bekam. Sie sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Am 30.05. gab es einen weiteren Motorbootausflug, ehe unser Hotelboot am Nachmittag weiter in die Nähe von Crisan befördert wurde.

Am 31.05. gab es zwei weitere Motorbootausflüge, einen nördlich des Sulina-Armes und einen südlich davon.

Am 01.06. führten wir einen Tagesausflug nach Letea durch, mit kleiner Pferdekutschtour und Besichtigung der steppenähnlichen Landschaft nördlich von Letea. Die Pferde wurden massiv von Pferdebremsen attackiert. Bei einer russisch-ukrainischen Familie in Letea waren wir zu Besuch und machten dort Picknick. Abends wurde unser Hotelboot dann wieder westwärts auf dem Kanal Ocuta an Mila 23 vorbei bis nahe an den Fortuna-See befördert.

Am 02.06. wurde unser Hotelboot dann weiter westwärts bis nördlich von Ilganii de Sus befördert. Es folgte noch ein letzter Motorbootausflug in den „Dschungel“ um den Purcelu- und den Carasu-See herum, ehe das Hausboot dann am Abend zurück nach Tulcea befördert wurde.

Am 03.06. früh hieß es, Abschied zu nehmen von der Besatzung des Hotelschiffes. Herr Tioc und ein weiterer Fahrer brachte uns dann am Vormittag wieder zum Budapester Flughafen zurück. Während der Fahrt überflog wenige Meter vor unserem Kleinbus ein Wiedehopf die Straße. Im Donaudelta habe ich leider keinen gesehen.

Bei der Rückreise nach Deutschland gab es unerwartete Probleme. Ein Gewitter soll über Frankfurt gewütet haben, was zu Chaos auf dem Frankfurter Flughafen führte. So traf ich dann in Berlin erst mit fast zwei Stunden Verspätung ein, aber ohne meinen Koffer. Der war wohl im Frankfurter Chaos irgendwo liegen geblieben. Erst am Pfingstmontag, den 05.06. nachmittags bekam ich dann endlich den Koffer. Ein Verlust wäre sehr bitter für mich gewesen, denn abgesehen vom Inhalt im Wert von ca. 200 … 300 Euro hatte ich mir diesen Koffer für ca. 230 Euro vor der Reise neu gekauft.

Von diesem Makel bei der Rückreise abgesehen, war es ein herrlicher Urlaub. Herr Tioc hatte alles bestens organisiert, so dass wir die Tour wirklich ausgelassen genießen konnten und uns ganz auf das Erleben der Natur – bei mir natürlich vorrangig auf die Beobachtung der Vogelfauna – konzentrieren konnten. Mit seiner Erfahrung als Biologe und Umweltaktivist hat er uns vieles auch sehr gut erklären können und uns beim Kennenlernen der Vogelarten geholfen.

28.05.2017:

29.05.2017:

30.05.2017:

31.05.2017:

01.06.2017:

Abflug eines Rosapelikans (leider gibts auch im Donaudelta zuweilen Umweltschweine, wie die Plasteflasche beweist):

02.06.2017:

 

Und hier noch ein paar Vogelstimmen:

 

 

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Apr 23 2017

Kleine Fotosession an der Greenwich-Promenade in Berlin-Tegel

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Tulpen, aufgenommen am 18.04.2017 an der Greenwich-Promenade, Berlin-Tegel

23.04.2017

Am 18.04.2017 hatte ich mal wieder eine kleine Fotosession an der Greenwich-Promenade (Berlin-Tegel) unternommen. Es war, wie schon den ganzen April, kalt und windig, aber immerhin zeitweilig gab es ein bisschen Sonne.

Neben meiner besonderen Liebe, den Vögeln, habe ich auch ein paar Blumen fotografiert. An diesem Tage fand ich auf mehreren Wiesen größere Ansammlungen von Tulpen und gelbe Narzissen, die der Bezirk reinickendorf dort hat anpflanzen lassen. Das ergab einen sehr schönen Anblick.

