Jun 21 2017

Erdkröte am Rummelsburger See gesichtet

Am Abend des 20.06.2017 haben wir auf dem Weg entlang des Rummelsburger Ufers (Berlin) eine Erdkröte, wohl ein Männchen, gesehen. Seeseits des Weges ist viel Baum- und Strauchbestand und der Boden ist teilweise sumpfig. Am Ufer des Rummelsburger Sees gibt es einen einige Meter breiten Schilfgürtel, in dem auch Wasservögel brüten. Landseits des Weges sind mehr oder weniger gepflegte Grünanlagen mit Rasen, aufgelockert stehenden Bäumen und Sträuchern.

Die Kröte war also gegen 19:30 Uhr auf dem Weg zum Ufer und überquerte dabei diesen stark von Fußgängern und Radfahrern frequentierten Weg. Um sie vor all zu schnellen Radlern, die die Kröte möglicherweise übersehen könnten, zu schützen, hatten wir uns so gestellt, dass die Kröte bis zum Erreichen der Seeseite des Weges geschützt ist.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=20808

Jun 05 2017

Ausflug ins Donaudelta

In der vergangenen Woche war ich für sechs Tage Teilnehmer einer Exkursion ins Donaudelta, Rumänien. Lokaler Veranstalter war „Tioc Natur- und Studienreisen“ des rumänischen Biologen, Umweltaktivisten und Avifaunisten Tiberio Tioc. Die Reise wurde vermittelt durch „Kolibri Reisen“.

Die Anreise erfolgte mittels der Lufthansa mit Umsteigen in Frankfurt/Main nach Bukarest. Von dort aus holte uns Herr Tioc persönlich mit dem Auto ab. Die eigentliche Tour ins Donaudelta mit dem Hotelboot begann dann im 280 Auto-Kilometer vom Flughafen Bukarest entfernten Tulcea, das Tor zum Donaudelta.

Ich habe auf dieser Tour wieder so einige Vogelarten neu kennengelernt, u. a. Blauracke, Nachtreiher, Rallenreiher, Purpurreiher, Seidenreiher und Braunsichler.

Am Anreisetag (28.05.2017) hatte ich abends noch die Gelegenheit, in der Umgebung des Liegeplatzes des Hotelbootes ein paar Vögel zu beobachten, u. a. ein paar Dohlen, Rauch- und Mehlschwalben, Bachstelzen und Flussseeschwalben. Nachts habe ich dann Sprosser gehört, deren Gesang dem der Nachtigall ähnlich, aber eben doch ein bisschen anders ist. Die Dohlen schienen sich an einem alten, längst stillgelegten Hafenkran besonders wohl zu fühlen.

Am 29.05. wurde unser Hotelboot dann mit einem Schlepper, der uns die ganze Tour begleitete, auf dem Sulinaarm nach Maliuc befördert, das wir gegen Mittag erreichten. Nachmittags gab es dann den ersten Ausflug mit kleinen Motorbooten in den „Dschungel“ des Donaudeltas, nördlich von Maliuc, und abends noch einen kleinen Spaziergang bei Maliuc, bei dem ich erstmals in meinem Leben Europäische Sumpfschildkröten in freier Wildbahn zu Gesicht bekam. Sie sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Am 30.05. gab es einen weiteren Motorbootausflug, ehe unser Hotelboot am Nachmittag weiter in die Nähe von Crisan befördert wurde.

Am 31.05. gab es zwei weitere Motorbootausflüge, einen nördlich des Sulina-Armes und einen südlich davon.

Am 01.06. führten wir einen Tagesausflug nach Letea durch, mit kleiner Pferdekutschtour und Besichtigung der steppenähnlichen Landschaft nördlich von Letea. Die Pferde wurden massiv von Pferdebremsen attackiert. Bei einer russisch-ukrainischen Familie in Letea waren wir zu Besuch und machten dort Picknick. Abends wurde unser Hotelboot dann wieder westwärts auf dem Kanal Ocuta an Mila 23 vorbei bis nahe an den Fortuna-See befördert.

