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Dez 19 2010

Mein dritter Kommentar-Eintrag zum „Ergebnisbericht …“ im …

… Begleitforum zur S-Bahn Foto-Community

Eingetragen unter dem Usernamen „Rudolfkiez“ am 27.02.2010

Zitat:

Zur Rolle der DB Netz

Weshalb ich der DB Netz einen Extra-Eintrag widme? Ganz einfach. Sie kommt in dem Bericht nicht vor.

Die Berliner S-Bahn zahlt die höchsten Trassengebühren aller S-Bahnen in Deutschland. Und der marode Zustand einiger Bahnanlagen der Berliner S-Bahn hat wesentlichen Anteil am S-Bahn-Chaos.

Z. B. der Zustand der Gleisanlagen auf der Strecke Schönholz – Hennigsdorf. In Tegel befindet sich eine unzureichend lange Ausweichstelle, so dass jede Verspätung eines Zuges nach Hennigsdorf unweigerlich zu einer Verspätung des Gegenzuges nach Berlin führt. Auf dem Abschnitt Tegel – Hennigsdorf ist die Spurweite zu groß, was zu entsprechenden übermäßigen Querbewegungen der Drehgestelle führt – mit der Folge übermäßiger Beanspruchung der Radscheiben. Ja und das Gleis zwischen Schönholz und Tegel, sieht so aus, als wäre es 50 Jahre alt (soll ja jetzt erneuert werden).

Z.B. die Häufung von Signalstörungen. Seit mehreren Jahren erlebe ich als Stammfahrgast im Monat durchschnittlich mindestens einmal, dass der Tf meines Zuges für ein oder zwei Kilometer permissiv fahren muss. In aller Regel hält dieser Zustand dann mindestens 12 Stunden, in vielen Fällen einen ganzen Tag lang an. Diese Häufung ist ein untrügliches Zeichen mangelnder Wartung.

Z.B. die massive Häufung von Weichenstörungen im Winter, gerade im Januar 2010 mehrfach erlebt. Klar, wenn man aus Kostengründen auf den Einbau von Weichenheizungen verzichtet, frieren die im Winter fest. Physik 6. Klasse, oder so ähnlich. Die Folge: Da wird dann eben mal am hellerlichten Tage eine S-Bahnstrecke für ein paar Stunden stillgelegt; u. a. auch deshalb, weil kein Personal vorgehalten wird, das bei Störungen schnell helfend eingreifen kann.

Z. B. der Ausfall von Stellwerken (letzter schwerwiegender Fall in der Neujahrsnacht 2009/2010 wegen des Ausfalls einer Klimaanlage !). Die Silvesternachtschwärmer waren sehr dankbar für dieses nette Neujahrsgeschenk. Und zu allem Überfluss wird von der DB auch noch das Märchen von der Silvesterrakete verbreitet.

Z. B. die Havelbrücke am Außenring bei Hennigsdorf. Blümchen pflücken verboten! Die Richtungsbrücke nach Hohen Neuendorf West ist sogar so marode, dass zur Gewichtseinsparung die Laufstege für die Streckenläufer abgebaut wurden. Und über diese Brücke wird wohl wieder in ein paar Wochen der Ersatzverkehr für die Strecke Schönholz – Hennigsdorf rollen, wie im Juli und September 2009.

Um es gleich vorwegzunehmen, die DB-Konzern-Spitze kann sich einen Ergebnisbericht zur hohen Ausfallhäufigkeit bei DB Netz sparen, denn wie bei der S-Bahn ist die Konzernspitze durch die massive Einflussnahme und Sparzwangausübung selbst verantwortlich. Auch bei DB Netz wurde massiv Personal abgebaut, was unter anderem dazu führte, dass Wartung vernachlässigt wird, notwendige Instandsetzungen von Gleisanlagen hinausgeschoben werden und kein Personal mehr zur schnellen Störungsbeseitigung zur Verfügung steht.

Ende des Zitats

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