Mit der Fotografie der Höckerschwäne, Kanadagänse und Stockenten habe ich mich diesmal etwas zurück gehalten, die habe ich dort schon so oft fotografiert. Die Singvögel taten sich diesmal sehr schwer, sich von mir fotografieren zu lassen, sie sind halt auch ein bisschen launig 😉 Lediglich ein Spatz zeigte sich in bester Fotoposition. Eine Möchsgrasmücke habe ich nur vor dunklem Hintergrund vor das Objektiv bekommen, was das exakte Fokussieren extrem schwer machte.

Aber immerhin waren mal wieder zwei Graugänse anwesend, und ein Graureiher ließ sich mal kurz blicken. Er war direkt über mir eingeschwebt und ließ sich nur wenige Meter von mir entfernt auf den Terrassen am Südende der Greenwich-Promenade nieder. Graureiher sieht man dort nur selten.

Ansonsten beobachtete ich, wie sich eine Kanadagans ganz nahe bei zwei Graugänsen aufhielt. Das mit dem Futtern war nur Tarnung ? Wollte sie fremdgehen ? 😉

 

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Jan 03 2017

Letzte Fotos im Jahr 2016

30.12.2016

An diesem Tage – es war der einzige Dezembertag mit herrlichem Sonnenschein – trieb ich mich mal wieder auf den Oderpoldern bei Schwedt herum. Angesichts der Sonne war es teilweise schwierig, überhaupt etwas zu sehen, das Gegenlicht blendete. Aber dennoch gab es ein paar interessante Beobachtungen. Das Interessanteste waren ohne Zweifel die Seidenschwänze, die ich in der Nähe von Stützkow fotografierte.

 

 

29.12.2016

An diesem Tage war ich in Berlin am Spandauer See in Haselhorst sowie anschließend an der Greenwich-Promenade in Tegel.

 

 

26.12.2016

Am 2. Weihnachtsfeiertag war ich auf der Halbinsel Stralau in Berlin.

 

 

03.12.2016

An diesem Tage war ich zunächst an den Karower Teichen und später an der Greenwich-Promenade (Berlin).

 

Die Karower Teiche waren nahezu komplett zugefroren, lediglich am Ententeich war noch ein bisschen eisfrei. Dort tummelten sich Graugänse.
An der Greenwich-Promenade hingegen gab es kein Eis.

 

 

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Nov 13 2016

Winterzeit – Krähenzeit

Dieses Wochenende hatten wir in Berlin erstmals so etwas wie Winter. Zwar gab es noch keinen Schnee. Ganz im Gegenteil, wir hatten herrlichen Sonnenschein. Aber es gab eine hochdruckgespeiste Luftströmung aus Nordrussland (kontinentale Polarluft nennt man wohl sowas), die neben trockener Luft Kälte brachte. Nachts war es jetzt so um -5°C, tagsüber nur 1 … 2 °C über dem Gefrierpunkt. Solche Temperaturen treten in Berlin oft auch im Januar auf.

Auf dem ehemaligen Flugplatz Johannisthal habe ich heute auf einer Wiese eine größere Schar (schätze so ca. 50) Saatkrähen beobachtet. Berlin ist Überwinterungsgebiet von Saatkrähen, die genau dort brüten, woher die Luftströmung kam. Bei uns brüten nur wenige Saatkrähen.

Und – wie immer – wo Saatkrähen sind, sind auch ein paar Dohlen. Dürften so 10 … 20 gewesen sein. Auch eine Nebelkrähe und eine Elster hatten sich unter die Saatkrähen gemischt, womit ich dann also vier Arten von Rabenvögeln zu sehen bekam.

Und – wie immer – dort wo Krähen sind, gibt es auch krähentypisches Geschrei 😉

 

 

 

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Okt 31 2016

Tragische Entdeckung: Fünf verunglückte Kraniche

Am Sonnabend, dem 29.10.2016 unternahm ich eine Radtour in der Uckermark, von Wilmersdorf nach Angermünde. Ursprünglich hatte ich die Tour viel weiter geplant, aber infolge meiner Beobachtungen und Aktivitäten bin ich mehrfach längere Zeit aufgehalten worden. Und zum Schluss, als ich mich Angermünde näherte, fing es auch noch an zu regnen.