Am 02.06. wurde unser Hotelboot dann weiter westwärts bis nördlich von Ilganii de Sus befördert. Es folgte noch ein letzter Motorbootausflug in den „Dschungel“ um den Purcelu- und den Carasu-See herum, ehe das Hausboot dann am Abend zurück nach Tulcea befördert wurde.

Am 03.06. früh hieß es, Abschied zu nehmen von der Besatzung des Hotelschiffes. Herr Tioc und ein weiterer Fahrer brachte uns dann am Vormittag wieder zum Budapester Flughafen zurück. Während der Fahrt überflog wenige Meter vor unserem Kleinbus ein Wiedehopf die Straße. Im Donaudelta habe ich leider keinen gesehen.

Bei der Rückreise nach Deutschland gab es unerwartete Probleme. Ein Gewitter soll über Frankfurt gewütet haben, was zu Chaos auf dem Frankfurter Flughafen führte. So traf ich dann in Berlin erst mit fast zwei Stunden Verspätung ein, aber ohne meinen Koffer. Der war wohl im Frankfurter Chaos irgendwo liegen geblieben. Erst am Pfingstmontag, den 05.06. nachmittags bekam ich dann endlich den Koffer. Ein Verlust wäre sehr bitter für mich gewesen, denn abgesehen vom Inhalt im Wert von ca. 200 … 300 Euro hatte ich mir diesen Koffer für ca. 230 Euro vor der Reise neu gekauft.

Von diesem Makel bei der Rückreise abgesehen, war es ein herrlicher Urlaub. Herr Tioc hatte alles bestens organisiert, so dass wir die Tour wirklich ausgelassen genießen konnten und uns ganz auf das Erleben der Natur – bei mir natürlich vorrangig auf die Beobachtung der Vogelfauna – konzentrieren konnten. Mit seiner Erfahrung als Biologe und Umweltaktivist hat er uns vieles auch sehr gut erklären können und uns beim Kennenlernen der Vogelarten geholfen.

28.05.2017:

29.05.2017:

30.05.2017:

31.05.2017:

01.06.2017:

Abflug eines Rosapelikans (leider gibts auch im Donaudelta zuweilen Umweltschweine, wie die Plasteflasche beweist):

02.06.2017:

 

Und hier noch ein paar Vogelstimmen:

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=20236

Apr 23 2017

Kleine Fotosession an der Greenwich-Promenade in Berlin-Tegel

20170418-61

Tulpen, aufgenommen am 18.04.2017 an der Greenwich-Promenade, Berlin-Tegel

23.04.2017

Am 18.04.2017 hatte ich mal weider eine kleine Fotosession an der Greenwich-Promenade (Berlin-Tegel) unternommen. Es war, wie schon den ganzen April, kalt und windig, aber immerhin zeitweilig gab es ein bisschen Sonne.

Neben meiner besonderen Liebe, den Vögeln, habe ich auch ein paar Blumen fotografiert. An diesem Tage fand ich auf mehreren Wiesen größere Ansammlungen von Tulpen und gelbe Narzissen, die der Bezirk reinickendorf dort hat anpflanzen lassen. Das ergab einen sehr schönen Anblick.

Mit der Fotografie der Höckerschwäne, Kanadagänse und Stockenten habe ich mich diesmal etwas zurück gehalten, die habe ich dort schon so oft fotografiert. Die Singvögel taten sich diesmal sehr schwer, sich von mir fotografieren zu lassen, sie sind halt auch ein bisschen launig 😉 Lediglich ein Spatz zeigte sich in bester Fotoposition. Eine Möchsgrasmücke habe ich nur vor dunklem Hintergrund vor das Objektiv bekommen, was das exakte Fokussieren extrem schwer machte.

Aber immerhin waren mal wieder zwei Graugänse anwesend, und ein Graureiher ließ sich mal kurz blicken. Er war direkt über mir eingeschwebt und ließ sich nur wenige Meter von mir entfernt auf den Terrassen am Südende der Greenwich-Promenade nieder. Graureiher sieht man dort nur selten.

