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Dez 19 2010

Mein zweiter Kommentar-Eintrag zum „Ergenisbericht …“ im …

… Begleitforum zur S-Bahn-Foto-Community:

Eingetragen unter dem Usernamen Rudolfkiez am 27.02.2010

Zitat:

Meine Meinung zum Ergebnisbericht, Teil 2

Zur Rolle der Konzernspitze der DB

In Abschnitt C.II.6. werden Schwächen in der Unternehmenskultur zugegeben, die sich, so die Ausführungen, in einer ungenügenden und nicht offenen Kommunikation zwischen Führungskräften einerseits und Werkstattkräften und Triebfahrzeugführern andererseits zeigen würden. Und weiter wurde dargelegt, dass Führungskräfte oft kein offenes Ohr für die Probleme der Mitarbeiter gehabt hätten.

Absolut richtig. Zum Beispiel war es so, dass der Betriebsratschef der S-Bahn beim Geschäftsführer DB Stadtverkehr schon vor Jahren die Probleme der S-Bahn beim Namen genannt hat und dieser seinerseits dem Betriebsratschef Rufschädigung des Unternehmens unterstellt und mit persönlichen Konsequenzen gedroht hat. Der Geschäftsführer DB Stadtverkehr ist 2006 von der DB-Konzernspitze in das Amt eingesetzt worden. Wer war es da, der offen kommunizieren wollte und wer war es, der die offene Kommunikation unterdrückt hat und kein offenes Ohr hatte?

In Abschnitt D.I.1.4 wird die völlig ungeeignete Struktur und das zeitweilige Fehlen der Qualitätssicherung dargelegt, und das der Geschäftsführung der S-Bahn angelastet.

Das ist völlig richtig. Der von der Konzern-Spitze der DB 2005 eingesetzte Geschäftsführer Technik der S-Bahn hat es versäumt, die Qualitätssicherung, die infolge der in den letzten Jahren von der Konzernführung auferlegten Sparvorgaben ohnehin schon geschwächt war, vor einer weiteren Schwächung zu bewahren, sondern er hat munter weiter Personal abgebaut – im Auftrage der Konzernspitze. Dasselbe gilt natürlich auch für die Arbeitsvorbereitung, der in dem Ergebnisbericht ebenfalls mangelhafte Arbeit bescheinigt wurde.

In Abschnitt D.II.2.2 wird dargelegt (Zitat):
„Die S-Bahn wurde im Wesentlichen durch ihren Gesellschafter gesteuert. Diese erfolgte z. B. über Gespräche zwischen Gesellschafter und Geschäftsführern außerhalb förmlicher Gesellschafterversammlungen, mittels der Gestaltung der Dienstverträge der Geschäftsführer, die bei der letzten Geschäftsführung ausnahmslos mit dem Konzern geschlossen waren, sowie die Teilnahme der Geschäftsführer an unternehmensinternen Treffen des DB-Konzerns; diese haben seit ungefähr 2005 im gleichen Maße zugenommen, wie der DB-Konzern seinen Einfluss auf die S-Bahn stärker ausgeübt hat.“

Schön formuliert. Das heißt, dass die Konzern-Spitze über die seit Mitte der 2000’er Jahre agierende Geschäftsführung massiv Einfluss auf das Unternehmen S-Bahn Berlin GmbH ausgeübt hat. Natürlich sind die „Maßnahmen des DB-Konzerns und insbesondere das von ihm initiierte Optimierungsprogramm OSB (sind) für die aktuellen Betriebsstörungen nicht verantwortlich.“ (siehe Abschnitt E.I.2.4.) Für wie dumm halten die Auftraggeber dieses Ergebnisberichts eigentlich die Bahnkunden, Mitarbeiter und die politische Öffentlichkeit?

Ende des Zitats

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