 

Doch der Reihe nach:

Schon vom Zug aus (RE3 nach Stralsund) sah ich rechts der Strecke kurz vor Wilmersdorf zwei oder drei kleine Tümpel mit einer größeren Anzahl von Kranichen.

Nachdem ich in Wilmersdorf ausgestiegen war, wollte ich zwischen Wilmersdorf und Peetzig auf der Nordostseite der Bahn einen Feldweg zur Vermeidung der Straße befahren, der in meiner VBB-Karte verzeichnet ist. Dazu musste ich, von Wilmersdorf in Richtung Greiffenberg fahrend, zunächst rechts in die Straße nach Steinhövel abbiegen, um dann gleich wieder links in den Feldweg einzubiegen. Der macht dann einen Rechtsschwenk und verläuft dann über mehrere Hundert Meter entlang einer 220-kV-Freileitung, teilweise darunter. Der Weg endete dann abrupt, weil der Landwirt ihn umgepflügt hat. Und an diesem Wegende lagen auf einer Länge von ca. 100 … 200 m verteilt fünf Kadaver von Kranichen. Sie lagen alle direkt unter der Hochspannungsfreileitung. Zwei Kadaver hatte ich mir aus der Nähe angesehen und dabei festgestellt,

  • dass sie keine Verbrennungsspuren, die auf Tod durch Lichtbogen hindeuten würden, hatten
  • dass die Kadaver noch ziemlich frisch aussahen, was darauf hindeutet, dass sie noch nicht lange da lagen.

Mich hat diese Entdeckung sehr traurig gemacht wegen des Schicksals der Kraniche. Kraniche gehören ja zu den sympatischsten unserer heimischen Wildtiere; auch ich freue mich immer sehr, wenn ich Kraniche sehe oder höre.

Ich habe dann noch ein paar Fotos gemacht und mir die Stelle genau gemerkt.

 

 

Artikel der Märkischen Oderzeitung (Online) zu dem tragischen Vorfall: Todesfalle Hochspannungsleitung

 

Da der Weg dort endete, musste ich dann doch wieder zur Hauptstraße zurück, der ich dann bis Greiffenberg folgte, um dort nach rechts nach Peetzig abzubiegen. Ab Peetzig bin ich bis zu den Blumberger Teichen dem Fernradweg Berlin-Usedom gefolgt. Die Blumberger Teiche sind eine größere Fischzuchtanlage. Das Wasser war teilweise abgelassen worden, so dass der Wasserstand ziemlich niedrig war und die Teiche teilweise trocken gefallen waren. Dennoch gab es eine ganze Menge an Vögeln zu entdecken:

  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Gänsesäger
  • Schellenten
  • Reiherenten
  • Stockenten
  • Kormorane
  • Höckerschwäne

Klar habe ich da längere Zeit zugebracht, und zum Fotografieren auch mehrfach die Position gewechselt.

 

 

Anschließend bin ich dann zum Nabu-Stützpunkt „Blumberger Mühle“ gefahren und habe dort die Beobachtung vom Tod der Kraniche gemeldet. Der Nabu-Stützpunkt organisierte dann auch kurzfristig, dass die Kadaver geborgen werden.

Später fuhr ich dann weiter nach Angermünde. Dabei durchfährt man die Ausfädelung der Bahnstrecke nach Stralsund aus der Strecke nach Stettin. Kurz vor der Kreuzung der Strecke nach Stettin habe ich dann auf einem Stoppelacker eine größere Gruppe Krähen (Nebel- und Saatkrähen sowie Dohlen) und eine größere Gruppe Stare beim Futtern beobachtet. Ein paar Minuten später setzten sich einige von ihnen auf die Fahrleitung der Bahn, was mir das Fotografieren erleichterte. Nachdem ich dann die Stettiner Bahn überquert hatte, traf ich links auf einem weiteren Stoppelacker eine größere Gruppe von Gänsen an. Die meisten von ihnen waren Saatgänse, aber einige Blässgänse waren auch dabei. Diese beiden Arten sieht man im Winterhalbjahr in Brandenburg oft zusammen.

 

 

 

 

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