Ansonsten beobachtete ich, wie sich eine Kanadagans ganz nahe bei zwei Graugänsen aufhielt. Das mit dem Futtern war nur Tarnung ? Wollte sie fremdgehen ? 😉

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=20194

Jan 03 2017

Letzte Fotos im Jahr 2016

30.12.2016

An diesem Tage – es war der einzige Dezembertag mit herrlichem Sonnenschein – trieb ich mich mal wieder auf den Oderpoldern bei Schwedt herum. Angesichts der Sonne war es teilweise schwierig, überhaupt etwas zu sehen, das Gegenlicht blendete. Aber dennoch gab es ein paar interessante Beobachtungen. Das Interessanteste waren ohne Zweifel die Seidenschwänze, die ich in der Nähe von Stützkow fotografierte.

 

 

29.12.2016

An diesem Tage war ich in Berlin am Spandauer See in Haselhorst sowie anschließend an der Greenwich-Promenade in Tegel.

 

 

26.12.2016

Am 2. Weihnachtsfeiertag war ich auf der Halbinsel Stralau in Berlin.

 

 

03.12.2016

An diesem Tage war ich zunächst an den Karower Teichen und später an der Greenwich-Promenade (Berlin).

 

Die Karower Teiche waren nahezu komplett zugefroren, lediglich am Ententeich war noch ein bisschen eisfrei. Dort tummelten sich Graugänse.
An der Greenwich-Promenade hingegen gab es kein Eis.

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=20014

Nov 13 2016

Winterzeit – Krähenzeit

Dieses Wochenende hatten wir in Berlin erstmals so etwas wie Winter. Zwar gab es noch keinen Schnee. Ganz im Gegenteil, wir hatten herrlichen Sonnenschein. Aber es gab eine hochdruckgespeiste Luftströmung aus Nordrussland (kontinentale Polarluft nennt man wohl sowas), die neben trockener Luft Kälte brachte. Nachts war es jetzt so um -5°C, tagsüber nur 1 … 2 °C über dem Gefrierpunkt. Solche Temperaturen treten in Berlin oft auch im Januar auf.

Auf dem ehemaligen Flugplatz Johannisthal habe ich heute auf einer Wiese eine größere Schar (schätze so ca. 50) Saatkrähen beobachtet. Berlin ist Überwinterungsgebiet von Saatkrähen, die genau dort brüten, woher die Luftströmung kam. Bei uns brüten nur wenige Saatkrähen.

Und – wie immer – wo Saatkrähen sind, sind auch ein paar Dohlen. Dürften so 10 … 20 gewesen sein. Auch eine Nebelkrähe und eine Elster hatten sich unter die Saatkrähen gemischt, womit ich dann also vier Arten von Rabenvögeln zu sehen bekam.

Und – wie immer – dort wo Krähen sind, gibt es auch krähentypisches Geschrei 😉

 

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=19981

Okt 31 2016

Tragische Entdeckung: Fünf verunglückte Kraniche

Am Sonnabend, dem 29.10.2016 unternahm ich eine Radtour in der Uckermark, von Wilmersdorf nach Angermünde. Ursprünglich hatte ich die Tour viel weiter geplant, aber infolge meiner Beobachtungen und Aktivitäten bin ich mehrfach längere Zeit aufgehalten worden. Und zum Schluss, als ich mich Angermünde näherte, fing es auch noch an zu regnen.

 

Doch der Reihe nach:

Schon vom Zug aus (RE3 nach Stralsund) sah ich rechts der Strecke kurz vor Wilmersdorf zwei oder drei kleine Tümpel mit einer größeren Anzahl von Kranichen.

Nachdem ich in Wilmersdorf ausgestiegen war, wollte ich zwischen Wilmersdorf und Peetzig auf der Nordostseite der Bahn einen Feldweg zur Vermeidung der Straße befahren, der in meiner VBB-Karte verzeichnet ist. Dazu musste ich, von Wilmersdorf in Richtung Greiffenberg fahrend, zunächst rechts in die Straße nach Steinhövel abbiegen, um dann gleich wieder links in den Feldweg einzubiegen. Der macht dann einen Rechtsschwenk und verläuft dann über mehrere Hundert Meter entlang einer 220-kV-Freileitung, teilweise darunter. Der Weg endete dann abrupt, weil der Landwirt ihn umgepflügt hat. Und an diesem Wegende lagen auf einer Länge von ca. 100 … 200 m verteilt fünf Kadaver von Kranichen. Sie lagen alle direkt unter der Hochspannungsfreileitung. Zwei Kadaver hatte ich mir aus der Nähe angesehen und dabei festgestellt,

  • dass sie keine Verbrennungsspuren, die auf Tod durch Lichtbogen hindeuten würden, hatten
  • dass die Kadaver noch ziemlich frisch aussahen, was darauf hindeutet, dass sie noch nicht lange da lagen.

Mich hat diese Entdeckung sehr traurig gemacht wegen des Schicksals der Kraniche. Kraniche gehören ja zu den sympatischsten unserer heimischen Wildtiere; auch ich freue mich immer sehr, wenn ich Kraniche sehe oder höre.

Ich habe dann noch ein paar Fotos gemacht und mir die Stelle genau gemerkt.

 

 

Artikel der Märkischen Oderzeitung (Online) zu dem tragischen Vorfall: Todesfalle Hochspannungsleitung

 

Da der Weg dort endete, musste ich dann doch wieder zur Hauptstraße zurück, der ich dann bis Greiffenberg folgte, um dort nach rechts nach Peetzig abzubiegen. Ab Peetzig bin ich bis zu den Blumberger Teichen dem Fernradweg Berlin-Usedom gefolgt. Die Blumberger Teiche sind eine größere Fischzuchtanlage. Das Wasser war teilweise abgelassen worden, so dass der Wasserstand ziemlich niedrig war und die Teiche teilweise trocken gefallen waren. Dennoch gab es eine ganze Menge an Vögeln zu entdecken:

  • Silberreiher
  • Graureiher
  • Gänsesäger
  • Schellenten
  • Reiherenten
  • Stockenten
  • Kormorane
  • Höckerschwäne

Klar habe ich da längere Zeit zugebracht, und zum Fotografieren auch mehrfach die Position gewechselt.

 

 

Anschließend bin ich dann zum Nabu-Stützpunkt „Blumberger Mühle“ gefahren und habe dort die Beobachtung vom Tod der Kraniche gemeldet. Der Nabu-Stützpunkt organisierte dann auch kurzfristig, dass die Kadaver geborgen werden.

Später fuhr ich dann weiter nach Angermünde. Dabei durchfährt man die Ausfädelung der Bahnstrecke nach Stralsund aus der Strecke nach Stettin. Kurz vor der Kreuzung der Strecke nach Stettin habe ich dann auf einem Stoppelacker eine größere Gruppe Krähen (Nebel- und Saatkrähen sowie Dohlen) und eine größere Gruppe Stare beim Futtern beobachtet. Ein paar Minuten später setzten sich einige von ihnen auf die Fahrleitung der Bahn, was mir das Fotografieren erleichterte. Nachdem ich dann die Stettiner Bahn überquert hatte, traf ich links auf einem weiteren Stoppelacker eine größere Gruppe von Gänsen an. Die meisten von ihnen waren Saatgänse, aber einige Blässgänse waren auch dabei. Diese beiden Arten sieht man im Winterhalbjahr in Brandenburg oft zusammen.

 

 

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=19858

Okt 06 2016

Kraniche im Nebel

Am 03.10.2016 habe ich den Tag der Deutschen Einheit im Nationalpark Unteres Odertal verbracht. Es ist Kranichsammelzeit, und da lohnt sich dorthin immer ein Ausflug, dachte ich. Die Wettervorhersage versprach wechselnde Bewölkung und kaum Niederschlag. Diese stimmte jedoch überhaupt nicht. Vormittags hatte es mehrfach schauerartig genieselt und die Sichtweite betrug wegen des Nebels gerade einmal ca. 50 m. Erst ab ca. 12:00 Uhr lichtete sich der Nebel allmählich, und der Regen verzog sich.

In Tantow startete ich die Radtour. Von dort aus fuhr ich die bekannte Radroute (Neiße-Oder-Radwanderroute) über Neurochlitz und Staffelde nach Mescherin und später weiter über Gartz bis Schwedt.

Entlang des beiderseits von Bäumen gesäumten Weges von Neurochlitz nach Staffelde hörte ich dann beiderseits eine größere Gruppe von Kranichen. Ich denke, es waren je mehr als 100 Kraniche. Nur – gesehen habe ich sie nicht; sie waren irgendwo im Nebel versteckt. Aber der Kranichgesang hat trotz des trüben Wetters meine Stimmung sofort positiv gefärbt. Ihn zu hören, ist einfach ein Ohrenschmaus 🙂

 

 

In Mescherin bestieg ich dann den neuen Beobachtungsturm neben der Brücke über die Westoder. Nur ca. 50 m entfernt, war die Brücke im Nebel kaum zu sehen. Nördlich des Turmes hörte ich eine große Gruppe von Graugänsen, aber auch sie waren im Nebel unsichtbar.

Erst während ich in Gartz Mittag aß, lichtete sich der Nebel allmählich. So konnte ich dann endlich auf dem Weg nach Friedrichsthal die ersten Tierfotos machen. Auf einer Wiese landseits des Deiches beobachtete ich eine längere Zeit lang zwei Rehe beim Futtern, einen Bock und eine Ricke. Beim Bock fiel auf, dass das rechte Horn abgeknickt war und ihm über das Gesicht hing.

Nahebei sah ich dann auch eine große Gruppe Graugänse, unter die sich ein paar Kiebitze gemischt hatten. Und einmal auch ein paar Kraniche im Flug.

Wenig später, an der Nordspitze des Gatower Polders, sah ich dann eine Möwe auf einem Schifffahrtszeichen sitzen. Dem äußeren Anschein nach war sie einer Silbermöwe sehr ähnlich, hatte jedoch gelbe Beine (Silbermöwe: rosa). Ich vermute, dass es eine Mittelmeermöwe war, sicher bin ich mir aber nicht.

 

 

Bei meiner Ankunft am Beobachtungsstand „Seeschwalbe“ am Gatower Polder wurde ich zunächst erst einmal mit einer panikartigen Flucht der Wasservögel konfrontiert. Ein suchender Blick, und die Ursache war ausgemacht: ein Seeadler ! Der interessíerte sich aber nicht für die Vögel, sondern griff sich einen Fisch und zog davon. Nachdem die Vögel wieder heruntergekommen waren und sich wieder beruhigt hatten, beobachtete ich dann ein paar Hundert Wasservögel auf dem Poldergewässer. Sicher erkannt habe ich:

  • Höckerschwan
  • Graugans
  • Stockente
  • Krickente
  • Löffelente
  • Spießente
  • Schnatterente
  • Zwergtaucher
  • Silberreiher
  • Kormoran

Und am Schilfrand entdeckte ich dann zu Hause bei der Fotosichtung einen Vogel, den ich aber nicht bestimmen konnte (zu weit entfernt). Die Graugänse – ganz in Gänsemanier – schnatterten unentwegt 😉

Da der Hinterlanddeich gegenüber der Schwedter Papierfabrik zur Zeit generalsaniert wird, ist die Verbindung von dem Beobachtungsstand zu Schleuse an der Schwedter Querfahrt zur Zeit gesperrt. Ich nahm daher den Umweg über den unmittel an der Oder liegenden Vordeich. Dabei entdeckte ich noch eine Schwanfamilie mit ein paar Jungen, und einen kleinen Frosch.

Nahe der Schleuse habe ich dann noch ein paar Graureiher (auf dem Schwedter Polder) und eine Silbermöwe (auf einer Laterne an der Zufahrt zur Schleuse) fotografiert.

 

 

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=19782

Jul 11 2016

Zwei Wochen Regen-Urlaub auf der „Sonneninsel“ Usedom

Ich war vom 26.06.2016 bis zum 10.07.2016 zwei Wochen auf der Insel Usedom, in Krummin, zum Urlaub machen. Es hätte ein noch viel schönerer Urlaub werden können, wenn das Wetter einigermaßen mitgespielt hätte. Aber mehr als drei regenfreie Tage (inklusive Anreisetag) hatte ich nicht. An zwei Tagen gab es mehr als 5-stündigen Dauerregen, so dass diese beiden Tage fast verloren waren. An den übrigen Tagen waren mehr oder weniger häufige und meist wenig intensive Regenschauer. Jedoch viel zu viel für mein Fotoequipment. Das heißt, für meine Touren und meine Fotoausflüge musste ich ständig den Regenradar auf meinem Smartphone im Blick behalten.

Das Wetterchaos fing aber schon am Anreisetag gut an: In der Nacht zum 26.06.2016 wütete bei Biesenthal ein Tornado, der, neben diversen anderen lokalen Schäden, die Fahrleitungen der Bahn herunter riss: Kein Zugverkehr zwischen Berlin und Eberswalde am 26.06.2016, jedenfalls vormittags nicht. Ohne ausdrückliche Nachfrage aber auch keine brauchbare Information seitens der DBAG. Nur am sogenannten „Service-Point“ im Berliner Hauptbahnhof gab man mir die Zusage, dass ich den Umweg mit dem RE 5 (Berlin – Neubrandenburg – Stralsund) und dann von Stralsund aus direkt mit der Usedomer Bäderbahn ohne Fahrpreisaufschlag fahren kann. Das sind immerhin ca. 100 km oder noch mehr Umweg.

Hier weiterlesen

Seeadler an der Südostspitze des Großen Wotig

Seeadler an der Südostspitze des Großen Wotig

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=19416

Jun 25 2016

König Fußball regiert wieder

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt, sagt man. Aber bei der aktuell laufenden Fußball-Europameisterschaft haben sich bisher auch ganz hässliche Seiten des Fußballs gezeigt. Wieder hat es massive Ausschreitungen sogenannter Fans – es sind in Wahrheit Schwerverbrecher, die die Fußballbühne mißbrauchen – mit zum Teil Schwerverletzten gegeben. Besonders gewalttätig sind bisher russische Hooligans aufgefallen. Weder die UEFA als Veranstalter noch Frankreich als ausrichtendes Land haben die Sicherheit der Zuschauer und der Zaungäste bisher sichern können. Dabei hatte man vor der EM Gewalt aus einer ganz anderen Ecke – der des islamistischen Terrors – befürchtet.

Fußball wurde aber auch gespielt. Allerdings ließ das fußballerische Niveau zum Teil zu Wünschen übrig. Nur 67 Tore in 36 Vorrundenspielen mögen dafür als Beleg gut geeignet sein. In den meisten Spielen regierte zu sehr die Taktik, was dem Show-Wert abträglich war. Möglicherweise ist das eine Folge der Aufblähung der EM auf 24 Mannschaften und der daraus resultierenden „Lucky-Looser“-Chance der vier besten Gruppendritten.

Die Vorrundenphase ist nun vorbei, heute beginnen die Achtelfinal-Spiele.

Doch will ich hier mal meine Einschätzung zu den Vorrunden-Gruppen hier abgeben.

Gruppe A:
Sowohl Frankreich als auch die Schweiz taten nur das Allernötigste. Überzeugen konnten beide nicht. Und dann gab es da noch das Trikot-Problem bei den Schweizern, wie peinlich für den Schweizer Verband und dessen Ausrüster (Puma).

Gruppe B:
Am Ende gewann Old England dann doch die Gruppe, ohne jedoch überzeugen zu können. Lediglich einen knappen Sieg gegen die Landsleute aus Wales kriegten sie hin. Vor allem im Umfeld des Spiels England – Russland gab es extreme Gewaltexzesse außerhalb des Stadions und auch innerhalb, wobei hauptsächlich Russen dafür verantwortlich waren.

Gruppe C:
Sieben Punkte für Deutschland, jedoch ohne spielerischen Glanz. Stabile Defensive stand einer leblosen Offensive gegenüber. Lediglich im letzten Spiel gegen Nordirland deutete die deutsche Offensive Schlagkräftigkeit an – aber die Chancenverwertung – Oh Gott 🙁 Nordirland war eine der positiven Überraschungen der Vorrunde.

Gruppe D:
Kroatien hat sich gegen Spanien durchgesetzt und gehört als Gruppensieger ohne Zweifel zu den positiven Überraschungen. Nun müsste endlich auch der kroatische Verband Europa-Niveau erreichen. Dazu müsste aber wohl der Korruptionssumpf durch komplette Neuausrichtung des Verbandes trocken gelegt werden. Wie schwierig das ist, haben in jüngster Vergangenheit FIFA und UEFA eindrucksvoll demonstriert. Absoluter Ausfall: Tschechien. Die haben wohl die Verjüngung versäumt, wenn Tomas Rosicky (35) und Jaroslaw Plasil (34) tragende Säulen der Mannschaft sind. Ihre Zeit war im vorigen Jahrzehnt.

Gruppe E:
Italien und Belgien haben sich mehr oder weniger durchgewurschtelt, ohne jedoch zu überzeugen. Aber vermutlich wissen sie, dass sie mit ihren Kräften noch haushalten müssen, um weit zu kommen. Immerhin: Belgien gelang ein 3:0-Sieg gegen Nordirland. Absoluter Ausfall: Schweden. Hier rächt sich, dass alles nur auf den „Superstar“ Ibrahimovic ausgerichtet ist, und der hat wohl seine schwächste EM gespielt. Und ohne ihn ist Schweden gar nix.

Gruppe F:
Sie war für meine Begriffe die interessanteste Gruppe, was den Verlauf der Spiele anbelangt. Die Ungarn, die mit Österreich ihre frühere Kolonialmacht schlugen (darf man das so sagen ?), trotzten im letzten Spiel den nur in dieser Partie überzeugenden Portugiesen in einem offenen Schlagabtausch ein 3:3 ab. Hut ab ! Auch die Isländer schlugen Österreich und trotzten den Portugiesen ein Unentschieden ab. Ungarn und Island gehörten in der Vorrunde ohne Zweifel zu den positivsten Überraschungen. Für Ungarn stand mein alter Freund aus früheren Hertha-Zeiten, Gabor Kiraly im Tor. Der ist jetzt aber auch schon 40 – Hut ab ! Portugal konnte nur im Spiel gegen Ungarn überzeugen. Die Isländer, so schien es, haben sich wohl bei Boateng abgeschaut, wie man gegen Ronaldo verteidigt 🙂

Nun also kommen die Achtelfinals. Auch dazu meine Gedanken vor Beginn.

Schweiz – Polen:
Beide Mannschaften konnten in der Vorrunde nicht wirklich überzeugen, aber ich schätze die Polen stärker ein. Wahrscheinlich gibt es Verlängerung. Außerdem müssen die Schweizer ausscheiden, weil ihr Trikot-Vorrat sonst auszugehen droht ! 😉

Wales – Nordirland:
Wieder ein inner-britisches Duell (gehört Großbritanien nach der Brexit-Abstimmung noch zu Europa?). Da hab ich, ehrlich gesagt, keine Ahnung, wer sich da durchsetzen wird. Könnte aber ein sehr stimmungsvolles Spiel werden, vielleicht mit Verlängerung.

Kroatien – Portugal:
Alles hängt davon ab, ob es den Kroaten gelingt, Ronaldo auszuschalten. Ohne ihn ist Portugal nix. Zuzutrauen ist das den Kroaten. Könnte aber in die Verlängerung gehen.

Frankreich – Irland:
Das Aus für die wackeren Iren. Frankreich ist zu stark, um sich nicht durchzusetzen. Das gilt auch, obwohl Frankreich spielerisch bisher Magerkost geboten hat.

Deutschland – Slovakei:
War da was ? Ja da gab es vor ein paar Wochen ein Wasserballspiel, bei dem die DFB-Elf ersoff. Da ist also eine Rechnung offen. Nun müsst ihr aber endlich auch mal Tore machen, Herr Müller und Co. Dann wirds auch was mit dem Viertelfinale.

Italien – Spanien:
Zu anderen Zeiten hätte ich gesagt, dass das das vorweggenommene Finale sei. Würde ich jetzt nicht sagen. Italien ist weit weg von der Form früherer Zeiten. Für mich klarer Favorit: Spanien.

England – Island:
England hat mich bisher überhaupt nicht begeistern können. Ich traue eher Island den Sieg zu. Könnte in die Verlängerung gehen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://blog.berndreichert.de/?p=19400